|
Australischer
Weinexport im Rückwärtsgang
Brunello"skandal"
in der nächsten Runde
Microsoft
zensiert Weinwerbung im Internet
Erfassung
des historischen Rebenbestands in Deutschland
Französische
Jugend mag keinen Wein mehr
ÖWM
mit runderneuerter Marketingstrategie
Französische
Kellereigruppe investiert in Äthiopien
Australischer
Getränkegigant Foster's zieht Konsequenz aus Weindebakel
Erster
DOCG-Wein für italienische Region Latium
US-Medien
besorgt über Folgen des Klimawandels
Kalauer: Weltmeisterschaft im Korkenwerfen
|
Australischer
Weinexport im Rückwärtsgang |
|
(12/06/08) - Was
noch vor wenigen Wochen nur eine Vermutung war (wir
berichteten, d. Red.), ist schneller Realität geworden, als den
Australiern lieb sein kann. Wie das australische abc.net
berichtet, ist der Weinexport in den 12 Monaten zum 30.
April um 8,5 % oder um 67 Mio. l Wein gegenüber dem
Vorjahreswert gesunken. Dabei konnte der Flaschenexport
sogar um 17 Mio. l zulegen, was bedeutet, dass der Rückgang
beim Fassweinexport insgesamt 84 Mio. l betrug. Vor allem auf
dem US-Markt verloren australische Weine erheblich an
Boden: Auf 18 % im Volumen und 15 % im Wert bezifferten sich die Verluste, was allerdings nichts daran änderte,
dass die USA nach wie vor hinter Großbritannien
zweitwichtigster Abnehmer für australische Weine bleiben.
Da gleichzeitig auch der Inlandsabsatz um 10,1 Prozent
nachgab, bietet sich der Weinindustrie Down under ein
alles andere als rosiges Bild. Wäre dieser Rückgang nur
der Verknappung infolge der Trockenheit vergangener Jahre
geschuldet, könnte der üppiger als erwartet ausgefallene
Jahrgang 2008 Hoffung auf einen Aufschwung
in kürzester Zeit machen. Tatsache ist aber, dass der
Exportrückgang vor allem auf den schwachen US $ und den
starken AUS $ zurückgeführt wird, während der
Absatzschwund auf dem Binnenmarkt Analysten zufolge auf die
veränderten Trinkgewohnheiten der Australier zurückgehen,
die offenbar weit mehr als früher Gefallen an Weinen aus
der "Alten Welt" finden.
|
|
|
|
Brunello"skandal"
geht in die nächste Runde |
|
(12/06/08) -
Während eine
Delegation des US-amerikanischen Alcohol and Tobacco Tax
and Trade Bureau (ATTB) in Rom mit der italienischen
Regierung darüber verhandelt, wie das drohende
Importverbot für Brunello di Montalcino in den USA noch
zu verhindern ist, streiten sich die Italiener
untereinander munter weiter. Nachdem das
Brunello-Konsortium angekündigt hatte, eine eigenes
Kontrollgremium zu gründen, um unerlaubten
Sortenverschnitt zukünftig verhindern zu können, gab
Italiens Landwirtschaftsminister Luca Zaia bekannt, ein
eigenes Komitee aus drei Experten für dieselbe Aufgabe
einsetzen zu wollen. Konsortiums-Präsident Francesco
Marone Cinzano erklärte daraufhin seinen Rücktritt -
natürlich ohne Bezugnahme auf den Streit. Er habe seine
Aufgabe - nach nur einem von drei vorgesehenen
Amtsjahren (sic!) - erfüllt. Als sein Nachfolger wurde
Patrizio Cencioni gewählt, dem jetzt die undankbare
Aufgabe zufällt, den Karren möglichst schnell wieder
aus dem Dreck zu ziehen.
Währenddessen
hat die italienische Finanzpolizei auch die Erzeuger des
Vino Nobile di Montepulciano ins Visier genommen. Bei
der Genossenschaft Vecchia Cantina wurden 120 hl Nobile
beschlagnahmt, die angeblich mit Weinen aus Süditalien
verschnitten wurden. Ermittelt wird hier auch gegen
Konsortiumspräsident Luca Gattavecchi, der für die
Dauer der Untersuchung sein Amt ruhen lässt. In
Montalcino haben sich unterdessen Erzeuger zu Wort
gemeldet, die allzu strenge Sortenvorschriften des
Produktionsdisziplinars aufweichen wollen und darauf
verweisen, dass im historisch ersten Disziplinar für
den Brunello, der DOC-Vorschrift von 1966, noch ein Anteil
von 10 % sogar gebietsfremder Trauben erlaubt war.
Gegen diesen Vorschlag sprechen sich vor allem
historische Erzeuger wie Biondi Santi aus, die darauf
pochen, ihre Uralt-Weinberge seien zu 100 % mit
Sangiovese bestockt und sie haben niemals zu fremden
Trauben greifen müssen. Ob eine solche Behauptung
angesichts eines nur schwer kontrollierbaren
historischen Rebenbestands überhaupt haltbar ist, sei
hier einmal dahingestellt. Eine gentechnische Analyse
sämtlicher Rebstöcke aus seinen Weinbergen kann
wohl keiner der Brunello-Erzeuger mit historischem
Bestand vorlegen.
|
|
|
|
Microsoft
zensiert Weinwerbung im französischen Internet
|
|
(12/06/08) -
Die
Betreiber des Online-Anzeigennetzes Microsoft AdCenter
haben beschlossen, sämtliche Anbieter von Weinen in
Frankreich aus dem Kreis ihrer Inserenten
auszuschließen. Begründet wird dieser Schritt damit,
dass die französische Gesetzgebung, wie erst
kürzlich durch eine Gerichtsurteil gegen den
Biergiganten Heineken bestätigt, Online-Werbung für
alkoholische Getränke verbiete. Französische
Weinhändler befürchten nun, dass ein solcher Schritt
auch von Googles AdWords und von Yahoo ergriffen
werden könnte. Dies könne praktisch den Ausschluss
des gesamten französischen Weinmarkts vom Internet
und damit das Ende eines Wirtschaftszweigs mit fast
270 Firmen und Tausenden Angestellten bedeuten. Eine
Möglichkeit, dem zu entgehen, wäre allenfalls, die
Online-Angebote französischer Erzeuger und
Weinhändler vom Ausland aus zu steuern.
|
|
|
|
Erfassung
des historischen Rebenbestands in Deutschland: erste
Erfolge
|
|
(12/06/08) -
Eine
bereits seit 2007 laufende dreijährige Erfassung
rebengenetischer Ressourcen in Deutschland, die das
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben hatte, tritt
derzeit in ihre zweite Phase ein. Während im ersten
Projektjahr bereits 206 Rebsorten registriert
wurden, die als verschollen gegolten hatten oder
gänzlich unbekannt waren, sollen in der nächsten
Phase Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz
schwerpunktmäßig bearbeitet werden. Dabei sollen
von den Winzern alle über 60 Jahre alten,
wurzelechten Rebbestände gemeldet werden, die
anschließend rebengenetisch analysiert werden.
Schon die bisherigen Resultate können sich sehen
lassen: So wurden allein an der Badischen
Bergstraße 60 alte Sorten wie Fütterer, Blauer,
Elbling, Kleinedel und Schwarzer Zinfandel entdeckt,
in Württemberg waren es Blauer Jacobin und Blauer
Scheuchner, in Franken Adelfränkisch, Kleinweiß,
Ahorntraube, Süßschwarz oder Möhrchen. Auch die
Österreicher haben bei solchen Untersuchungen in
jüngster Zeit aufsehenerregende Resultate
produziert: So konnte der Leiter der Abteilung
Rebenzüchtung an der Weinbauschule Klosterneuburg,
Ferdinand Regner, kürzlich bekannt geben, dass es gelungen sei, die
lange Zeit unbekannte zweite Elternsorte des Grünen
Veltliner zu identifizieren: Es handelt sich um eine
zuvor unbekannte und unbenamte Rebsorte aus dem
burgenländischen Ort Sankt Georgen, die deshalb
provisorisch Rebe St. Georgen genannt wurde.
|
|
|
|
Französische
Jugend trinkt lieber Bier und Whisky als Wein
|
|
(12/06/08) -
Frankreichs
Jugendliche haben die Nase voll vom Wein! Das ist
das Ergebnis einer Studie, die die amerikanische
Forscherin Liz Thatch unter 21- bis
30-jährigen Franzosen durchführte. Diese fanden
Wein mehrheitlich teuer, altbacken und verwirrend,
mehr als die Hälfte gab sogar an, den Geschmack von
Wein nicht zu mögen. Während in den USA Wein als
absolutes Lifestylegetränk auch unter Jugendlichen
eine erstaunliche Karriere erlebt, rächt sich in
Frankreich jetzt die Tatsache, dass Wein lange Zeit
als Alltags- und nicht als Genussgetränk be- und
gehandelt wurde. Dass Jugendliche, denen am
häuslichen Tisch Tag für Tag Billigware aus dem
Supermarkt vorgesetzt wird, irgendwann einmal mit
dessen Geschmack nichts mehr zu tun haben wollen,
erscheint dabei gar nicht einmal unlogisch. Auch die
zahlreichen gut gemeinten Kampagnen der
französischen Weinbranche, mit denen die positiven
gesundheitlichen Aspekte des Weinkonsums
unterstrichen werden sollten, dürften Pariser oder
Marseiller Teenies eher als dröge und
"uncool" empfunden haben.
|
|
|
|
ÖWM
stellt runderneuerte Marketingstrategie vor
|
(12/06/08) -
Willi
Klinger, seit mehr als einem Jahr
Geschäftsführer der Österreichischen
Weinmarketingservicegesellschaft, hat
anlässlich der Wiener Weinmesse VieVinum sein
neues Marketingkonzept vorgestellt. Vor
internationalen Fachjournalisten erklärte
Klinger, der österreichische Weinexport seit
trotz des Mengenrückgangs nach dem Rekordjahr
2003 auf einem guten Weg. Während 2003 noch 60
Mio. l Fass- und nur 20 Mio. l Flaschenware
exportiert worden seien, habe sich das
Verhältnis seit 2005 zugunsten der
abgefüllten, hochwertigen Weine verschoben.
Klinger, der vor seinem Amtsantritt für den
italienischen Starwinzer Angelo Gaja tätig war,
sieht die Zukunft des Landes eindeutig im
hochwertigen Nischen- und Kultbereich. Zu kleine
Mengen, starke Jahrgangseinflüsse, das Fehlen
großer Kellereien, die fehlende
Qualitätsstruktur und die im internationalen
Geschäft kompliziert klingenden
österreichischen Weinnamen machten den Aufbau
großvolumiger Markenstrategien unmöglich.
In
Zukunft will Klinger vor allem vier der neun im
Lande erzeugten Weintypen in den Vordergrund der
ÖWM-Arbeit stellen: klassische, trockene
Weißweine (Kabinett, Federspiel, normale
DAC-Qualitäten), kraftvolle Weiße (trockene
Spätlesen, Smaragde, DAC-Reserven), klassische
Rotweine und dichte, kräftige Rote wie
Spätlesen, Reservequalitäten etc.). Auf sie
sollen 90 % der ÖWM-Mittel konzentriert werden.
Bei den Rebsorten sieht die neue Strategie zwei
Schwerpunkte vor: die typisch österreichischen
Sorten mit ihrer nicht austauschbaren Identität
wie Grüner Veltliner, Welschriesling, Neuburger,
Zierfandler, Rotgipfler, Zweigelt,
Blaufränkisch und St. Laurent, und die
wichtigsten internationalen Sorten wie Riesling,
Sauvignon blanc, Muskateller, Traminer,
Weißburgunder, Chardonnay, Spätburgunder,
Cabernet Sauvignon und Merlot. Zusammen mit
diesem Rebsortenmarketing soll starkes
Herkunftsmarketing betrieben werden. Letzteres
könne, so Klinger, nicht über die bestehenden
Markengemeinschaften (Traditionsweingüter,
Renommierte Weingüter Burgenland etc.) laufen,
da diese zu klein und letztlich
Zusammenschlüsse von Konkurrenten ohne
einheitliche, schlüssige Konzepte seien. Statt
dessen müsse das Herkunftsmarketing über
regionale Komitees abgewickelt werden, die
gesetzliche Anerkennung und finanzielle
Förderung durch die ÖWM genießen könnten.
Klinger wies darauf hin, dass Österreich sein
Weinrecht verändern wolle und dabei auf die
europäische Kategorie des Weins aus
geschützten Anbaugebieten verzichte, da
diese nur einen Anteil von 80 % wirklich aus dem
genannten Herkunftsgebiet stammenden Weins
vorsehe. Statt dessen plane man die Einführung
eines zweistufigen Konzepts mit Wein (früher
Tafelwein) an der Basis und Wein mit
gesetzlicher Herkunftsbezeichnung (Landwein,
Qualitätswein und DAC-Wein) darüber. Ob
Klingers Ziel, alle bisherigen
Qualitäts-Weinbaugebiete in DAC-Regionen
umzuwandeln, realistisch ist, muss sich erst
noch erweisen. Die bisher nur recht klägliche
Durchsetzung des Konzepts, das in den fast zehn
Jahren seiner Existenz erst in vier Gebieten
umgesetzt wurde, spricht ebenso dagegen wie der
noch immer große Widerstand von Winzern und
Verbänden in Traditionsgebieten wie der Wachau.
|
|
|
|
Französische
Kellereigruppe Castel investiert in
äthiopischen Weinbau
|
(12/06/08) -
Die
größte französische Kellereigruppe, Groupe
Castel, die bereits in Tunesien und Marokko
1.500 ha Rebflächen bewirtschaftet, plant
nach einem Bericht von decanter.com, jetzt
auch in Äthiopien Weine zu erzeugen.
Zunächst sollen 125 ha im Gebiet von Zewey,
200 km südlich von Addis Abeba, mit Merlot,
Cabernet Sauvignon, Syrah und Chardonnay
bestockt werden. Weitere 175 ha könnten
folgen. 2009 sollen Gär- und Lagerkeller
folgen. Der erste Wein der Castel Winery
Private Ltd Company könnte 2011 auf den Markt
kommen und soll vor allem dazu dienen, die
Nachbarländer Uganda, Sudan und Kenia zu
beliefern. Weinbau ist für das Land nichts
Neues und wurde bereits vor der
Machtübernahme der Militärs im Jahre 1974
getrieben.
|
|
|
|
Australischer
Getränkegigant Foster's zieht Konsequenzen
aus Weindebakel
|
(12/06/08) -
Mit
der Entlassung von Trevor O'Hoy, dem
Verantwortlichen für ihre gesamten
Weinoperationen, hat der australische
Getränkemulti Foster's jetzt Konsequenzen
aus seinem langjährigen Weindebakel gezogen.
O'Hoy galt als der Architekt der Übernahme
sowohl der kalifornischen Beringer Wine
Group als auch des australischen
Konglomerats Southcorp-Rosemount durch den
einstigen Brauereikonzern im letzten
Jahrzehnt, wobei vor allem der Kauf von
Southcorp vor drei Jahren in der Branche
immer schon als vollkommen überteuert
kritisiert worden war. Insbesondere die
organisatorische Integration der
verschiedenen Unternehmenszweige mit ihrer
sehr unterschiedlichen Kultur scheiterte
komplett, wie Beobachter der australischen
Weinszene betonen. Das endgültige Aus aber
kam für O'Hoy mit der aktuellen Schwäche
des US-Markts, der für Foster's gut 50 %
seines weltweiten Geschäfts bedeutete.
Gleichzeitig mit der Entlassung von O'Hoy
kündigte die Gruppe an, 1,2 Mrd. AUS $ an
Verlusten abschreiben zu müssen, davon
alleine 480 Mio. im US-Geschäft.
|
|
|
|
Erster
DOCG-Wein für die italienische Region
Latium
|
(12/06/08) -
Italiens
Hauptstadt-Region Latium darf jetzt nach
langem Warten einen ersten DOCG-Wein ihr
eigen nennen. Mit dem Cesanese del Piglio
(samt Superiore-Version) in der
Riserva-Ausführung wird damit erneut ein
absolut marginaler Weintyp ins Oberhaus
des italienischen Weinbezeichnungsrechts
befördert. Die Rotweinsorte Cesanese, von
der zwei Varianten (Cesanese di Affile und Cesanese
Comune) existieren, wird auf nur wenig
mehr als 1.000 ha Rebfläche kultiviert,
die noch dazu in drei
Herkunftsbezeichnungen unterteilt sind (Cesanese del Piglio
oder Piglio, Cesanese di Affile oder
Affile und Cesanese di Olevano Romano oder Olevano Romano).
Ob dieser "Ritterschlag" die
Weine aus ihrer
Bedeutungslosigkeit hieven kann, darf aber
bezweifelt werden.
|
|
|
|
US-Medien
besorgt über Folgen des
Klimawandels
|
(12/06/08) -
Während
die Wissenschaft diskutiert, ob
die kontinuierliche Erwärmung der
Athmosphäre gerade eine Pause einlegt,
scheinen viele amerikanische Medien die
Klimakatastrophe jetzt erst richtig
entdeckt zu haben, wenn auch auf recht
fragwürdige Art und Weise. Gleich zwei
Online-Publikationen, cincinnati.com
("The Enquirer") und
Beveragedaily.com haben jedenfalls ihren
Lesen jetzt in längeren Artikeln mögliche
Konsequenzen der Erderwärmung für den
Weltweinbau aufgezeigt. The Enquirer
glaubt, voraussagen zu können, dass
sich die klimatisch bedingten
Weinbaugrenzen in der nördlichen
Hemisphäre bis 2050 um mehr als 300 km
nach Norden verschieben werden.
Dadurch wäre Weinbau beispielsweise im
südlichen und zentralen Spanien nur
noch mithilfe ausgiebiger Bewässerung
möglich, in Australien, wo schon jetzt
weithin mit Bewässerung gearbeitet
wird, könnten die derzeit wichtigsten
Gebiete wie das Barossa Valley gänzlich
zugunsten von Gebieten wie dem südlichen
Tasmanien aufgegeben werden. Bereits
heute, so der Enquirer, habe die
französische Regierung für die Region
Languedoc das lange gültige
Bewässerungsverbot aufgeweicht.
Andere
Gegenden wie beispielsweise die Toskana
könnten dagegen unter zunehmenden
starken Regenfällen und damit unter
verstärktem Pilz- und Fäulnisbefall
der Trauben leiden. Natürich würde es
auch Gewinner der prognostizierten
Entwicklung geben, so Georgien, Sibirien
oder auch China, das mit seiner
Rebfläche bereits heute Kalifornien
überholt habe. Noch dramatischer
zeichnet Beverage daily.com das Bild der
Zukunft. So soll selbst im südlichen
England, wo Temperaturen wie im heutigen
Nordafrika vorhergesagt werden, kein
Weinbau mehr möglich sein, weil es dort
zu heiß werde. Je dramatischer, desto
spannender - nach diesem Motto scheinen
solche Publikationen ihre Nachrichten
zurecht zu zimmern. Dass die weltweite
Klimaerwärmung nach allen existierenden
Klimamodellen keineswegs in allen Teilen
der Welt zum numerisch oder prozentual
gleichen Anstieg der Temperaturen
führen würde, dass in seenahen
Gebieten wie Bordeaux der
Temperaturanstieg eventuell durch das
gleichzeitig vorhergesagte Ausbleiben
warmer Meeresströmungen ausgeglichen
werden könnte, dass schließlich für
einzelne Mikroklimata mit den
existierenden Modellen gar keine
präzisen Prognosen getroffen werden
können - all das scheint diesen
US-Medien viel zu kompliziert, um damit
ihre Leser zu
"belästigen".
|
|
|
|
Kalauer: Weltmeisterschaft im Korkenwerfen
|
(12/06/08) -
Eine
1. Internationale Weltmeisterschaft im
Weinkorkenweitwurf haben drei
sächsische Weingüter für diesen
Sonntag angekündigt. Die Idee, die
von Karl Friedrich Aust vom
gleichnamigen Radebeuler Weingut und
von dem Dresdner Sommelier Silvio
Nitzsche stammt, wird aus
Anlass eines örtlichen Weinfestes in
die Tat umgesetzt, für das man sich wohl auf
diese Weise auch überregionale
Resonanz erhofft. Ob mögliche
Teilnehmer deshalb allerdings eine
längere Anreise als die in den
Teilnahmebedingungen ausgeschriebenen
"50 m Anlauf" in Kauf
nehmen, sei dahingestellt.
|
|