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März
2008
Toskana,
Teil 1
zu Teil 2
zu Teil 3
Seit
mehr als einem Jahrzehnt bilden die drei
"Anteprime", die Vorpremieren, des
zentraltoskanischen Weinbaus jetzt schon Gelegenheit, die
neuesten Weinjahrgänge zu beurteilen, und auf Einladung der
drei Weinbauverbände Chianti Classico, Nobile di
Montepulciano und Brunello di Montalcino konnten wir auch in
diesem Jahr wieder eine Woche lang einen breiten Querschnitt
der zuletzt zum Verkauf freigegebenen Jahrgänge sowie eine
kleine Zahl Fassproben des jüngsten Jahrgangs (in diesem Fall
2007) verkosten. Ergänzt haben wir diese Probennotizen um
Unterlagen aus verschiedenen Präsentationen, v. a. in
Hamburg, der letzten beiden Jahre - im Vorjahr konnten wir die
"Anteprime" leider nicht besuchen - sowie durch
Weine, die uns von den Spitzenbetrieben der Region in Folge
einer kleinen Ausschreibung nach der Toskanawoche in die
Redaktion geschickt wurden. Darunter war auch eine kleine
Anzahl Weine von der toskanischen Küste, die das
hervorragende Bild des Weinbaus der Region noch abrundeten.
Schon
lange konnten wir nicht mehr so viele 5-Sterne-Weine
verkosten, und mindestens ebenso lange ist es her, dass wir in
einem einzigen Verkostungsreport gleich vier Mal die Traumnote
"5 Sterne +" vergeben durften - die prämierten
waren, in der Reihenfolge ihrer Bewertung, der Masseto 2004
von Ornellaia, der Solaia 2003 von Antinori, der Brunello
Pianrosso 2003 von Ciacci Piccolomini und der Giorgio I 2004
von La Massa. Dabei bot, nach einigen Enttäuschungen in der
Vergangenheit, vor allem der Chianti Classico ein überaus
erfreuliches Bild. Der 2006er Jahrgang zeigte weithin klare
und typische Aromen, mit viel Kirschen und Lakritz, aber auch
etwas Unterholz und Waldkräutern, und vor allem große
Ausgewogenheit. Immer klarer treten die beiden Stilrichtungen
zu Tage, die man so beschreiben könnte: Auf der einen Seite
Eleganz und Säurespiel, Sortentypizität des Sangiovese, auf
der anderen Konzentration sowie Beeren- und Würzaromen im
internationalen Stil. Welche Stilrichtung dem Einzelnen besser
gefällt, muss er selbst entscheiden - auf Dauer fragt es sich
aber, ob es nicht sinnvoller wäre, die Weine im
internationalen Stil gleich unter der Igt-Herkunftsbezeichnung
Toscana zu vermarkten oder eine gänzlich neue Denomination
für sie zu erfinden.
Diese
Sangiovese-Typizität fehlte leider beim Nobile 2005 über
weite Strecken, was sich in einem Mangel an aromatischem
Ausdruck und Eleganz niederschlug. Hier enttäuschten einige
der exzellenten Betriebe aus früheren Zeiten, während sich
eine ganze Reihe Newcomer mit herrlichen Weinen
präsentierten. Auch beim Brunello konnte man Befürchtungen
hegen, da der präsentierte Jahrgang 2003 ungemein heiß war
und die Gefahr sehr bitterer, trockener Tannine schon im
Vorfeld von vielen teilnehmenden Verkostern an die Wand gemalt
worden war. Tatsache ist, dass viele Winzer beim Vinifizieren
dieses Jahrgangs offenbar aus den Erfahrungen der
Vergangenheit gelernt hatten und lieber auf eine letzte Stufe
Konzentration verzichteten, dafür aber sehr gut trinkbare
Weine präsentierten. Dass es auch in diesem Jahrgang möglich
war, herrliche Weine zu keltern, beweist die kleine Gruppe
5-Sterne-Weine - auch wenn die eine oder andere der guten
Proben ihre Ausgewogenheit und Frische vielleicht durch einen
guten Schuss Wein aus jüngeren Jahrgängen erhielt, was
innerhalb gewisser Grenzen ja erlaubt ist.
Wenn
Sie einen der unten stehenden Erzeugernamen (ohne Zusätze wie
"Weingut" etc.)
in das folgende Feld
eingeben, öffnet sich die entsprechende
Suchabfrage in
unserer Weingutsdatenbank. Für die Suche des Weinguts auf den Karten
von Map24 klicken Sie bitte auf den Link "Geosuche
Europa" und geben Sie die Adressangaben vor diesem Link
in das dortige Suchfeld ein.
Die fehlende
Betriebsbewertung einiger Weingüter ist in der Regel darauf
zurückzuführen, dass wir in den letzten zehn Jahren zu
wenige ihrer Weine verkosten konnten, um zu einer schlüssigen
Gesamtaussage zu kommen.
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Az. Agr.
Fattoria
di Albola Spa - Castello d'Albola
Loc. Pian d'Albola, 31 I - 53017 RADDA IN CHIANTI Italien
(Geosuche
Europa)
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****
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Chianti Classico -
2004 Ris.:
gutes Kirschrot, saubere,
feine Aromen, etwas verhalten, am Gaumen kompakt, gute
Harmonie und korrekte Länge im Abgang, guter Wein
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***
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Chianti Classico -
2005:
mittleres, schon sehr
reifes Rot, wenig Tiefe und Ausdruck in der Nase und am
Gaumen, nur etwas klebriges Tannin
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****
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Chianti Classico Ellere
2004:
frisches, schönes Rubin,
verhaltene, saubere Nase, am Gaumen dicht und kräftig,
aber ohne viel Finesse und Länge
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@@ Az. Agr.
Altesino
www.altesino.it
Loc. Torrenieri I
- 53028 MONTALCINO Italien (Geosuche
Europa)
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Brunello di Montalcino -
2003:
mittleres, reifes Rot,
verhaltene, müde Nase, bitteres Tannin mit viel Schärfe
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*****
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Brunello di Montalcino Montosoli
2001:
gutes, noch frisches Rot,
in der Nase rote Früchte, auch animalische Würze,
Liebstöckel, Tannin sehr der Vorverko | |