ENO WorldWine
  

WorldWine Reportage

Inhalt
Homepage
Basiswissen
Editorial
EWW-News
Das Dokument

Gewinnspiel
Lexikon K&K

Modern Cooking
Neue Produkte

Portraits
Reportagen

Veranstaltungen
Verkostungen
Weinerlebnis
Weinhighlights
Weinreisen
Weinwissen
Weltstatistik

Service/Archiv
EWW mobile
Fotoarchiv
Kartensuche EU

Kartensuche NAm
Kartensuche Oze
Kartensuche SAm

Leserbriefe
Linkpartner
Magazinarchiv
Newsarchiv
Presse-Service
RSS Feeds
Terminplaner
Verkostungsarchiv
Volltextsuche
Weingutsdaten

Verlag
Anzeigenpreise
Mediastatistik

ENO-Bücher
Eno-Verlag

© 1997 - 2008 by
ENO-Verlag
GmbH

Postadresse:
Perckentinweg 27a

D - 22455 Hamburg
Tel: +49-40-47193475
Fax:+49-40-47193556 

info@enobooks.de
 

Geschäftsführer + 
verantw gem.§ 6 MDSV
Dr. Eckhard Supp
Firmensitz:
D - 63069 Offenbach
Amtsgericht OF
H-Reg. 5 HRB 842
U-ID: DE 114377683

Der ENO-Verlag hat auf die Gestaltung und den Inhalt der auf seinen Seiten verlinkten Fremdangebote keinen Einfluss und distanziert sich ausdrücklich von ihnen. Sobald uns rechts- bzw. sittenwidrige Elemente zur Kenntnis gelangen, werden die betreffenden Links entfernt.

PageRank Checker

Zu den bisherigen Portraits und Reportagen     

 

2003 

Neue Welt mit Charme

von Eckhard Supp

 

Industrielle Massenware? Schwerfällige, alkohollastige Weine? Wenig individuelle und charaktervolle Produkte? Australiens Weine sind auch in Deutschland erfolgreich wie nie zuvor, kämpfen aber auch gegen Vorurteile, wie die kaum eines anderen Weinbau-Landes. Auch wenn diese vielleicht teilweise zutreffen – es gibt noch ein anderes Australien! Das des Hunter Valley beispielsweise, in dem einige der ausdrucksvollsten Weine des Landes entstehen.

 


Blick über die Weinberge zwischen Evans Family und 
The Rothbury Estate. (Fotos: Eckhard Supp)

 

Ein Weingut soll das sein, und auch noch eines der besten? Dieser unscheinbare, graue Bau mit seinen zwei Schuppen und drei Bäumen mitten zwischen den geschäftigen Greens eines gigantischen Golf-Komplexes, dessen Elektrokarren fast ununterbrochen den Staub der Schotterstraße aufwirbeln? Ein Schild vor den großen Wildgattern beseitigt jedoch rasch alle Zweifel: „Chateau Pato. Visits by appointment only“, steht da unübersehbar! Australiens Hunter Valley, eines der traditionsreichsten Weinbaugebiete des fünften Kontinents, nicht einmal zwei Autostunden nördlich der Olympiastadt Sydney gelegen, steckt wirklich voller Überraschungen.

Helen Paterson, die Hausherrin auf Pato, ist eine energische, aber auch ungemein charmante Frau. Besucher warnt sie schon bei der Ankunft: „Eigentlich habe ich gar keinen Wein mehr zu verkaufen!“, aber eine Handvoll Flaschen findet sich dann doch, auch wenn Helen sie nur widerstrebend hervorkramt – fast so als seien es die eigenen Kinder, die man ja auch nur ungern ziehen läßt!

Pioniere

Dafür aber kann die famose Winzerin umso besser erzählen: Immerhin hat sie wie kaum ein anderer im Tal die Geschichte des Hunter-Valley erlebt und erlitten. Vor zwanzig Jahren schon zog es Helen und ihren vor einigen Jahren verstorbenen Mann David – sein Spitzname „Pato“ stand dem Weingut Pate – von Sydney hierher. Pioniergeist und Handarbeit waren zu jener Zeit noch unabdingbare Voraussetzungen, und in Ermangelung größerer finanzieller Ressourcen legten Helen und David eben selbst Hand an, wo immer es Arbeit gab. Schicksalsschläge blieben natürlich nicht aus, aber selbst die Tatsache, dass die Reben das erste Jahr nicht überlebten – Trockenheit vernichtete den jungen Weinberg mit Stumpf und Stiel – entmutigte die beiden Sydneysider nicht.
 


Helen Paterson, Hausherrin auf Chateau Pato 


Die Weine von Chateau Pato – Shiraz, Pinot noir und Gewürztraminer, die inzwischen legendären Ruf besitzen – wurden damals wie heute "the old fashioned way" gemacht, wie Helen gerne betont: Handlese und offene Bottichgärung, manuelles Unterstoßen des Tresterhuts, wie im Burgund, keine Filtration und Hektarerträge, die jeder Idee von Rentabilität Hohn zu sprechen scheinen. Die Resultat aber sind spektakulär! So wie beim Shiraz, einem Wein von dichtem, fast undurchdringlichem Purpurrot, mit üppigem Duft nach Brombeeren, Cassis und Süßholz sowie einem reichen, fruchtigen Körper, der viel Eleganz und Länge im Abgang bietet.

Shiraz und Sémillon

Wie in vielen australischen Weinbaugebieten ist der Shiraz, die französische Syrah-Traube, auch im Hunter Valley die meistverbreitete und wohl auch beste Rotweinsorte. Im Gegensatz aber zum heißen Landesinneren und Südaustralien, wo die Weine der Sorte eine enorme Wucht und Kraft entwickeln, zeigen sich sich hier, unter dem mildernden Klimaeinfluss des nahen Meeres, von einer eleganteren, filigraneren Seite und besitzen enorme Langlebigkeit.

Das kleine Chateau Pato, wo heute Sohn Nicholas die technische Verantwortung übernommen hat, ist nicht nur wegen des Pioniergeistes seiner Gründer typisch für das Hunter Valley. Neben den bekannten Großkellereien, die in den letzten Jahrzehnten den Ruf der Region und des des australischen Weins generell begründeten, den Rothbury, Lindemans, Mount Pleasant, Tyrell’s, Rosemount oder Wyndham, findet man hier nämlich auch mehr als 100 mittlere und kleine „wineries“, Betriebe, die ihre Weine meist nur an der „cellardoor“ – so nennt man in Australien die Probier- und Verkaufsstuben – an Stammkunden verkaufen.

Eine dieser so genannten Boutique-Wineries, genauer gesagt die erste der Art und bereits 1963 gegründet, gehört Stephen Lake, dessen Vater Max hier seinerzeit die ersten Reben setzte. Lake’s Folly, Lakes Verrücktheit – der Name der kleinen Weinfarm, deren weißgestrichene Gebäude am Eingang von Broke Road, der Hauptstraße des Wein-Valley, zum Besuch einladen, ist so etwas wie ein Programm! Eine Verrücktheit war es schon, daß Stephen 1977 ohne jegliche Vorkenntnis in den väterlichen Betrieb einstieg und dessen Leitung 1982 übernahm. Wirklich verrückt muß eingefleischten Hunter-Kennern auch die Weinpalette des Gutes vorkommen, wo von Anfang an mit Cabernet und Chardonnay lediglich zwei Sorten kultiviert wurden, die noch dazu in der damaligen Zeit im Tal Raritäten waren. Last but not least macht auch der knurrige, brummelnde Winzer dem Namen des Guts alle Ehre, der in seinem fast vorsintflutlich wirkenden Keller exzellente Weine macht, von denen vor allem der Cabernet mit seinen Zedernaromen und der klassischen, festen Struktur sehr europäisch wirkt.

Falscher Riesling 

Im Gegensatz zu Kalifornien hat Australien sein Weinbau-Image nicht auf Chardonnay und Cabernet, die Starsorten des internationalen Weinbaus der achtziger und neunziger Jahre gegründet. Statt dessen setzte man hier vor allem auf Semillon, wobei allerdings in jüngster Zeit die Chardonnay-Kulturen derart expandierten, daß dieser zumindest von seiner mengenmäßigen Führungsposition verdrängt wurde. Australischer Semillon – die klassische weiße Bordeaux-Sorte wird hier schon seit Anfang des 19. Jahrhundert kultiviert –, der sich in der Jugend oft recht verschlossen gibt, zeigt mit oder ohne Barrique-Ausbau nach bis zu zehn oder gar zwanzig Reifejahren in der Flasche eine ungewöhnliche aromatische und geschmackliche Fülle mit Honig-, Nuß- oder Butternoten, die immer von einer prägnanten Zitrusfrische getragen sind. Daß die Weine dieser wie anderer Sorten lange Zeit als „Riesling“ etikettiert wurden, so wie man Shiraz oft unter dem Namen Hermitage verkaufte, gehört heute glücklicherweise zu den schon fast vergessenen Jugendsünden des australischen Weinbaus, und auch die Zeit der allzu plumpen, hochfarbigen und oxidierten Weißen scheint sich ihrem Ende zuzuneigen.
 


Australien - das bedeutet nicht nur Hightec und Weinchemie, sondern oft auch Romantik und erstaunlich traditionelles Weinmachen, wie im Falle von Pepper Tree - im Bild ein Foto des Restaurants Roberts - und der Keller von Tyrrell's Vineyards.

  
Len Evans, eine der markantesten Persönlichkeiten der australischen Weinindustrie, betont deshalb zu Recht, daß die Weißen der Region für New-World-Verhältnisse nicht nur ungewöhnlich alterungsfähig sind. „Was viel wichtiger ist,“ betont er, „ist die ausgeprägte, finessenreiche Gebietscharakteristik der Weine, die sie zu wirklich einzigartigen Gewächsen macht“. Der ebenfalls aus Sydney stammende Gastronom, Weinhändler, Weinautor und Bildhauer – die zahlreichen beeindruckenden Steinskulpturen an der Zufahrt zu seinem Weingut Evans Family stammen aus seiner Hand – machte schon 1969 durch die Gründung eines der historischen Betriebe des Valley, des Rothbury Estate, auf sich aufmerksam.

Sonderfüllungen für gute Kunden

Auf Rothbury, dem trotz seines Alters ungemein modern wirkenden Weingut, das nach einem feindlichen Take-over inzwischen zur Mildara-Blass-Gruppe gehört, mit knapp 200 Hektar größter Weinbergsbesitzer des Tals und zudem einer seiner Qualitäts-Leader ist, zelebriert man bis zum Exzess eine typisch australische Eigenart. Sie besteht darin, neben den normalen, im Handel erhältlichen Produkten, wie denen der Linie Brokenback mit ihren saftigen, aber auch festen und konzentrierten Weißen und Roten aus Chardonnay, Semillon oder Shiraz, noch sage und schreibe 85 Sonderabfüllungen zu ziehen. Diese sind dann ausschließlich an der „cellardoor“ oder über spezielle Mailing-Listen erhältlich, die ausschließlich an Stammkunden verschickt werden.

„Kundenbindung durch exklusive Lagen- und Selektionsweine“ nennt das die freundliche junge Dame, die in dem schicken Verkostungsraum, der nur nach Vereinbarung aufgeschlossen wird, über die flüssigen Schätze wacht. Ob eine solche Strategie viel Sinn macht oder besonders kundenfreundlich ist, kann man bezweifeln, aber sie unterstreicht zumindest das Bemühen der Australien, vom Image eines rein Marken-orientierten Weinbaus wegzukommen und so etwas wie eine Idee von Terroir zu entwickeln.


Len Evans, Weinmacher, Weinautor und Bildhauer

Evans allerdings, der diese Politik vor Jahren initiierte, hat mit dem Schicksal seines ersten Abenteuers schon seit langem nichts mehr zu tun. Er widmete sich nach dem Ausstieg bei Rothbury ganz seinem eigenen Weingut und der Karriere als Publizist und „wine judge“ bei den zahlreichen Wettbewerben – den „wine shows“ – die von der australischen Weinwirtschaft alljährlich veranstaltet werden. Der Gründergeist aber ließ ihn doch nicht ganz los, und so trägt auch eine jüngsten Elite-Gründungen des Hunter Valley seine Handschrift. Unter dem Namen Tower Wines stampfte er kürzlich mit Freunden einen Betrieb aus dem Boden, der nach seiner Vorstellung einmal das Nonplusultra des Valley darstellen soll.

Strategien

Die weinmacherische Strategie von Tower Wines scheint auf den ersten Blick extravagant. Mit eigenem Weinbergsbesitz will man sich erst gar nicht belasten, und auch mit dem Hunter Valley hat der Betrieb nur soviel zu tun, als die Kellereigebäude nebst angeschlossenem Luxus-Hotel eben dort angesiedelt wurden, wo möglichst viele Besucher zu erwarten waren. Anstatt Terroir-Träume zu pflegen, legt man hier Wert darauf, beste Traubenpartien aus allen Teilen Australiens zu beziehen, um aus ihnen Weine von absoluter Spitzenqualität zu keltern. Die Resultate können sich schon jetzt sehen lassen, vor allem was den Shiraz mit seinen pfeffrigen und fruchtigen Aromen und seinen reifen Tanninen betrifft. Auch der Verdelho, ein würziger, eleganter Weißer mit schöner Säure zeugt von großem weinmacherischem Können des sympathischen Tower-Önologen Dan Dineen.

Diametral entgegengesetzt zur Politik von Tower Wines ist wiederm die Strategie, die man auf Mount Pleasant, einem der traditionsreichsten Betriebe des Tales, eingeschlagen hat. Unter der Leitung Phil Ryans – er ist überhaupt erst der dritte „winemaker“ dieses bereits 1921 gegründeten Betriebs – stehen die Zeichen hier mehr und mehr auf Verarbeitung eigener Trauben und auf Betonung der Lagencharakteristik. Ryan verfügt dabei nicht nur über exzellente Weinberge wie den Old Hill, die bereits im Jahre 1880 von einem Winzer namens Charles King angelegte Uralt-Rebanlage, sondern gilt auch einer der anerkanntesten Shiraz- und Semillon-Spezialisten des Hunter.

Das große Alterungspotenzial seiner Weine erlaubt es Ryan die Premium-Qualitäten erst nach mindestens drei- oder vierjährigem Fasslager zu füllen und zu verkaufen. Vor allem dem Semillon, dem in seiner Komplexität überzeugendsten der Ryanschen Weine – Lovedale heißt der beste, und von der Cuvée Elizabeth gibt es sogar eine „Museums“-Füllung von bis zu zehn Jahre alten Weinen –, bekommt das ausgesprochen gut. Zusammen mit Tyrell’s und Brokenwood, die ebenfalls überragende Semillon-Versionen anbieten, wird Mount Pleasant deshalb nicht zu Unrecht zu den Spitzenerzeugern der Sorte im Hunter Valley gezählt.


Die riesigen Gär- und Lagertanks der Rosemount-Gruppe 
unter freiem Himmel im Gebiet des Upper Hunter.

Die bisherigen Reportagen und Portraits

Ein Teil der älteren Artikel ist nur zu mit Acrobat Reader zu öffnen. Sie können hier ihn kostenlos herunter laden.

Get Acrobat Reader 

Verzeichnis nach Ländern

Allgemeines Bio allein macht keinen guten Wein (2003)
Die Gesundheitsdebatte (2003)
Verkannte Neuzüchtungen (2002)
Kork - Die unendliche Geschichte (2002)
 
Australien Neue Welt mit Charme - Hunter Valley (2003)
Weinbau in den Roaring Fourties - Tasmanien (2002)
Edle Tropfen in down under - Südaustralien (2001)
 
Chile Die Erben der Konquistatoren (2002)
  
Deutschland Weingut direkt ... aus dem Internet (2004)
Der Bioprofessor vom Mittelrhein (2004)
Weinberg in Not - Homburger Kallmuth (2002)
Aufbruch in der Südpfalz (2002)

Weine von der Hütt' - St. Antony (2002)
Frankreich Klein und begehrt - Les-Baux-de-Provence (2003)
Champagne-sur-Loire - Bouvet Ladubay (2003)

Charles Philipponnat (2003)

Elsass von gestern? (2003)
Chablis - Der andere Chardonnay (2002)

Bordeaux-Connection (2002)

Ein Württemberger im Bordelais (2002)

Monsieur BiB - Bernard Ducourt (2002)

Achterbahn am Rhein - Das Elsass (2002)

Dom Pérignon und die Witwe - Champagne-Story (2000)

Tannat kommt von Tannin - Weine der Gascogne (2000)
Päpste, Händler, Genossen - Das Rhônetal (1999)
Süße, wilde Orchidee - Vanille auf Réunion (1999)
Kleiner Bruder mit Pfiff - Unbekannter Armagnac (1999)
Scharfes Handwerk - Das schönste Messer der Welt (1998)
Neuer Anlauf für Villages - Côtes-du Rhône auf dem deutschen Markt (1998)
Abschied vom deutschen Markt? - Das Elsaß übt sich im freien Fall (1998)
Der schüchterne Superstar - Syrah-Weine an der Rhône (1998)
Das Salz des Lebens - Guérande und seine Salzgärten (1998)
Großbritannien:  Whisky trails - Auf den Spuren der Schnapsbrenner in Schottland (1997)
 
Italien Ureinwohner - Südtirol (2003)
Neuer Wind - La Stoppa (2002)

Mode und Wein - Vittorio Giulini (2002)

Krieg der Stile - Barolo (2002)

Der Kämpfer von La Morra - Elio Altare (2002)

Marketing-Frühling in Südtirol - wein.kaltern (2002)

Im Schatten der Toskana - Die mittelitalienischen Regionen (2000)

Weinkarriere am Brenner - Das Trentino (1999)
Der Erfolg geht weiter - Italiens Prosecco sucht Identität (1998)
Die Revolution auf samtenen Füßen - Das Piemont auf dem Weg in die Moderne (1998)
Karriere mit Grenzen - Franciacorta - Italiens kleine Champagne (1998)
Der schlafende Riese - Das Piave-Gebiet (1998)
Die ideale Weinreise - Portrait des toskanischen Lebensgefühls (1997)
 
Kanada Okanagan - Kanadas Napa Valley (2006) 
Österreich Ambitionierte Genossen - Zantho (2002)
Gestörter Dornröschenschlaf - Stefan Köstenbauer (2002)

Viel Glück gehabt - Willi Bründlmayer (2002)

Miniatur-Toskana - Die Steiermark (1999)
 
Portugal Der Portwein, der keiner ist (2003)
 
Schweiz Energie pur: Marie-Thérèse Chappaz (2002)
 
Spanien Fino, Amontillado oder Oloroso - Jerez sucht seine Zukunft (2002)
Rioja 2002 - zwischen Tradition und Moderne (2002)
Das Jahrzehnt nach der Krise - Rioja wieder im Aufwind (1998)
 
Südafrika Der Visionär vom Kap - Alexander von Essen (2005)
Künstler am Kap - Christoph Dornier (2002)

Ein Land hat Hoffnung - Südafrika Teil 1 (2002)
, Teil 2 (2002)
Ästhet mit Mantra - Hamilton Russel (2002)
  
USA Der alte Mann und der Wein - Mondavi 90 (2003)
Verwöhnter Nordwesten - Washington (2002)

Burgunder-Träume in Carneros (2002)

Gallo - Ein Gigant macht sich schön (2002)

Großes Kalifornien-Dossier - Trends, Betriebe, Sorten, Export (1999)

It never rains in Southern California (1998)

Nicht nur Napa und Sonoma - Weinbau außerhalb Kaliforniens (1998)

 

eine Seite zurück
zwei Seiten zurück



Wenn man vom Hunter Valley spricht, meint man meist das Lower-Hunter-Gebiet, in dem die Mehrzahl der Weinbaubetriebe beheimatet ist. Von Sydney aus ist Cessnock, die „Hauptstadt“ des Weinbaugebiets, in knappen zwei Stunden zu erreichen. Vom Stadtzentrum aus geht es über die spektakuläre Harbour Bridge und den anschließenden Freeway nordwärts Richtung Newcastle. Die Abfahrt ins Valley ist gut ausgeschildert und kaum zu verfehlen.

Interessante Weingüter

The Allandale Winery, Lovedale Road, LOVEDALE, NSW 2320, Tel: 02-49904526, Fax: 02-49901714, e-mail: wines@allandalewinery.com.au, Cellardoor Mo - Sa 9 - 17 Uhr, So 10 - 17 Uhr geöffn.

Brokenwood Wines, McDonalds Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987559, Fax: 02-49987893, Cellardoor tägl. 10 – 17 Uhr geöffn.

Chato Pato, Thompsons Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987634, Besuch nur nach Vereinbaörung, Weinverkauf über das Boutique Wine Centre in Pokolbin

Evans Family, Palmers Lane, POKOLBIN, NSW 2321, Tel: 02-49987333, Fax: 02-49987798, Besuch nur nach Vereinbarung

Lake’s Folly, Broke Road, POKOLBIN, NSW 2321, Tel: 02-49987507, Fax: 02-49987322, e-mail: folly@ozemail.com.au, Cellardoor Sa 10 – 16 Uhr geöffn., solange es Wein gibt

Peacock Hill Vineyard, Palmers Lane, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987661, Fax: 02-49987661, Cellardoor Fr - Mo 10 - 17 Uhr geöffn., 2 Gästezimmer ab 130 DM

Mount Pleasant – McWilliams, Marrowbone Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987505, Fax: 02-49987761 , Cellardoor 10 - 16:30 Uhr tägl. geöffn., eines der besten Restaurants des Tals

The Rothbury Estate - Mildara Blass, Broke Road, POKOLBIN, NSW 2321, Tel: 02-49987555, Fax: 02-49987870, Cellardoor tägl. geöffn. 9 - 17 Uhr, gutes Restau mittags geöffn.

Tyrells‘ Vineyards, Ashmans Estate - Broke Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49937000, Fax: 02-49937723, e-mail: admin@tyrells.com.au, Cellardoor: Mo - Sa 8 - 17 Uhr geöffn.

Hotels

Cypress Lakes Resort, McDonald & Thompsons Roads, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49931555, Fax: 02-49931599, e-mail: info@cypresslakes.com.au
1996 eröffnetes Golfhotel mit einem der besten Plätze Australiens. Gediegen eingerichtete Suiten mit allem Komfort, schönes Restaurant. DZ 200 – 300 DM zuzügl. Frühstück.

Aussie Rest Motel, 43 Shedden Street, CESSNOCK, NSW 2325, Tel: 02-49914197, Fax: 02-49917099, e-mail: cobrien@nobbys.net.au
Das absolute Kontrast-Programm: Perfekte Budget-Unterkunft mit großen Zimmern und blitzblanken, winzigen Bädern. DZ 60 DM.

Montagne View, Hermitage Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987822, Fax: 02-65747276
Wunderschön gelegenes Hotel mit Blick auf Wald und Berge, Zimmer sehr groß, angenehm eingerichtet und sauber, DZ 150 - 170 inkl. Frühstück.

Vineyard Hill Country Motel, Lovedale Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49904166, Fax: 02-49914431, Website: www.hunterweb.com.au/vineyardhill.htm
Nettes, bescheidenes kleines Motel für Selbstversorger mit sauberen, schönen Zimmern, inkl. eigener Küche, Balkon. Die Anlage liegt im Wald hinter der Allandale winery, DZ 90 – 120 DM ohne Früstück.

Peppers Guest House, Ekerts Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987596, Fax: 02-49987739, e-mail: guesthouse@peppers.com.au
Top-Anlage im Kolonialstil, aller Komfort, Möbel der Jahrhundertwende, eingebettet in schönen Park und Golfplatz in der Nähe, gutes Restaurant, DZ 300 – 350 DM inkl. Frühstück.

The Convent at Pepper Tree, Halls Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987764, Fax: 02-49987323, e-mail: convent@peppers.com.au
17 Zimmer und Suiten in altem Ordenshaus, das aus 600 km Entfernung per LKW hierher gebracht wurde, direkt neben Peppers Tree Winery und Spitzen-Restaurant Roberts. Üppig dekorierte Zimmer im Kolonialstil, Pool, Whirlpool und Tennis, DZ 350 – 400 DM inkl. Frühstück.

Restaurants

Restaurants mit eigener Weinkarte sind „licensed“, während man bei BYO („Bring your own!“) den eigenen Wein mitbringt, der gegenen eine Korkgebührt ausgeschenkt wird.

Pokolbin Reds Restaurant, Pokolbin Village Resort - Broke Road, POKOLBIN, NSW 2320, Tel: 02-49987977, tägl. geöffn., einfaches Ambiente, aber tolle Küche und sehr freundlicher Service, sehr feine, australische Küche mit französischen, afrikanischen und asiatischen Elementen, eine der besten des Tals, Licence und BYO, 50 – 80 DM zuzügl. Wein.

Roberts at Pepper Tree, Halls Road, POKOLBIN, NSW 2321, Tel: 02-49987330, tägl. mittags und abends geöffn., Speisesaal unter hohem Balkengiebel in ehemaligem Landhaus. Französisch inspirierte Küche, allerdings recht deftiger Stil und gute Weinliste. Licence, 70 – 100 DM zuzügl. Weine.