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Zu
den bisherigen Portraits und Reportagen
2002
Fino, Amontillado
oder Oloroso?
Jerez sucht seine
Zukunft
von André Liebe
Noch wirkt die Krise aus den achtziger Jahren
und das Image des Sherry ist an einem Tiefpunkt angelangt. Das
gilt auch für Deutschland, wo der Absatz in den vergangenen acht
Jahren um fast die Hälfte zurückging. Von über 20.000 auf rund
10.000 Hektar wurde die Anbaufläche im Verlauf der neunziger
Jahre reduziert. Unzählige leer stehende Bodegas sind stumme
Zeugen des schwierigen Prozesses. Dabei sind die Probleme
hausgemacht, denn die Erzeuger im äußersten Südwesten Spaniens,
zwischen Jerez de la Frontera und Sanlúcar de Barrameda, setzten
viel zu lange bedingungslos auf Masse statt auf Klasse. Billigware
aus dem Supermarkt ist es denn auch, die das Bild der meisten
Konsumenten von Sherry prägt.

Dieses Bild kennt jeder! Aber
Folklorestimmung herrscht in Jerez schon lange nicht mehr. Die
Krise hat alle Erzeuger zu radikalem Nachdenken über die eigenen
Produkte und deren Vermarktung gezwungen. (Fotos:
A. Liebe)
Dabei haben fast alle Bodegas die
Zeichen der Zeit erkannt und arbeiten an der Verbesserung ihrer
Qualitäten. Auch der Consejo Regulador, der Verband der
Sherry-Produzenten, hat die Weichen für eine Imagekorrektur
gestellt. So wurde vor zwei Jahren eine neue Kategorie von trockenen
Premium-Sherrys offiziell eingeführt, die mindestens 20 Jahre lang
reiften und unter der Bezeichnung V.O.S. beziehungsweise V.O.R.S.
vermarktet werden: Eine Möglichkeit, die fast alle Erzeuger nutzen,
um in Gastronomie und Fachhandel so etwas wie eine
Sherry-Renaissance einzuläuten.
Besserung
in Sicht?
Eine leichte Besserung der Lage ist auf
dem deutschen Markt bereits zu erkennen. Zwar gehört hier noch
immer die Masse des verkauften Sherrys zur halbtrockenen oder süßen
Art, der Anteil der trockenen Produkte aber steigt kontinuierlich
und liegt inzwischen bei rund 25 Prozent. Auch hat der Sherry-Konsum
zuletzt leicht angezogen. Gleichwohl bekommt jeder, der sich derzeit
in der Region umhört, bekommt fast überall das gleiche Klagelied
zu hören: Sherry sei das erklärungsbedürftigste Produkt der
Weinwelt und deshalb nur schwer an den Märkten unterzubringen. In
der Tat erschwert die verwirrend große Zahl von Bezeichnungen den
Zugang neuer Konsumentenschichten zu diesem faszinierenden Produkt.
Doch so vielfältig wie Sherry selbst sind auch die Wege der
Bodegas, die Krise der Vergangenheit mit innovativen Ideen zu
meistern.
| Sherry – der Name ist eine englische
Verballhornung von Jerez, die Franzosen nennen ihn Xérès
– wird vor allem aus der Rebsorte Palomino gekeltert. Zwar
wird in der Region auch Pedro Ximenez kultiviert, er dient
aber in der Regel nur dazu, halbtrockene und süße Qualitäten
zu erzeugen. Bei der Vinifizierung von Sherry gibt es zwei
grundlegend unterschiedliche Verfahren: den nicht-oxidativen
und den oxidativen Ausbau. Für Fino und Amontillado nutzt
man die Tatsache, dass in den Kellern um Jerez eine
besondere, “Flor“ genannte Hefe existiert. Sie verleiht
Finos und Amontillados nicht nur ihren charakteristischen
Geschmack, sondern verhindert vor allem die Oxidation der
Weine im Fass. Beim immer trockenen, hellen und meist jung
getrunkenen Fino übersteigt der Alkoholgehalt – alle
Sherrys werden ja durch die Zugabe von neutralem,
hochprozentigem Alkohol in ihrer Gradation erhöht – nie
das Niveau von 15,5 Vol . %, was den Flor am Leben erhält
und den Schutz vor Oxidation garantiert. Fino aus der Gegend
von Sanlúcar de Barrameda schmeckt übrigens salziger und
heißt Manzanilla. Bei Amontillado dagegen setzt nach dem
Aufspriten auf 17 Vol. %, das die Hefen absterben lässt,
ein Oxidationsprozess ein, durch den der Sherry seine
dunklere Farbe und seine nussigen Aromen erhält. Der
Oloroso wiederum ist ein Sherry, bei dem es von Anfang an zu
keinem nennenswerten Wachsum der Florhefen kam. Er wird
meist sehr schnell auf 17,5 Vol. % gebracht und unmittelbar
der Oxidation ausgesetzt, was ihm eine tief dunkle Farbe und
eine besonders vielschichtige Aromatik beschert. Eine
Besonderheit ist der Palo Cortado, ein durch natürliches
Absterben der Florhefe entstandener Weine, der geschmacklich
zwischen Amontillado und Oloroso liegt. Seine teilweise sehr
lange Fassreife absolviert Sherry im so genannten “Criadera-Solera-System“.
Mit “solera“ ist die unterste Reihe Fässer eines hohen
Fassstapels gemeint, die den ältesten und reifsten Wein des
Systems enthält. Aus ihr wird die jeweils zur Abfüllung
vorgesehene Weinmenge entnommen – meist handelt es sich
dabei maximal um ein Drittel des Fassinhalts. Die Reihen über
der Solera bezeichnet man als “criadera“. Die Fehlmenge
der „solera“ wird aus der untersten der meist drei oder
vier „criaderas“ ausgeglichen, dann wird diese mit Wein
aus der dritten Reihe gefüllt, diese wiederum mit Wein aus
der vierten. |
Die Aufbruchsstimmung ist auch bei
Sandeman, einem der größten Produzenten, zu spüren. Sandeman hat
einen neuen Besitzer, die portugiesische Sograp-Gruppe (Mateus), und
deshalb neue Hoffnung. Bis vor ein paar Monaten gehörte das
Unternehmen zum Imperium des kanadischen Seagram-Konzerns. “Dort
war man auf den großen Profit aus, den wir aber nicht bieten
konnten“, so Export-Manager Ignacio Lopez de Carrizosa . Sandemans
Markengeschichte geht zurück bis ins Jahr 1790, als der Schotte
George Sandeman mit 300 Pfund in London seinen Portwein- und
Sherryhandel gründete. Ab 1928, dem Jahr, in dem George Massiot
Brown den “Sandeman Don“, eines der ersten Warenzeichen überhaupt,
entwarf, stellte sich auch internationaler Erfolg ein, die Marke
Sandeman war geboren.
Besserung
In Deutschland, wo jetzt Pernod Ricard
für den Absatz verantwortlich zeichnet, heißt das, dass man „stärker
mit neuen Qualitäten aus dem Premium-Bereich auf Gastronomie und
Fachhandel setzen“ will, wie Lopez erläutert. “Dabei stehen wir
natürlich dennoch zu unseren Supermarkt-Kunden. Schließlich sind
wir eine große Marke, die im Lebensmittelhandel außergewöhnliche
Qualitäten zu einem niedrigen Preis anbietet“. “Wir müssen
neue Kundenschichten gewinnen“ ist er sich bewusst, und dabei
sollen neue Produkte helfen wie der “Original Dry Don“, ein körperreicher
Medium Dry Amontillado-Sherry in moderner Aufmachung mit dezenter Süße
und eleganten Nuss-Aromen, der derzeit nur in Duty Free-Shops erhältlich
ist. Zumindest in Österreich sind bereits jetzt – in sehr
begrenzten Mengen allerdings – drei “rare wines“ der Firma erhältlich,
eine Edel-Serie, zu der der “Royal Esmeralda“ (Fine Dry
Amontillado), der “Royal Corregidor“ (Rich Old Oloroso) und der
“Royal Ambrosante“ (Old Solera Pedro Ximenez) gehören, die
allesamt einer 100-jährigen Solera entstammen und auf
beeindruckende Weise untermauern, welches Potenzial in Sherry
stecken kann.

Tio-Pepe-Fässer im Zentrum von Jerez. Der Inhalt ist gleich
geblieben, aber die Verpackung und das Vermarktungs-Image haben sich
drastisch gewandelt.
Einen anderen Weg Gonzalez-Byass eingeschlagen. Vor eineinhalb
Jahren wurde dort ein Relaunch des Fino-Klassikers “Tio Pepe“
durchgeführt, der so gründlich ausfiel, dass von dem gewohnten
Erscheinungsbild dieser Weltmarke fast nichts übrig blieb. Erstmals
in der Geschichte des Sherry wird jetzt sogar die Rebsorte Palomino
auf dem Etikett genannt. “Der aufgeschlossene Verbraucher ab 30
Jahren, den wir vor allem ansprechen wollen, legt Wert auf möglichst
viel Information“, sagt Marketing-Manager Paul Kerstens. Indem
durch die neue Gestaltung unbeschwerter Genuss kommuniziert werden
soll, hofft Gonzalez-Byass, dass der neue Tio Pepe nicht nur
gelegentlich, sondern - wie ein gewöhnlicher Weißwein - mehrmals
pro Woche getrunken wird. “Dies zu erreichen, ist allerdings nicht
ganz einfach“, räumt Kerstens ein, insbesondere, wenn man sich
vor Augen hält, dass viele Konsumenten immer noch glauben, dass es
sich bei Sherry nicht um einen Wein, sondern um Likör handele. In
Spanien hat Gonzalez-Byass bereits damit begonnen, mit der eigenen
Tapas-Bar-Kette “Taberna Tio Pepe“ den täglichen Genuss von
Sherry voranzutreiben. Langfristig sollen solche Tabernas auch auf
den Auslandsmärkten realisiert werden, wobei Gonzalez-Byass ein
Angebot aus Berlin vorerst ausgeschlagen hat.
250
Euro die Flasche
Neben einfacheren, aber durchweg sauber
strukturierten Sherrys wie Tio Pepe oder dem Amontillado “Viña
AB“ und dem Oloroso Seco “Alfonso“, vermarktet Gonzalez-Byass
eine exklusive “Solera“-Serie, deren Vertreter im Schnitt 30
Jahre alt sind. Zu ihr zählen der elegant-nussige Amontillado
“Del Duque“, der ebenso komplexe wie angenehm süßliche Palo
Cortado “Apostoles“, der wuchtige Oloroso “Matusalem“ und
der tiefdunkle, fast dickflüssige Pedro Ximenez “Noe“. An der
Spitze stehen die äußerst seltenen Jahrgangs-Sherrys, die 1994,
anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der ersten Verschiffung von
Tio Pepe nach Großbritannien, erstmals auf den Markt gebracht
wurden. Gonzalez-Byass wählt dafür jährlich 200 der jährlich
produzierten 20.000 Fässer aus und lässt sie separat als
Jahrgangswein reifen. Es sind sehr elegante und trockene
Oloroso-Qualitäten, die niemals gefiltert werden und einen
Alkoholgrad von 22 Vol. % aufweisen. Seit 1963 wurden erst
acht Jahrgänge auf den Markt gebracht, der jüngste, ganze 897
Flaschen, stammt aus dem Jahr 1971 und erinnert mit seinen
Pflaumen-Aromen eher an einen weichen Armagnac denn an einen Sherry.
Zwar hat dieses Erlebnis auch seinen Preis, aber die große
Nachfrage nach den 250 Euro teuren Flaschen zeigt, dass Sherry in
Insiderkreisen den Imagewandel hin zum hochwertigen Produkt bereits
vollzogen hat.
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Gonzalez-Byass ist eine der bedeutendsten Bodegas von Jerez . Ganze
897 jährlich
werden vom teuersten Produkt der Firma, dem 1971er
Jahrgangs-Sherry,
der 250 Euro pro Flasche kostet.
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Während in Jerez de la Frontera viele
Unternehmen fast ausschließlich auf Premium-Produkte setzen, gibt
es in Sanlúcar de Barrameda, dem südwestlichsten Zipfel des
Sherry-Gebietes, auch Bodegas, die sich in einem gänzlich
ungewohnten Bereich profilieren. Die dort ansässige Bodega
Barbadillo zum Beispiel produziert seit 26 Jahren zusätzlich zum
Sherry auch noch Weißwein. Allen voran den fruchtig-frischen und
unkomplizierten “Castillo de San Diego“, der ausschließlich aus
Palomino-Trauben gekeltert wird und mit einem jährlichen Absatz von
sechs Millionen Flaschen zu den meist verkauften Weißen Spaniens zählt.
Die 1821 von Benigno Barbadillo gegründete Bodega ist mit einem
Weinbergsbesitz von 500 Hektar wichtigster Produzent am Ort und
einer der bedeutendsten Erzeuger von Manzanilla.
Bezeichnungs-Kunstgriffe
Die tiefgreifende Krise hatten
Barbadillo zudem vor gut vier Jahren zu einem Kunstgriff veranlasst:
“In Großbritannien vermarkten wir unseren Fino nicht mehr als
Sherry, sondern ausschließlich als Manzanilla aus Sanlúcar de
Barrameda“, erklärt Paola Cuadrado, bei dem zudem die Rebsorte
Palomino explizit auf dem Etikett angegeben wird. “Das klappt
mittlerweile so gut, dass wir überlegen, dies auch in anderen europäischen
Ländern einzuführen“, meint Cuadrado. Neue Zielgruppen will
Barbadillo sich auch über den wachsenden Tourismus an der
andalusischen Atlantikküste erschließen und arbeitet an einer
entsprechenden Kooperation mit dem Urlauber-Multi TUI. Dass die
Verwaltung der Bodega im 1773 erbauten Bischofssitz Palacio de la
Cilla arbeitet und Barbadillo über den wohl eindrucksvollsten
Solera-Lagerraum des gesamten Sherry-Gebietes, der “Kathedrale“
mit einer Höhe von zwölf Metern, dürfte die Attraktivität des
Besuchsziels erhöhen.

Die weiße Florhefe auf dem Wein schützt während der Fasslagerung
vor zu rascher Oxidation.
Auch auch die Produkte sprechen für Barbadillo. Neben dem würzigen
Manzanilla und einem samtigen Amontillado überzeugen auch der “Cuco“,
ein gereifter Oloroso Seco, sowie der Palo Cortado “Obispo Gascón“,
der auf perfekte und elegante Weise die Eigenschaften von
Oloroso und Amontillado mit ihren feinen Nuancen von Rosinen, Nüssen,
Rum und Holznoten vereint. Hochkarätige Sherrys wie diesen will
Barbadillo in Zukunft auch auf dem deutschen Markt forcieren, setzt
aber nicht nur auf Sherry: Derzeit läuft ein groß angelegtes
Versuchsprojekt mit Tempranillo und Cabernet-Sauvignon, um auch das
klassische Weingeschäft weiter ausbauen zu können. Fast
ein Anachronismus ist die Bodega Emilio Lustau, gemeinhin als der
Rolls Royce des Sherry-Gebietes bezeichnet, weshalb es auch nicht
verwundern muss, wenn die Unternehmensphilosophie hier ganz
besonders konservativ ausgelegt ist. Auch hier aber räumt
Export-Leiterin Jane Ward ein: “Die Sherry-Krise in den achtziger
Jahren mit ihrem mörderischen Preiskampf hätte uns fast Kopf und
Kragen gekostet. Auch wir leiden auf vielen Märkten noch immer
unter dem Image des Sherry als „old ladies drink“. Dass das
kleine Haus mit seinen nur 13.000 Fässern durchhalten konnte, lag
auch daran, dass Luis Caballero, Produzent von Spaniens meist
verkauftem Likör, die Mehrheit übernahm. Er sorgte nicht nur für
die erforderlichen Finanzen, sondern bescherte Lustau zudem noch 170
Hektar Anbaufläche in Top-Lagen als Zugabe. Außerdem steuerte er
beachtliche Lagerbestände von Fino Sherry aus El Puerto de Santa
Maria bei, die heute die Grundlage der Lustau-Finos bilden.
Der historische Lagerkeller von Gonzalez-Byass
Wie gut es dem Haus mittlerweile geht, unterstreicht auch der neue
Firmensitz: Lustau hat rund die Hälfte der Bodegas von Harveys übernommen
- auch dies eine Auswirkung der Sherry-Krise. Doch während
andernorts die Schotten dicht gemacht wurden, konnte Lustau
investieren und optimale Voraussetzungen für die Sherry-Renaissance
schaffen. Dem traditionellen Image entsprechen, hält man hier auch
an der ganzen, verwirrenden Vielfalt der Bezeichnungen fest. “Wir
haben im Gegensatz zu anderen Bodegas unser Sortiment ganz bewusst
nicht reduziert“, betont Ward. Wer die Mühe mit all den
verwirrenden Bezeichnungen auf sich nimmt, der wird bei Lustau
jedoch reich belohnt. Vom ersten Schluck an wird deutlich, dass man
hier in einer anderen Liga spielt. Das beginnt beim “Puerto Fino“,
dem “Jarama Light Fino“ und dem “Papirusa“ Manzanilla, setzt
sich über den Dry Amontillado “Los Arcos“ fort und ist auch
beim Very Old Oloroso “Emperatriz Eugenia“ nicht anders:
Allesamt sind sie von außergewöhnlicher Eleganz und einer verführerischen
Aroma-Vielfalt.
Gemüsehändler-Almacenista
Gewissermaßen die S-Klasse beim
Sherry-Rolls Royce Lustau aber stellt die Almacenista-Linie dar. Es
sind individuelle Weine kleinerer Erzeuger, die normalerweise in den
Markenprodukten der großen landen. Nicht so bei Lustau, was damit
zu tun hat, dass Firmengründer José Ruiz-Berdejo im Jahre 1896 als
Almacenista begonnen und sein Schwiegersohn Emilio Lustau diese
Tradition bis in die frühen Fünfziger des 20. Jahrhunderts
fortgesetzt hatte. Seit 1981 produziert Lustau diese Premium-Serie,
bei der - als Reverenz an die Herkunft - der Namen des Almacenista
auf dem Etikett genannt wird. Da findet sich dann ein “Manzanilla
Amontillado“ des Gemüse-Großhändlers Manuel Cuevas Jurado oder
auch der “Oloroso de Jerez Pata de Gallina“ des Motorradhändlers
Juan García Jarama.
Auch die außergewöhnliche Qualität
seiner Produkte entbindet Lustau nicht von der Aufgabe, mit der sich
heute jeder Bodega konfrontiert sieht. Jane Ward spricht auch für
die Kollegen anderer Bodegas, wenn sie fordert: “Wir müssen die
Verbraucher ganz grundsätzlich über unser Produkt aufklären und
sie damit vertraut machen, welch enorme Vielfalt und welches
Genusserlebnis Sherry zu bieten hat.“ P.S. Wir
haben versucht, im Zusammenhang mit diesem Artikel eine große
Sherry-Probe zu organisieren. Leider wurde uns von Seiten der
deutschen Vertreter des Consejo Regulador beschieden, "so viel
Sherry" könne man uns nicht geben. Ein wenig kamen wir uns da
schon wie bettelnde Penner mit Schnapsflasche in der Papiertüte
vor! Gnädigerweise überließ man uns dann kommentarlos eine Liste
mit Importeuren. Die zu kontaktieren, um vielleich doch noch
"ein wenig Sherry" zu bekommen, war dann allerdings leider
aus Zeitknappheit nicht möglich. Wir versprechen aber, die Probe
nachzuholen, sobald wir wieder "so viel" Sherry wie für
eine solche Probe notwendig bekommen können. - Die Redaktion.
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