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WorldWine Reportage

Die bisherigen Portraits und Reportagen     
   

Elsass von gestern? 

von André Liebe

Schwere, alkoholische Weißweine sind immer weniger gefragt. Nur im Elsass halten die Winzer - zumindest bei den Gewächsen aus Top-Lagen - unbeirrt an der Modeerscheinung der frühen neunziger Jahre fest. Und das, obwohl die Exporte nach Deutschland - auf Grund der geografischen Nähe traditionell einer der wichtigsten Märkte - seit Jahren kontinuierlich zurückgehen.

Schuld an diesen Export-Einbrüchen ist zwar nein numerisch gesehen der Edelzwicker, aber auch bei den anderen Weinen der Region herrscht Stagnation. Weine aus dem Elsass haben hier zu Lande ein altmodisches Image und sind in der Regel teuer. 

Da hilft es relativ wenig, wenn der Weinbauverband der Region, der Conseil Interprofessionnel des Vins d'Alsace seit einiger Zeit versucht, die mineralisch geprägten und wuchtigen Tropfen als ideale Begleiter zur fernöstlichen Küche anzupreisen. Serge Dubs, der preisgekrönte Sommelier des Drei-Sterne-Restaurants Auberge de l'Ill in Illhäusern, sprach kürzlich bei einer Grand-Cru-Verkostung in München höchstpersönlich von “barocken Weintypen", die das Elsass charakterisierten. Daran, so Dubs, solle sich auch in Zukunft nichts ändern.

Vergleich mit Bordeaux und Burgund

Statt auf die Entwicklung modernerer, zeitgemäßerer Weine setzen die Elsässer offenbar auf eine andere Strategie der Vermarktung: den direkten Vergleich mit den Gewächsen von Médoc und Côte de Beaune. “In Bordeaux und Burgund hat niemand Probleme damit, die Alterungsfähigkeit der Weine zu akzeptieren. Im Fall der Elsässer tut man sich damit aber schwer", beklagt Dubs, der seit drei Jahren in deutschen Landen die Werbetrommel für die Tropfen aus seiner Heimat rührt. 

Der Hintergrund dieser Aussage ist klar: Bei einer kürzlich in München organisierten Verkostung zeigte sich, dass Weine der Jahrgänge 1999 bis 2001 - so der Riesling Grand Cru Mandelberg von Edgard Schaller oder der Riesling Grand Cru Schlossberg von Colette Faller - durchweg verschlossen wirkten. Mit ihrem hohen Alkoholgehalt (selbst 14 vol. % sind keine Seltenheit) und dem meist recht üppigen Restzucker brauchen ein paar Jahre, bevor sie sich entfalten und öffnen - unter der Leider aber wird häufig versucht, mit hohen Alkoholgraden die Weine besser wirken zu lassen, als sie es von ihrer Substanz her sind.

Erklärungsbedürftige Weine

Gleichwohl appelliert Serge Dubs an Deutschlands Fachhändler, sich davon nicht schrecken zu lassen und ihre Kunden von einer Investition für die Zukunft zu überzeugen. “Man muss den Leuten erklären, dass sie ihren Weißwein aus dem Elsass fünf bis zehn Jahre im Keller lagern sollen", so Dubs. Dies sei zwar nicht einfach, aber bei Bordeaux oder Burgund klappe es schließlich auch, meinte er. Dass sich die Winzer zwischen Straßburg und Colmar in einer Reihe mit den Kollegen aus dem Burgund sehen, kommt nicht von ungefähr. Wenn Wein-Guru Robert Parker in seinem "Wine Advocate" nur zwei Burgunder, dafür aber fünf Elsässer mit Höchstnoten bedenkt (wir berichteten in den EWW-News), dann kann dies den Blick für die Realitäten natürlich trüben.

Dass es auch anders geht, dass also ein Grand Cru d¹Alsace schon in jungen Jahren ein Vergnügen bereiten und obendrein noch geschliffene Eleganz sowie frische Fruchtigkeit aufweisen kann, wurde in München erfreulicherweise auch gezeigt. Und zwar von Albert Hertz mit einem Riesling 1999 Grand Cru Pfersigberg sowie von Marcel und José Ebelmann mit einem Gewürztraminer 2001 Grand Cru Zinnkoepfle. Wenn es von solchen Weinen mehr im Elsass gäbe, dann bräuchte auch niemand mehr neidisch nach Burgund oder Bordeaux zu blicken.

Südtiroler Ureinwohner

von Erich Grasdorf und Eckhard Supp

Der Autochthone ist griechisch und laut Lexikon ein Ureinwohner, ein Alteingesessener. Autochthone Rebsorten sind also solche, die in einer bestimmten Gegend schon seit Urzeiten angebaut werden. Dass diese Reben sich immer mehr Freunde machen, hat nichts mit Heimatschutz zu tun, sondern damit, dass die daraus gewonnenen Weine sich vom internationalen Mainstream durch einen eigenständigen Charakter abheben und überraschende Geschmackserlebnisse vermitteln: "Aha, so kann Wein also auch sein."


Bozen mit den Weinbergen des Bozener Leitens 
(alle Fotos: E. Supp)

Südtirol ist die Heimat von Gewürztraminer, Vernatsch und Lagrein. Ganz so sicher ist das beim Gewürztraminer jedoch nicht. Tatsächlich wurde der Traminer in und um Tramin schon vor 1000 Jahren kultiviert. Nur eben: Der Traminer - ohne "Gewürz" davor. Denn der Ur-Traminer neigt wie der Pinot zur Mutation. Ob er identisch ist mit dem Gewürztraminer, der ursprüglich wohl aus dem Rheingau oder der Pfalz stammt, ist umstritten. 

Man muss Gewürztraminer nicht in den Mund nehmen, um ihn zu erkennen. Sein Rosenduft ist überwältigend. Wie alles an diesem Wein: die tiefgelbe Farbe, das oppulente Aroma, der volle Körper und oft auch der Alkoholgehalt. Man sagt dann in Italien, er habe "tanto di tutto", viel von Allem. Das lässt sich zum Beispiel vom Nussbaumer Gewürztraminer der Kellerei Tramin sagen: Ein sehr komplexer, harmonischer Wein, mit üppigem Rosenaroma, in den sich Noten von exotischen Blüten mischen. Er ist vollmundig, hat Säure und einen imposanten Abgang. Ebenfalls den typischen Duft verströmt der Kastelaz Gewürztraminer von Elena Walch. Er ist vollmundig und bleibt einem lang. Nicht ganz so ausgeprägt dagegen, eher dezent und mittelgewichtig, dafür mit Finesse und Eleganz ausgestattet ist der Kolbenhof Gewürztraminer vom Weingut Josef Hofstädter. Da treffen zwei verschiedene Stilrichtungen aufeinander.

Vernatsch alias Trollinger

Der Vernatsch wird im Trentino Schiava genannt, in Württemberg Trollinger, wohl von Tirolinger. Aus Vernatsch wird der Grossteil der Südtiroler Rotweine gekeltert. So der Kalterersee und der St. Magdalener. Lesen Sie bitte trotzdem weiter! Denn der Vernatsch ist zwar nie schwergewichtig, aber für einige bekömmliche Weine gut, die nicht nur zu Südtiroler Speisen passen. Was in einem Vernatsch alles stecken kann, zeigt Graf Franz Pfeil vom Ansitz Kränzl mit seinem 2000er Baslan: dezente Kirschenaromen mit würzigen Noten, mittelgewichtig und mit guter Säure, fruchtig und ausgewogen. Auch der St. Magdalener Premstallerhof des Jahrgangs 2001von der Weinkellerei Rottensteiner hat den typischen Kirschenduft mit einem Hauch von Mandeln, eine saftige Säure und ein feinherbes Tannin. Ein kräftiger, charaktervoller Wein.
 


Die Dörfer der Weinstraße, wie sie der Reisende kennt. Hinter den traditionsreichen Fassaden verstecken sich seit langem modernste önologische Technik und eine Gastronomie von Spitzenniveau. 


Ein wirklicher Autochthoner, den man sonst nirgendwo sonst antrifft, ist der Lagrein. Rund um den Bozener Stadtteil Gries und im Südtiroler Unterland liefert diese edle Rebsorte die Trauben für einige ganz grosse Rotweine. Aus besten Lagen stammt der 99er Lagrein Riserva der Klosterkellerei Muri-Gries. Das ist eine Gründung Schweizer Benediktiner, die nach der Säkularisierung der Abtei Muri ins Südtirol emigrierten. Es leben immer noch Schweizer Patres dort, doch als Kellermeister amtiert ein weltlicher Südtiroler: Christian Werth. Zum Wein: Seine Farbe ist schwarzrot und undurchdringlich. Fast dezente Aromen von schwarzen Beeren mit würzigen Noten lassen nicht sofort darauf schliessen wie vollmundig und konzentriert diese Riserva ist. Die Säure und das hervoragend integrierte Tannin verbinden sich zu einem eleganten, strengen Wein mit grossem Alterungspotenzial. Eine ebenso gesicherte Zukunft dürfte der 98er Porphyr der Kellerei Terlan haben. Der komplexe, imposante Wein von dunklem Rot überzeugt ebenfalls mit gut eingebundenem, kräftigem Tannin und saftiger Säure. Der Nase bietet er den Duft von schwarzen Steinfrüchten und Röstnoten.

Die Kellereien dominieren

Das Alto Adige, wie es auf Italienisch heisst, ist eines der ältesten Anbaugebiete Europas. Bereits die Alten Römer schwenkten sich den Wein aus der damaligen Provinz Rätien in die Toga. Das Südtirol ist zudem eine der kleinsten Weinbauregionen des Landes. Lediglich 5.000 Hektar Rebberge liegen auf 900 bis 2.000 Metern Höhe in den Tälern längs der Etsch zwischen Meran und Salurn und entlang der Eisack zwischen Brixen und Bozen.  Der Wein setzt 10.000 Südtiroler ins Brot. Sie arbeiten in 5.000 Betrieben, darunter 16 Kellereigenossenschaften, etwa 40 privaten Kellereien, und unzähligen kleinen Weinbaubetrieben. Zusammen produzieren sie jährlich 400.000 Hektoliter Weiss- (35%) und Rotwein (65%).

Das Herz des modernen Südtiroler Weinbaus liegt im Gebiet des Überetsch, einer kleinen Hochebene oberhalb des breiten Tals des Etsch südlich von Bozen, der Provinzhauptstadt. Daneben wachsen noch im Bereich zwischen Terlan und Meran, Etsch-aufwärts gelegen, im Vinschgau um Meran selbst, im Eisacktal nördlich von Bozen sowie an den Hängen oberhalb der Stadt,und schließlich im Gebiet von Mazzon am linken Etsch-Ufer Trauben für herrliche, Weiß- und Rotweine, wobei all diese Gebiete aber nicht an die Qualitätsdichte und den Bekanntheitsgrad des Überetsch heranreichen.

Überetsch 

Die natürlichen Bedingungen für eine große Wein-Vielfalt sind ideal: Die Bandbreite der Bodenarten reicht vom fruchtbaren Schwemmland des Etschtals bis hin zu den Verwitterungsböden der Dolomitenhänge, und was das klimatische Umfeld betrifft, so genießt Südtirol einerseits mediterrane Wärme mit jährlich rund 2.000 Sonnenstunden, während andererseits das Hochgebirgsklima mit seinen sehr kühlen Nächten dafür sorgt, dass die Trauben viel Aromastoffe ausbilden und finessenreiche Weine mit schönem Bukett geben.

Von frischen, spritzigen und aromatischen Weißweinen reicht das Spektrum bis hin zu kräftigen, festen und alterungsfähigen Rotweinen. Dabei geht der Trend schon seit langem weg von allzu einfachen, lieblichen Weinen hin zu Gewächsen, die mit ihrer Vielschichtigkeit und ihrer Ausdruckskraft den Vergleich mit den besten toskanischen oder Piemonteser Weinen nicht zu scheuen brauchen. Die besten stammen aus so genannten internationalen Sorten, den roten Cabernet Sauvignon und Spätburgunder sowie den weißen Chardonnay und Sauvignon blanc.
 


Die Hochebene des Überetsch bildet das Kernstück des Südtiroler Weinbaus. Von hier stammen die meisten Top-Weine der Region.  

  
Um diese exzellenten Weine überhaupt erzeugen zu können, mussten die Südtiroler allerdings nicht nur ihre Kellertechnik, sondern vor allem ihre Weinbau-Philosophie einem radikalen Wandel unterziehen. Anstatt wie bisher das Schwergewicht der Arbeit auf die Erzeugung großer Mengen zu legen, bekehrten sie sich zu strengen Mengenbegrenzungen, der wichtigsten Voraussetzung für hochwertige Weinqualitäten. Gleichzeitig pflanzten Sie weithin die erwähnten internationalen Rebsorten aus und ersetzten die traditionellen Pergeln durch moderne Rebspaliere, wie man sie in anderen Weinbaugebieten der Welt kennt.

Winzer, Genossen und Händler

Den Startschuss zu diesem Wandel hatte Südtirol – anders als viele andere italienische Regionen – nicht einmal vorrangig seinen fast 6.000 Winzerbetrieben, sondern einer Handvoll großer Handelskellereien und Genossenschaften zu verdanken. Vor allem diejenigen Betriebe, die schon durch ihre Größe und ihrer Export-Abhängigkeit besonders unter der Image- und Absatzkrise der Vernatsch-(Kalterer-See-)Weine in den achtziger Jahren gelitten hatten, machten sich zu den vehementesten Befürwortern des neuen Weinstils. Kellereien wie die des heute international anerkannten Südtiroler Star-Erzeugers Alois Lageder und die Genossenschaften von Terlan, Schreckbichl, Kaltern oder Kurtatsch brachten damals fast über Nacht Weine auf den Markt, die mit der Vergangenheit brachen und aufhorchen ließen.

Trotz oder vielleicht gerade wegen dieses Wandels hat Südtirol als Weinland nie seine Attraktivität als Reiseziel und den traditionellen Charme seiner Weindörfer verloren. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als sich viele Besucher mit ihrem Viertel Kalterer See zufrieden gaben, suchen die Weinreisenden unserer Tage in den Kellern rund um Bozen allerdings meist andere, wertvollere Schätze. Die beliebteste Art, das Weinland Südtirol zu erkunden, sind Ausflüge entlang der Weinstraße, die sich ihren Weg über das gesamte Überetsch bis an die Grenze zum Trentino bei Salurn durch die Weinberge bahnt.

Die Weinstraße

Obwohl sie oft mit dem Überetsch gleichgesetzt wird, beginnt die Weinstraße bereits in Terlan, der berühmten Weinbaugemeinde an der Straße von Bozen nach Meran. Die Stärke Terlans sind seine erstaunlich alterungsfähigen Weißburgunder, die übrigens hervorragend zur zweiten Spezialität des Ortes, dem Spargel munden. Über Andrian führt die Straße nach Schloß Sigmundskron, wo der Aufstieg auf das Hochplateau des Überetsch beginnt. Gleich die erste Gemeinde auf dem Weg beherbergt einige der interessantesten Betriebe der Gegend: die Genossenschaft von Schreckbichl und die Kellerei Niedermayer. Obwohl hier noch weithin traditionelle Pergeln das Bild bestimmen, die in der Südtiroler Tradition für den unglücklichen Massenweinbau vergangener Jahrzehnte stehen, findet man immer öfter auch gut gepflegte, nach Qualitäts-Kriterien angelegte Weinberge mit modernen Spalieren, an denen dicht an dicht gepflanzte Reben wachsen.

Eppan mit seinen beiden Spitzenkellereien St. Pauls und St. Michael, die erste Ortschaft auf der Höhe des Überetsch, ist auch ein beliebtes Ziel für Gourmets, denen ein Halt im Feinschmecker-Lokal „Zur Rose“ als unverzichtbar gilt, während andere wiederum den urgemütlichen Marklhof in Girlan vorziehen. Die Weinstraße, die von hier an in leichten Wellen über die Hügel oberhalb des Etschtals streift, und die sich auch für leichte Radtouren eignet, erreicht nach wenigen Kilometern Kaltern, den Ort, dessen kleiner See dem bekannten Rotwein aus Vernatsch-Trauben seinen Namen gab.

Dichte, kräftige Weiße und Rote

Kaltern besitzt nicht nur hervorragend arbeitende Genossenschaftskellereien wie die Erste & Neue und die Kalterer Kellerei, sondern hier hat mit Schloss Salegg auch einer der renommierten privaten Erzeuger seinen Sitz. Der Stil der Weine wird von jetzt an immer kräftiger, immer reicher. Cabernet Sauvignon und Chardonnay, Spät- und Grauburgunder haben hier den traditionellen Sorten wie Gewürztraminer, von dem man vermutet, dass er ursprünglich sogar aus dem nahen Tramin stammt, nur noch wenig Platz gelassen.

Die Gemeinden, die südlich von Kaltern an der Weinstraße aufgereiht liegen, gelten zu Recht als Zentrum des Südtiroler Qualitätsweinbaus. Tramin mit der gleichnamigen Kellerei und dem Weingut J. Hofstätter, Kurtatsch, wo die Schlosskellerei Turmhof schon seit vielen Jahren herrliche Rotweine keltert, und schließlich Margreid, wo der bereits erwähnte Alois Lageder mit Löwengang und Hirschprunn gleich zwei Weinhöfe – sie werden hier „Ansitz“ genannt – besitzt, haben in den letzten zehn Jahren für einen Gutteil des Renommées gesorgt, das Südtiroler Weine heute genießen.

Wo das Tal wieder breiter wird, dicht an der südlichen Grenze der Provinz zum Trentino, ist es das andere Etsch-Ufer, auf dem die interessantesten Weine wachsen. In Salurn hat sich Gut Haderburg vor allem auf Sekte spezialisiert, und im kleinen Weiler Mazzon, nur wenige Kilometer nördlich von hier an den Hängen der Dolomiten, wachsen die vielleicht besten Spätburgunder-Trauben der Provinz. Die legendären Weine von Villa Barthenau, die aus ihnen gekeltert werden, können es in guten Jahren selbst mit roten Burgundern aufnehmen.

Wer auch die übrigen Weinbauzonen Südtirols erkunden will, der sollte es nicht versäumen, die Bozener Stadtteile Gries – hier wachsen die berühmtesten Lagrein-Trauben mitten im Stadtgebiete – und Sankt Magdalena an den Hängen des berühmten Bozner Leitens zu besuchen. Auch die hiesigen Weingüter und Kellereien bieten Spitzenweine zu anständigen Preisen. Wer dagegen Spitzen-Sekte sucht, muss die Höhen der Berge nördlich der Hauptstadt erklimmen. Hier, in Mölten, erzeugt Josef Reiterer die besten Schaumweine der Provinz im aufwändigen Flaschengär-Verfahren der Champagne. Wieder im Tal, empfehlen sich Abstecher nach Meran und in den Vinschgau, oder auch nach Brixen im Eisacktal, wo die „nördlichsten“, spritzigsten und säurebetontesten Weine Südtirols wachsen.

 

Eine Auswahl der besten Weine der Region finden Sie in unserem großen Südtirol-Verkostungsreport aus dem Monat Dezember 2002.

Ausgewählte Erzeugerbetriebe Südtirols:

Kellerei Schreckbichl, I - 39050 Girlan, Tel: 0471-664246, e-mail: info@colterenzio.com, Website: www.colterenzio.com, Die mit Abstand beste Genossenschaft der Provinz: Cabernet Sauvignon Lafòa, Chardonnay Cornell und der rote Cornelius sind die Spitzen einer ungewöhnlich breiten Qualitätspalette.

Erste & Neue Kellereigenossenschaft, I - 39052 Kaltern, Tel: 0471-9631223, e-mail: info@erste-neue.it, Das Produkt einer Fusion zweier Kalterer Genossenschaften. Die besten Weine kommen unter dem Markennamen Puntay in die Flasche – bemerkenswert der Gewürztraminer.

Kellerei Gries, I – 39100 Bozen, Tel: 0471-270909, Der Klassiker unter den Lagrein-Weinen aus einen Weinberg mitten im Stadtgebiet von Bozen.

Weingut Griesbauerhof, I – 39100 Bozen, Tel: 0471-973090, Kleines Weingut mit gutem Pinot grigio

J.Hofstätter,  I – 39040 Tramin, Tel: 0471-860161, e-mail: info@hofstaetter.com, Einer der Renommierbetriebe der Provinz. Erzeugt mit dem Villa Barthenau Sant Urbano den besten Spätburgunder Italiens; auch Gewürztraminer und der rote Yngram sind hervorragend.

Kellereigenossenschaft Kurtatsch, I – 39040 Kurtatsch, Tel: 0471-880115, e-mail: info@kellerei-kurtatsch.it, Herrliche Rotweine vor allem aus Cabernet und Merlot

Weingut & Weinkellerei Alois Lageder und Weingut Cason Hirschprunn ,  I - 39040 Margreid, Tel: 0471-809500, e-mail: info@lageder.com, Eine der ersten großen Handelskellereien, die ganz auf Spitzenqualität setzten; heute der unumstrittene Star in Südtirol. Die Weine werden im Ansitz Löwengang in Margreid gekeltert – beste Gewächse sind der Cabernet Sauvignon Römigberg, der Chardonnay Löwengang und der Pinot grigio Benefizium Porer. Die Weine des Spitzenweinguts Cason Hirschprunn, der weiße Contest und der rote Casòn, gehören zum Besten, was Südtirol zu bieten hat.

Weingut – Kellerei Josef Niedermayr, I - 39050 Girlan, Tel: 0471-662451, e-mail: info@niedermayr.it, Lagrein, Blauburgunder und Cabernet auf höchstem Niveau

Heinrich Plattner, I – 39100 Bozen, Tel: 0471-973245, An den Hängen nördlich Bozens wachsen Plattners herrliche Rotweine und seine Spezialität, der liebliche, hellrote Rosenmuskateller.

Kellereigenossenschaft Sankt Magdalena, I – 39100 Bozen, Tel: 0471-972944, e-mail: info@kellereimagdalena.com, Neben dem klassischen Lagrein Dunkel hat die Genossenschaft aus Bozen auch guten Cabernet und Chardonnay im Programm und natürlich den klassischen Sankt Magdalener.

Kellerei St. Michael Eppan, I - 39057 Eppan, Tel: 0471-664466, e-mail: kellerei@stmichael.it, Mit der Linie Sankt Valentin und dem Weißburgunder Schulthauser gehören die Genossen von Eppan schon seit langem zur Südtiroler Spitze.

Kellereigenossenschaft St. Pauls, I - 39057 Eppan, Tel: 0471-662183, In Sankt Pauls keltert man neben Merlot und Lagrein auch weißen Terlaner.

Kellereigenossenschaft Terlan, I – 39018 Terlan, Tel: 0471-257135, e-mail: office@kellerei-terlan.com, Website: www.kellerei-terlan.com, Die Kellerei aus der Spargel-Gemeinde verkauft noch gelegentlich exzellente, Jahrzehnte alte Weißweine des legendären Kellermeisters Sebastian Stocker.

Kellereigenossenschaft Tramin, I – 39040 Tramin, Tel: 0471-860126, e-mail: info@tramin-wine.it, Die Traminer sind in den letzten Jahren in die Spitzengruppe des Südtiroler Weinbaus aufgestiegen.

Vivaldi - Arunda, I – 39010 Mölten, Tel: 0471-668033, e-mail: arunda@dnet.it, Josef Reiterer erzeugt in Mölten einige der besten, flaschenvergorenen Schaumweine Italiens.

Die bisherigen Reportagen und Portraits

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Verzeichnis nach Ländern

Allgemeines Bio allein macht keinen guten Wein (2003)
Die Gesundheitsdebatte (2003)
Verkannte Neuzüchtungen (2002)
Kork - Die unendliche Geschichte (2002)
 
Australien Neue Welt mit Charme - Hunter Valley (2003)
Weinbau in den Roaring Fourties - Tasmanien (2002)
Edle Tropfen in down under - Südaustralien (2001)
 
Chile Die Erben der Konquistatoren (2002)
  
Deutschland Weingut direkt ... aus dem Internet (2004)
Der Bioprofessor vom Mittelrhein (2004)
Weinberg in Not - Homburger Kallmuth (2002)
Aufbruch in der Südpfalz (2002)

Weine von der Hütt' - St. Antony (2002)
Frankreich Klein und begehrt - Les-Baux-de-Provence (2003)
Champagne-sur-Loire - Bouvet Ladubay (2003)

Charles Philipponnat (2003)

Elsass von gestern? (2003)
Chablis - Der andere Chardonnay (2002)

Bordeaux-Connection (2002)

Ein Württemberger im Bordelais (2002)

Monsieur BiB - Bernard Ducourt (2002)

Achterbahn am Rhein - Das Elsass (2002)

Dom Pérignon und die Witwe - Champagne-Story (2000)

Tannat kommt von Tannin - Weine der Gascogne (2000)
Päpste, Händler, Genossen - Das Rhônetal (1999)
Süße, wilde Orchidee - Vanille auf Réunion (1999)
Kleiner Bruder mit Pfiff - Unbekannter Armagnac (1999)
Scharfes Handwerk - Das schönste Messer der Welt (1998)
Neuer Anlauf für Villages - Côtes-du Rhône auf dem deutschen Markt (1998)
Abschied vom deutschen Markt? - Das Elsaß übt sich im freien Fall (1998)
Der schüchterne Superstar - Syrah-Weine an der Rhône (1998)
Das Salz des Lebens - Guérande und seine Salzgärten (1998)
Großbritannien:  Whisky trails - Auf den Spuren der Schnapsbrenner in Schottland (1997)
 
Italien Ureinwohner - Südtirol (2003)
Neuer Wind - La Stoppa (2002)

Mode und Wein - Vittorio Giulini (2002)

Krieg der Stile - Barolo (2002)

Der Kämpfer von La Morra - Elio Altare (2002)

Marketing-Frühling in Südtirol - wein.kaltern (2002)

Im Schatten der Toskana - Die mittelitalienischen Regionen (2000)

Weinkarriere am Brenner - Das Trentino (1999)
Der Erfolg geht weiter - Italiens Prosecco sucht Identität (1998)
Die Revolution auf samtenen Füßen - Das Piemont auf dem Weg in die Moderne (1998)
Karriere mit Grenzen - Franciacorta - Italiens kleine Champagne (1998)
Der schlafende Riese - Das Piave-Gebiet (1998)
Die ideale Weinreise - Portrait des toskanischen Lebensgefühls (1997)
 
Kanada Okanagan - Kanadas Napa Valley (2006) 
Österreich Ambitionierte Genossen - Zantho (2002)
Gestörter Dornröschenschlaf - Stefan Köstenbauer (2002)

Viel Glück gehabt - Willi Bründlmayer (2002)

Miniatur-Toskana - Die Steiermark (1999)
 
Portugal Der Portwein, der keiner ist (2003)
 
Schweiz Energie pur: Marie-Thérèse Chappaz (2002)
 
Spanien Fino, Amontillado oder Oloroso - Jerez sucht seine Zukunft (2002)
Rioja 2002 - zwischen Tradition und Moderne (2002)
Das Jahrzehnt nach der Krise - Rioja wieder im Aufwind (1998)
 
Südafrika Der Visionär vom Kap - Alexander von Essen (2005)
Künstler am Kap - Christoph Dornier (2002)

Ein Land hat Hoffnung - Südafrika Teil 1 (2002)
, Teil 2 (2002)
Ästhet mit Mantra - Hamilton Russel (2002)
  
USA Der alte Mann und der Wein - Mondavi 90 (2003)
Verwöhnter Nordwesten - Washington (2002)

Burgunder-Träume in Carneros (2002)

Gallo - Ein Gigant macht sich schön (2002)

Großes Kalifornien-Dossier - Trends, Betriebe, Sorten, Export (1999)

It never rains in Southern California (1998)

Nicht nur Napa und Sonoma - Weinbau außerhalb Kaliforniens (1998)

© 2001 by Eno-Verlag, Offenbach/Germany