Stichwort: Weinfälschung

Fakewein-Jäger Koch gewinnt endlich einen Prozess

Er war eine der Quellen für und einer der Protagonisten in den Anschuldigungen der Zeitschrift Stern gegen den deutschen Altweinhändler Hardy Rodenstock (wir berichteten ausführlich), dieser habe uralte Flaschen gefälscht und dann zu Millionensummen an Sammler in aller Welt verhökert. William "Bill" Koch, Geschäftsmann, Segler - er gewann den America's Cup 1992 - und Weinsammler aus Florida, hat vor einigen Tagen den wohl ersten seiner zahlreichen Prozesse gewonnen, die er in den letzten Jahren gegen echte oder vermeintliche Weinfälscher bzw. Händler von gefälschten Flaschen angestrengt hat. Ein Gericht in New York sprach dem Amerikaner einen Schadenersatz in Höhe von 12 Mio. US $ zu.


Flaschen wie diese, die auf einer Veranstaltung des deutschen Weinhändlers Hardy Rodenstock ausgeschenkt wurden, standen und stehen im Zentrum des Kreuzzuges von William Koch. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 22.04.2013 - 0 Kommentare

Neue Ermittlungen wegen angeblicher Weinfälschungen in der Toskana

Kaum wurde mit dem berühmten Brunello-Weingut Casanova di Neri der letzte Beschuldigte aus dem Brunello-Skandal des vergangenen Jahres durch die Staatsanwaltschaft entlastet, steht der Toskana offenbar ein nächster "Verschnittskandal" ins Haus. Wie italienische Tageszeitungen vor wenigen Tagen berichteten, sollen etwa 10 Mio. Liter Wein der unterschiedlichsten Herkunftsbezeichnungen (betroffen diesmal neben Brunello auch Chianti DOCG und Toskana Igt) beschlagnahmt worden sein, weil sie mit Weinen fremder Appellationen gemischt waren.

Newsartikel - - 16.12.2009 - 0 Kommentare

USA weiter unnachgiebig gegenüber Brunelloerzeugern

Nachdem die italienischen Behörden vor einigen Tagen bereits vollmundig die vollständige Freigabe des Brunello-Imports durch das US Alcohol, Tobacco, Tax, and Trade Bureau (TTB) verkündet hatten - Italiens Landwirtschaftsminister wollte diese Freigabe bei einem Besuch in Washington erreicht haben -, kam nur wenige Stunden später die kalte Dusche: In einer trockenen Erklärung bekräftigten die Amerikaner, dass sie nach wie vor das spezielle italienische Regierungszertifikat für jede Brunellopartie verlangten, die in die USA exportiert werden

Newsartikel - - 31.10.2009 - 0 Kommentare

Stern vs. Rodenstock – Dritte Episode

Von Eckhard Supp – wie Kollege Mario Scheuermann heute mittag bereits schrieb, haben die Redaktion der Zeitschrift Stern und die Rechtsabteilung des Verlags Gruner & Jahr bereits in der vergangenen Woche in Sachen Fälschungsvorwürfe gegen Hardy Rodenstock eine erneute gerichtliche Niederlage kassieren müssen. Das Gericht verlangte, dass eine Gegendarstellung Rodenstocks, die der Stern kürzlich abgedruckt hatte, erneut veröffentlicht werden müsse. Eine Blamage sondergleichen!

Blogeintrag - Eckhard Supp - 26.02.2009 - 0 Kommentare

Wie macht man aus 50 000 hl Pinot noir 120 000? – Rezepte aus dem Languedoc

Von Eckhard Supp – „Wenn schon, denn schon!“, müssen sich die Veranwortlichen eines Weinfälscherskandals gedacht haben, die jetzt im südfranzösischen Carcassonne aufflogen. Wie die französische Presse von heute morgen berichtet, beschuldigt die örtliche Staatsanwaltschaft ein Netzwerk aus örtlichen Genossenschaften, der Weinhandelsgesellschaft Ducasse in Carcassonne und der Traditionskellerei Aimery Sieur d’Arques in Limoux, über Jahre hinweg einfachen Landwein (Vin de pays d’Oc) als Pinot noir auf dem amerikanischen Markt verkauft zu haben.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 09.02.2009 - 3 Kommentare

Nachrichten von der Front – Stern vs. Rodenstock

Von Eckhard Supp – Wie hatte ich mein letztes Editorial zum Fall des Stern-Kreuzzugs gegen den Weinsammler und -händler Hardy Rodenstock überschrieben? “Nachgetreten“! Das genau das ist es, was die Redaktion des Stern offenbar partout nicht lassen kann. Und nutzt, in gefährlicher Gratwanderung entlang den Bestimmungen des Pressegesetzes auch eine von Rodenstocks Anwälten gerichtlich erzwungene Gegendarstellung im Handumdrehen dazu, den Generalverdacht gegen Rodenstock aufzufrischen.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 29.01.2009 - 7 Kommentare

Zu Besuch beim „Fälscher“ - Rodenstock öffnet Pétrus, Mouton und Co.

Von Eckhard Supp - Eigentlich hatte ich in meinen Artikeln in diesem Blog (auch hier… ) und in meinem jüngsten Editorial

Blogeintrag - Eckhard Supp - 14.12.2008 - 5 Kommentare

Stern vs. Rodenstock – noch ein Fundstück

Von Eckhard Supp - Zum Beitrag und zum Editorial von vorgestern fiel mir beim Aufräumen meines Schreibtischs noch die Kopie eines Schreibens in die Hände, das die Geisteshaltung und den Impetus des Stern-Redakteurs Bert Gamerschlag auf den Nenner bringt: Im Mai dieses Jahres schrieb Gamerschlag an Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und wollte diesen vor seinen Karren spannen. Hier einige Auszüge sowie die Reaktion von Schröder:

Blogeintrag - Eckhard Supp - 17.11.2008 - 0 Kommentare

Stern attackiert Rodenstock noch einmal

Neun Seiten, eine für Wochenillustrierte beachtliche Strecke, hat der "Stern" aus dem Hamburger Verlag Gruner & Jahr in seiner letzten Ausgabe vom vergangenen Donnerstag den vermeintlichen Wein- bzw. Etikettenfälschungen des Weinhändlers und -sammlers Hardy Rodenstock gewidmet.

Newsartikel - - 16.11.2008 - 0 Kommentare

Stern vs. Rodenstock – Wer ist hier der Fälscher?

Von Eckhard Supp - „Der Stern gegen die Fälscher, 1.073ste Episode“, so hätte mein Editorial, das ich gerade veröffentlicht habe, auch überschrieben sein können. Denn seit der Stern selbst einmal dem größten Fälscher der deutschen Nachkriegsgeschichte (Konrad Kujau und seine Hitler-Tagebücher) auf den Leim ging, scheint man in der Redaktion hinter allem und jedem einen Fälscher vermuten zu müssen.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 15.11.2008 - 0 Kommentare

Nachgetreten

Editorial - Eckhard Supp - 15.11.2008 - 0 Kommentare

Rodenstock gewinnt gegen Stern-Redakteur Gamerschlag

Mit einer Niederlage auf ganzer Strecke endete der Versuch des Magazins Stern und seines Redakteurs Bert Gamerschlag, gegen eine einstweilige Verfügung vorzugehen, mit der ihnen bereits Anfang Juni die Verbreitung falscher und diffamierender Behauptungen gegen den Weinsammler und -händler Hardy Rodenstock verboten worden war. Gamerschlag hatte in einem längeren Artikel Rodenstock vor allem mit der Behauptung angegriffen, die so genannten Jefferson-Flaschen gefälscht zu haben.

Newsartikel - - 28.07.2008 - 0 Kommentare

Prozess gegen Rodenstock (vorläufig) beendet

Die juristische Auseinandersetzung zwischen William Koch, einem amerikanischen Geschäftsmann und Weinsammler, und Hardy Rodenstock, dem vorgeworfen wird, alte Weinflaschen gefälscht zu haben, hat ein überraschend schnelles Ende gefunden. Ohne auf die Inhalte der Klage und auf das Nichterscheinen Rodenstocks vor Gericht einzugehen, entschied die New Yorker Richterin Barbara S. Jones jetzt, dass Rodenstock nicht der New Yorker Gerichtsbarkeit unterliege, da er in der Stadt keinerlei Aktivitäten verfolge.

Newsartikel - - 19.01.2008 - 0 Kommentare

Falscher Braida-Bricco schockt Hamburg

Hamburgs italienische Gastronomie und ihre Weinlieferanten haben derzeit schwer an einem angeblichen Piemonteser Barbera zu schlucken. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wurden in diesen Tagen bei fünf Weinhändlern und in drei italienischen Szenerestaurants zahlreiche Flaschen mit dem Etikett des berühmten Rotweins Bricco dell'Uccellone des Piemonteser Erzeugers Braida beschlagnahmt, die aber nur billigen süditalienischen Landwein enthielten. Die Etiketten waren gefälscht.

Newsartikel - - 25.03.2006 - 0 Kommentare

Beaujolais-Papst unter Panschverdacht: Ermittlungsverfahren

Georges Duboeuf, der so genannte "Papst des Beaujolais" oder besser der Vater des kommerziellen Erfolgs des Beaujolais Nouveau, steht nach Berichten der Tageszeitung "The Australian" unter dem Verdacht, in einem seiner Keller größere Mengen Weine verschiedenster Provenienzen und Qualitätsstufen "wild" vermischt zu haben.

Newsartikel - - 28.08.2005 - 0 Kommentare

Falscher Pinot grigio in Italien beschlagnahmt 

Italiens Behörden hatten bereits vergangenen November in einer Kellerei in Venetien 2.000 Hektoliter falschen Pinot grigio beschlagnahmt. Die dabei gefundenen Dokumente führten die Beamten, wie die britische Zeitschrift Decanter jetzt schreibt, nach Sizilien, wo sie sage und schreibe 24.000 hl einfachen weißen Tafelweins entdeckten, der bereits für den Transport zu Kellereien in der Lombardei, der Emilia-Romagna und Venetien vorbereitet war, und ebenfalls als Pinot grigio delle Venezie Igt verkauft werden sollte.

Newsartikel - - 04.02.2004 - 0 Kommentare

Warnung vor falschem "Lafite"

Wein + Markt, das deutsche Handelsmagazin, hat in seinem Fax-Infodienst jetzt vor falschem "Château Lafite-Rothschild" gewarnt. Nach Angaben der Zeitschrift vermarktet die Straubinger Firma Vinifera derzeit Rotwein, den sie mit dem Slogan "Lafite-Rothschild, das berühmteste Château von Bordeaux und sein gleichnamiger Wein" anpreist. Kostenpunkt des angeblichen Schnäppchens: 49,50 Euro.

Newsartikel - - 24.07.2002 - 0 Kommentare

Gefälschte Altweine zur Jahrtausendwende

Eine größere Menge angeblich 100 Jahre alter Bordeaux-Weine, die im Herbst 2000 versteigert wurden, stellte sich jetzt als Fälschung heraus. Die Weine, die in Paris unter den Hammer kamen - dem Etikett nach Château Margaux und Lafite-Rothschild des 1900er Jahrgangs - waren in Wirklichkeit mit Wein gefüllt, der den Radio-Karbonanalysen eines Polizeilabors zu Folge nicht einmal 50 Jahre alt war. Bei einem Verkaufspreis von mehr als 3.000 Euro pro Flasche ein gutes Geschäft!

Newsartikel - - 01.01.2002 - 0 Kommentare

Holzige Angelegenheit vor Gericht

Zu einem Meilenstein in der Wein-Rechtsprechung könnte das Urteil des Berufungsgerichtshofs von Bordeaux werden, der vor einigen Wochen vier Weingutsbesitzer, eine Genossenschaft und eine Küferei wegen "Weinfälschung" zu Geldstrafen verurteilten. Die Châteaux Giscours (Cru Classé) Greysac und Lamarque (beide Crus Bourgeois) sowie Lacroix-Merlin (Premières Côtes), dazu noch die Genossenschaft Saint-Jean waren überführt worden, ihren 97er Jahrgang nicht im Barrique ausgebaut zu haben, sondern den Wein nur durch das Ziehenlassen von Fassdauben im Stahltank "aromatisiert" zu haben.

Newsartikel - - 24.11.1999 - 0 Kommentare