Stichwort: 20130422

Wer hat die Macht in Frankreichs Weinindustrie?

Wer ist die Schönste, pardon, wer ist der Mächtigste im ganzen (Wein)Land, hat sich die französische Weinzeitschrift Revue des Vins de France angeblich acht Monate lang gefragt und ist dabei, glaubt man einem Bericht von wine-searcher.com, zu durchaus überraschenden Ergebnissen gekommen. Insgesamt 200 Namen listen die Pariser Kollegen auf, und an der Spitze der Liste stehen weder Weingutsbesitzer noch Weinmacher oder Weinhändler, sondern Politiker und Bürokraten.


Der Chef der Domaine de la Romanée-Conti, Aubert de Villaine, steht auf Platz neun der RVF-Liste. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 22.04.2013 - 0 Kommentare

Auch Italien mag keinen Wein mehr

Nicht nur in Frankreich, auch in Italien, der zweiten der großen Weinbaunationen Europas, wird immer weniger Wein getrunken. Während der Weinkonsum in der Welt mit etwa 244/245 Mio. hl seit einigen Jahren relativ stabil ist, sank er in Italien seit 2006 um 17,2 % von 27,3 auf nur noch 22,6 Mio. hl - wenig mehr als Deutschland mit seinen 20,0 Mio. hl im letzten Jahr trank. Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegt das Land mit nur noch 37,4 l/Kopf und Jahr deutlich hinter Frankreich (46,8 l) und nähert sich mit Riesenschritten dem Niveau seiner Hassliebe Deutschland.

Newsartikel - Eckhard Supp - 22.04.2013 - 1 Kommentar

Frankreichs Export auf Rekordniveau

So viel wie nie zuvor verdient Frankreich mit seinen Wein- und Spirituosenausfuhren. Das geht aus einem Überblick hervor, der schon vor einiger Zeit auf journee-viticole.com veröffentlicht wurde. Danach wurden mit Schnaps- und Weinexporte im letzten Jahr 9,5 Mrd EUR erzielt - ein historischer Rekord und gleichzeitig eine Steiger und von 8,5 % genüber dem Vorjahr bei Weinen und von 13 % bei den Spirituosen. Die Industrie ist damit Frankreichs zweitgrößter Devisenbringer, nach der Luftfahrtindustrie, in der die Exporte etwa 20 Mrd. EUR einspülte.

Newsartikel - Eckhard Supp - 22.04.2013 - 0 Kommentare

Ist der Traum vom chinesischen Markt schon zu Ende?

China reduziert seine Importe von teurem Bordeaux. So oder so ähnlich konnte man es in den letzten Tagen und Wochen immer wieder in Presse und Online-Medien lesen. Hintergrund zu dieser Meldung waren gleich zwei Entwicklungen der letzten Zeit. Zum einen hat die neue chinesische Führung unter Generalsekretär und Staatspräsident Xi Jinping die Politik- und Wirtschaftselite des Landes dazu verdonnert, ihren "prahlerischen" Lebensstil, inklusive der Zurschaustellung teurer und teuerster Rotweinflaschen einzuschränken. Zum anderen hat sich das chinesische Wirtschaftswachstum gegenüber den schwindelerregenden Raten der jüngeren Vergangenheit deutlich abgeschwächt, wie der Wine Spectator in einem längeren Artikel analysiert.


Schluss mit Margaux, Latour und Laffite - die KP Chinas möchte den Konsum der prestigeträchtigen Bordeauxgewächse - hier La Mission Haut-Brion - eindämmen. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 22.04.2013 - 0 Kommentare

Fakewein-Jäger Koch gewinnt endlich einen Prozess

Er war eine der Quellen für und einer der Protagonisten in den Anschuldigungen der Zeitschrift Stern gegen den deutschen Altweinhändler Hardy Rodenstock (wir berichteten ausführlich), dieser habe uralte Flaschen gefälscht und dann zu Millionensummen an Sammler in aller Welt verhökert. William "Bill" Koch, Geschäftsmann, Segler - er gewann den America's Cup 1992 - und Weinsammler aus Florida, hat vor einigen Tagen den wohl ersten seiner zahlreichen Prozesse gewonnen, die er in den letzten Jahren gegen echte oder vermeintliche Weinfälscher bzw. Händler von gefälschten Flaschen angestrengt hat. Ein Gericht in New York sprach dem Amerikaner einen Schadenersatz in Höhe von 12 Mio. US $ zu.


Flaschen wie diese, die auf einer Veranstaltung des deutschen Weinhändlers Hardy Rodenstock ausgeschenkt wurden, standen und stehen im Zentrum des Kreuzzuges von William Koch. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 22.04.2013 - 0 Kommentare

Rolland berät Château Figeac - Ziel: Premier Cru A

Eine spektakuläre Personalie, die nur wenige Tage vor dem Beginn der diesjährigen Primeur-Verkostungen im Bordelais bekannt gegeben wurde: Château Figeac, ein Premier Grand Cru Classé B aus Saint Émilion hat Michel Rolland, Frankreichs bekanntesten Weinmacher, als önologischen Berater verpflichtet. Rolland, der in Saint-Émilion bereits Château Ausone, seit jeher ein Cru Classé A, und Château Pavie, erst vor kurzem in diese Kategorie hochgestuft, berät, übernimmt den Posten auf Initiative von Marie-France Manoncourt, der Witwe des 2010 verstorbenen legendären Eigners von Figeac, Thierry Manoncourt.


Thierry Manoncourt vor dem großen Tor seines Château Figeac. (Foto. E. Supp)

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