<%@ LANGUAGE="VBSCRIPT" %> <% if Session("login") = "" then Response.Redirect "formReportage.asp" else end if %> Eno WorldWine - Magazin
 

Homepage
Basiswissen
Editorial
EWW-News
Das Dokument

Gewinnspiel
Lexikon K&K

Modern Cooking
Neue Produkte

Portraits
Reportagen

Veranstaltungen
Verkostungen
Weinhighlights
Weinreisen
Weinwissen
Weltstatistik

Service/Archiv
EWW mobile
Fotoarchiv
Kartensuche EU

Kartensuche NAm
Kartensuche Oze
Kartensuche SAm

Leserbriefe
Linkpartner
Magazinarchiv
Newsarchiv
RSS Feeds
Terminplaner
Verkostungsarchiv
Volltextsuche
Weingutsdaten

Verlag
Anzeigenpreise
Mediastatistik

ENO-Bücher
Eno-Verlag

© 1997 - 2008 by
ENO-Verlag
GmbH

Postadresse:
Perckentinweg 27a

D - 22455 Hamburg
Tel: +49-40-47193475
Fax:+49-40-47193556 

info@enobooks.de
 

Geschäftsführer + 
verantw gem.§ 6 MDSV
Dr. Eckhard Supp
Firmensitz:
D - 63069 Offenbach
Amtsgericht OF
H-Reg. 5 HRB 842
U-ID: DE 114377683

Der ENO-Verlag hat auf die Gestaltung und den Inhalt der auf seinen Seiten verlinkten Fremdangebote keinen Einfluss und distanziert sich ausdrücklich von ihnen. Sobald uns rechts- bzw. sittenwidrige Elemente zur Kenntnis gelangen, werden die betreffenden Links entfernt.

PageRank Checker

e-mail-Brief.gif (300 Byte)

WorldWine Reportage

Die bisherigen Portraits und Reportagen     
   

Südafrika in Zahlen 
(weitere Statistiken finden Sie unter www.wosa.co.za)

Gesamtrebfläche (ha)

1990 92.038
1995 93.889
2000 105.566

Trauben- und Weinproduktion

Trauben (dz) Wein (hl)
1999 11,73 Mill 9,14 Mill
2000 10,98 Mill 8,37 Mill

Rot- und Weißwein (%)

Rotwein Weißwein
1993 12,6 87,4
1996 13,1 86,9
2000 21,0 79,0

Rebsorten (%, 2000)
und wichtigste Gebiete

Chenin blanc
(Malmesbury, Paarl, Worcester)
21,4
Sultana
(Orange River)
11,1
Colombard
(Orange River, Worcester)
10,8
Cabernet Sauvignon
(Malmesbury, Paarl, Stellenbosch)
8,4
Pinotage
(Malmesbury, Paarl, Stellenbosch)
6,2
Chardonnay
(Paarl, Robertson, Stellenbosch, Worcester)
5,7
Shiraz
(Malmesbury, Paarl, Stellenbosch)
5,3
Sauvignon blanc
(Paarl, Stellenbosch)
5,1
Merlot 
(Paarl, Stellenbosch)
4,6

Herkunftsbezeichnungen *
und Rebfläche (% der Ges.fläche)

Region District Ward

Breede River Valley Robertson (11,64) Agterkliphoogte, Bonnievale, Boesmans River, Eilandia, Hoops River, Klassvoogds, Le Chasseur, McGregor, Vink River
Worcester (16,46) Aan-de-Doorns, Goudini, Nuy, Scherpenheuvel, Slanghoek
Swellendam Buffeljags, Stormsvlei

Little (Klein) Karoo (3,05) -- Montagu, Tradouw
Calitzdorp --
Coastal Region --
(unklar: Tygerberg)
Constantia, Durbanville
Paarl (16,48), (Boberg f. Desserweine) Franschhoek, Wellington
Stellenbosch (15,26) Jonkershoek Valley, Papegaaiberg, Simonsberg - Stellenbosch, Bottelary, Devon Valley (Helderberg, Koelenhof, Vlottenburg)
Swartland Groenekloof, Riebeekberg
Tulbagh, (Boberg f. Desserweine) --
Cape Point --

Olifants River (8,86) -- Koekenaap, Lutzville Valley, Spruitdrift, Vredendal

-- Overberg Walker Bay, Elgin

-- Douglas --

-- Piketberg --

-- -- Hartswater, Lower Orange, Cedarberg, Ceres, Herbertsdale, Riet River (Rietriviers), Ruiterbosch, Swartberg

Western Cape (überregion. Herk.bez.)
Weinregionen ohne Herkunftscharakter:
Orange River
(15,07), Malmesbury (13,18)

* Die Herkunftsbezeichnungen Südafrikas sind leider nicht mit der Systematik der vom Land selbst veröffentlichten Statistiken deckungsgleich.


Pro-Kopf-Verbrauch (l / Jahr)

1986 9,76
1992 8,91
1997 10,10
2000 9,16

Weinexport (Mill.hl, 2000)

Großbritannien 0,579
Niederlande 0,250
Skandinavien 0,122
Deutschland 0,107
Schweiz 0,078
Belgien 0,066
Frankreich 0,045
Kanada 0,038
Ferner Osten 0,029
USA 0,021

(Quellen: www.wosa.co.za)

Ein Land hat Hoffnung

Südafrika sucht seine Zukunft (I)

 von Eckhard Supp

  
Das Bergpanorama im Osten Kapstadts gehört zu einer der spektakulärsten Weinlandschaften der Welt. Stellenbosch ist das bekannteste und bedeutendste Weinbaugebiet Südafrikas, nicht aber das mit dem größten Zukunftspotenzial. (alle Fotos: Eckhard Supp)

Südafrika ist im Kommen! Das Land, dessen Weinindustrie unter dem Apartheid-Regime jahrzehntelang von den Märkten der Welt verbannt blieb, hat sich seit dem Ende der Rassentrennung 1993 zurück gemeldet. Mit seinen Rotweinen, die eleganter, fruchtiger daherkommen, als die vieler der so genannten New-World-Länder, mit den immer besser werdenden, frischen, saftigen Weißen, besitzt das Land ein enormes Potenzial für die Zukunft. Einzige Handicaps im Kampf um die Marktanteile sind der mit Billigstmengen ruinierte britische Markt, größter Abnehmer der Südafrikaner, und die weithin spürbare Unsicherheit darüber, welche Sorten und Weintypen wirklich zukunftsträchtig sind. Ein Bericht aus dem Land in Aufbruchstimmung.

Ein wenig merkwürdig ist es schon, wenn im Falle Südafrikas, Chiles oder Argentiniens von New-World-Weinbau gesprochen wird. Es klingt, als seien die Weinberge dieser Länder nicht älter als zwanzig, dreißig Jahre und ihre Keller gerade dem Rohbaustadium entwachsen. Tatsache ist, dass in Südafrika bereits seit fast 350 Jahren Reben kultiviert und Weine gekeltert werden. 1655 hatte Jan van Riebeeck, der Gründer der Kapkolonie, die der Holländischen Ostindien Gesellschaft als Versorgungs- und Relaisstation auf der Route zu den asiatischen Kolonien dienen sollte, erste europäische Setzlinge in den Gärten der Gesellschaft gepflanzt, und 1659 schon kam der erste südafrikanische Wein ins Fass. Da die Holländer allerdings kaum eigene Weinbau-Erfahrungen besaßen, begann sich die Weinindustrie der Kolonie erst mit der Ansiedlung französischer Hugenotten zwischen 1680 und 1690 wirklich zu entwickeln.
 

Zevenwacht bei Stellenbosch ist eines der vielen Weingüter, die eine hervorragende Gastronomie und gut ausgestattete Gästezimmer oder gar ganze Hotelanlagen zu bieten haben. Der noch junge Weintourismus ist eine der Stärken des südafrikanischen Weinbaus. 

Kapstadts berühmtester Slum "Crossroads" im Jahre 1978: Schmerz und Hoffnungslosigkeit gegenüber dem Polizeiterror des Apartheidregimes. Heute gehört eine Fahrt in die "township" zum Besucherprogramm der Weinindustrie - so während der jüngsten Cape Wine Show in Nederburg bei Paarl - und ist ein Beweis dafür, wie erstaunlich gewaltfrei und unverkrampft der Übergang vonstatten ging.


Nach schwierigen Anfängen waren die Weine des Kaps – vor allem der süße Constantia – im späten 18. und beginnenden 19. Jahrhundert in Europa hoch begehrte Spezialitäten. Ursache für diese Karriere war nicht zuletzt die Einverleibung der einst holländischen Kolonie durch das britische Imperium, das in der Folge seines Krieges mit Frankreich nach neuen Weinlieferanten suchte.

Der Frieden zwischen Briten und Franzosen und die Reblauskatastrophe brachten den Weinbau des Landes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch fast wieder zum Erliegen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte der Markt mit der Gründung der KWV, der großen südafrikanischen Winzergenossenschaft, wieder in Ansätzen stabilisiert und saniert werden.
 

Ideales Klima
  

Nicht viel später als europäische Weinbauländer gab sich Südafrika im Jahre 1973 ein System von Herkunftsbezeichnungen, das allerdings seine wirkliche Bedeutung erst errang, als das Land wieder anfing, auf den Auslandsmärkten zu agieren. Möglich wurde dies nach Beendigung der Apartheid Anfang der neunziger Jahre, die auch zur Beendigung des Boykotts südafrikanischer Waren durch die USA und Europa führte.

Grundlage für den Erfolg des südafrikanischen Weinbaus ist vor allem das Klima in der Kapregion. Die kühlen Meeresströmungen des Atlantischen und Indischen Ozeans und schützende, hohe Bergketten gegen das Landesinnere führen zu Temperaturen, die wesentlich milder sind, als es die geographische Position auf 35 o südlicher Breite vermuten ließe. Warme, nicht allzu heiße Sommer und milde Winter schaffen ideale Bedingungen für die euroäischen Edelsorten. Schiefer, Granit und Sandstein sind die wesentlichen Elemente der Böden aller südafrikanischen Weinbaugebiete, wobei dem Weinbau entgegenkommt, dass diese nur selten sehr fruchtbar sind.
   

Das Devon Valley ist einer der schönsten und weinbaumäßig besten Bereiche innnerhalb der Appellation Stellenbosch. Hier arbeiten Betriebe wie Devon Crest Vineyards von Martin Meinert und Seymour Pritchards Clos Malverne. 

   
Bekanntestes Anbaugebiet des Landes ist ohne Frage Stellenbosch, das knapp ein Sechstel der Rebfläche auf sich vereint. Nach Süden, zum Indischen Ozean hin geöffnet, wird das Gebiet von mächtigen Bergketten geschützt, dem Simonsberg im Nordwesen, den Stellenbosch Mountains im Osten und dem Helderberg im Südosten. Als entwickeltstes Weinbaugebiet der Kapregion ist Stellenbosch bereits heute in eine Reihe von offiziellen und inoffiziellen Bereichen unterteilt, deren bekannteste Simonsberg, Jonkershoek, Devon Valley, Helderberg und das Gebiet um den Kanonkop sind.

Klassiker in Stellenbosch

Hier werden vor allem Cabernet Sauvignon, Chenin blanc, Chardonnay, Pinotage, Merlot und Shiraz kultiviert, aus denen einige der bekanntesten Weine des Landes entstehen. Neben den klassischen Betrieben wie Kanonkop, Meerlust, Muratie, Simonsig, Saxenburg oder Delheim haben in den letzten Jahren eine Reihe von Newcomern von sich reden gemacht, deren vielversprechendste Beyerskloof (Beyers Truter war früher „winemaker“ auf Kanonkop), Vriesenhof (ein anderer Ex-Kanonkop, Jan Boland Coetzee), Grangehurst, Hoopenburg, Jordan, Kaapzicht, Ken Forrester, Laibach, Devon Crest, Mont Destin, Neil Ellis, Slaley und Vergelegen heißen.

Nur durch einen Bergrücken von Stellenbosch getrennt, schließt das Gebiet von Franschhoek unmittelbar im Osten an Stellenbosch an. Das in touristischer Hinsicht am weitesten entwickelte Gebiet, in dem einige der besten Hotels und Restaurants des Landes zu Hause sind, kann bei den Weinqualitäten allerdings nur mäßig überzeugen – der leichte Erfolg des Tourismus-Geschäfts hat wohl auch hier, wie in anderen Teilen der Welt, die Moral verdorben. Dennoch gibt es eine kleine Gruppe ausgezeichneter Erzeuger, zu denen Boekenhoutskloof und Môreson, vielleicht noch Bellingham, Clos Cabrière, Von Ortloff oder La Couronne Cellars zu zählen sind.
 

Erstaunlich viele der Spitzenerzeuger in Südafrika greifen heute wieder zur traditionellen Maischegärung im offenen Bottich, wobei der Tresterhut manuell (l., Grangehurst Winery in Stellenbosch). Anschließend an den Abstich werden die Trester oft noch von Hand in die Presse geladen (u. Mischa Winery in Paarl)

  
Im Norden gehen die Gebiete von Stellenbosch und Franschhoek in die Doppel-Appellation Paarl-Wellington über, deren Klima sich schon deutlich von dem der südlichen Nachbarn unterscheidet. Sehr warme bis ausgesprochen heiße Sommer sorgen hier für gute Reifebedingungen roter Sorten. Und so muss es nicht verwundern, wenn nebem dem obligatorischen Chenin blanc vor allem Cabernet Sauvignon, Pinotage, Shiraz und Merlot wachsen, erst in zweiter Linie Chardonnay. Paarl und Wellington sind – lässt man die Giganten KWV und Distell-Nederburg einmal außen vor - die Heimat einiger herausragender Erzeugerbetriebe: Glen Carlou, Mischa, Mont du Toit, Scali (Willy de Waal), Plaisir de Merle, Fairview und Welgemeend.

Herausforderung und Potenzial im Norden 

Noch weiter nördlich liegen das Swartland und Tulbagh, wobei vor allem die Linie Darling-Malmesbury-Riebeeck-Tulbagh zu den Bereichen mit dem größten Qualitätspotenzial des Landes gehört. Heiße Tages- und vor allem in Küstennähe kühle Nachttemperaturen sorgen für kräftige, dichte, gleichzeitig aber auch bukettbetonte, komplexe Weine. Da das Gebiet nicht zu den „klassischen“ Herkunftsbezeichnungen Südafrikas gehört, war es in den letzten Jahren vor allem Tummelplatz für aufstrebende, talentierte Jungwinzer wie Eben Sadie, Nicholas Penz (Groote Post) oder Pieter du Toit (Kloovenburg), und auch Graham Back (Fairview) unterhält hier mit Spice Route einen Zweitbetrieb für seine absoluten Spitzenqualitäten. Shiraz und Pinotage – wobei die meisten Winzer mehr an Shiraz glauben – finden hier nahezu ideale Bedingungen, und ihre Weine geraten so dicht, konzentriert, fast „australisch“ in der Konsistenz, dabei aber immer auch mit der richtigen Dosis aromatischer Komplexität und Eleganz versehen, dass sie bei entsprechender Pflege in nicht allzu langer Zeit zu den großen Gewächsen Südafrikas gehören dürften.

Genau in die entgegengesetzte Richtung geht die Tendenz in Robertson, im Osten der Kapregion und hart an der Grenze zum Massenanbaugebiet Klein Karoo gelegen. Hier wächst, begünstigt durch thermische Einflüsse kalter Meeresluft, die vom Indischen Ozean hereinströmt, exzellenter Chardonnay. Nicht umsonst schneiden Springfield Estate, De Wetshof, Jonheer oder Graham Beck in unseren Verkostungen seit einiger Zeit so gut oder sogar besser ab, als die Renommierbetriebe von Walker Bay, Bouchard-Finlayson und Hamilton Russel. Andere Sorten bringen nur vereinzelt Spitzenresultate, so Cabernet Sauvignon und Sauvignon blanc bei Springfield und Shiraz bei Graham Beck.

Cool Climate viticulture

Die Konkurrenz aus anderen Weinbaugebieten könnte in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass auch in Walker Bay, dem südlichsten Südafrikas um die hübsche, kleine Küstenstadt Hermanus, noch größere Qualitätsanstrengungen vollbracht werden. Walker Bay ist eines der klassischen „cool climate“-Gebiete des Landes, und Antony Hamilton Russel und Peter Finlayson gelten als die Pioniere des südafrikanischen Spitzen-Chardonnays und –Sauvignon blancs. Angesichts des relativ milden Klimas – „kühl“ wäre, vor allem im Vergleich mit europäischen Bedingungen, eine schlichte Übertreibung – erstaunt es auch nicht, dass aus Hermanus einige der interessanteren Pinot noirs kommen, obwohl auch bei dieser Sorte die Konkurrenz aus anderen Landesteilen (Vriesenhof, Glen Carlou, Meerlust, Hoopenburg, Groote Post oder Muratie) fühlbar und schmeckbar wird. Einer der interessantesten Betriebe der Walker Bay sitzt jedoch nicht in Meeresnähe, sondern im Landesinneren. Das Klima der Weinberge von Beaumont unterscheidet sich in der Tat erheblich von dem an der Küste, und so muss es nicht erstaunen, dass die besten Weine hier aus Shiraz und Pinotage gekeltert werden.
   


Drei der Protagonisten Südafrikas auf der Suche nach den Weinen der Zukunft: (v.l.n.r.) Beyers Truter von Beyerskloof, Louise Hofmeyr von Welgemeend und Mike Dobrovic von Mulderbosch.

   
Konkurrenz in Hinblick auf das kühlere Klima könnte Walker Bay in den nächsten Jahren auch aus dem benachbarten Elgin erwachsen, aber derzeit gibt es dort nur einen einzigen Erzeuger, Paul Cluver, dessen Weine gutes Potenzial zeigen, ohne bereits wirklich ausgereift zu wirken.

Constantia und Kapstadt

Last but not least bleibt das Ursprungsgebiet des südafrikanischen Weinbaus zu erwähnen, Constantia. Die Hänge des Tafelbergs, zwischen Kapstadt und der False Bay gelegen, sind eines der beliebtesten Ausflugsziele des Landes, und Hotellerie und Gastronomie haben sich auf internationalem Top-Niveau etabliert. Auch hier aber wird man das Gefühl nicht los, dass der große Erfolg den Weinqualitäten nicht sonderlich gut getan hat. Dennoch gibt es eine kleine Gruppe solide arbeitender Betriebe wie Steenberg, Buitenverwachting oder Klein Constantia. Auch hier werden die besseren Qualitäten eindeutig aus weißen Sorten gekeltert, wobei der Charakter der frischen, fruchtigen Weine nicht mehr viel mit den historischen Vorbildern zu tun hat, die Constantia einst in der Welt berühmt machten. Gelegentlich findet man noch einen „Vin de Constance“ (Klein Constantia) oder einen „Natural Sweet Wine“, aber die sind mit wenigen Ausnahmen Meilen von der Klasse und Glorie vergangener Tage entfernt.

Viel spannender geht es da inmitten des quirligen Kaptstadt selbst zu, wo sich einige der gebietsunabhängigen Kellereien und Abfüller niedergelassen haben. Auch die Flagstone Winery hat hier – direkt neben der Touristen-Attraktion Waterfront – ihr Hauptquartier aufgeschlagen und keltert Trauben aus fast allen Weinbaugebieten des Western Cape. Bruce „no fear of tannins“ Jack, Eigner und Weinmacher von Flagstone, zeigt, wo die Zukunft Südafrikas liegen könnte: bei hochwertigen, fest strukturierten, eleganten und komplexen Rotweinen aus Shiraz, Pinotage und Cabernet, und bei kräftigen, alterungsfähigen Weißen. Doch dazu mehr im zweiten Teil unserer großen Reportage...

(Fortsetzung folgt in der Juni-Ausgabe des WorldWine Magazins)
 

Die bisherigen Reportagen und Portraits

Ein Teil der älteren Artikel ist nur zu mit Acrobat Reader zu öffnen. Sie können hier ihn kostenlos herunter laden.

Get Acrobat Reader 

Verzeichnis nach Ländern

Allgemeines Bio allein macht keinen guten Wein (2003)
Die Gesundheitsdebatte (2003)
Verkannte Neuzüchtungen (2002)
Kork - Die unendliche Geschichte (2002)
 
Australien Neue Welt mit Charme - Hunter Valley (2003)
Weinbau in den Roaring Fourties - Tasmanien (2002)
Edle Tropfen in down under - Südaustralien (2001)
 
Chile Die Erben der Konquistatoren (2002)
  
Deutschland Weingut direkt ... aus dem Internet (2004)
Der Bioprofessor vom Mittelrhein (2004)
Weinberg in Not - Homburger Kallmuth (2002)
Aufbruch in der Südpfalz (2002)

Weine von der Hütt' - St. Antony (2002)
Frankreich Klein und begehrt - Les-Baux-de-Provence (2003)
Champagne-sur-Loire - Bouvet Ladubay (2003)

Charles Philipponnat (2003)

Elsass von gestern? (2003)
Chablis - Der andere Chardonnay (2002)

Bordeaux-Connection (2002)

Ein Württemberger im Bordelais (2002)

Monsieur BiB - Bernard Ducourt (2002)

Achterbahn am Rhein - Das Elsass (2002)

Dom Pérignon und die Witwe - Champagne-Story (2000)

Tannat kommt von Tannin - Weine der Gascogne (2000)
Päpste, Händler, Genossen - Das Rhônetal (1999)
Süße, wilde Orchidee - Vanille auf Réunion (1999)
Kleiner Bruder mit Pfiff - Unbekannter Armagnac (1999)
Scharfes Handwerk - Das schönste Messer der Welt (1998)
Neuer Anlauf für Villages - Côtes-du Rhône auf dem deutschen Markt (1998)
Abschied vom deutschen Markt? - Das Elsaß übt sich im freien Fall (1998)
Der schüchterne Superstar - Syrah-Weine an der Rhône (1998)
Das Salz des Lebens - Guérande und seine Salzgärten (1998)
Großbritannien:  Whisky trails - Auf den Spuren der Schnapsbrenner in Schottland (1997)
 
Italien Ureinwohner - Südtirol (2003)
Neuer Wind - La Stoppa (2002)

Mode und Wein - Vittorio Giulini (2002)

Krieg der Stile - Barolo (2002)

Der Kämpfer von La Morra - Elio Altare (2002)

Marketing-Frühling in Südtirol - wein.kaltern (2002)

Im Schatten der Toskana - Die mittelitalienischen Regionen (2000)

Weinkarriere am Brenner - Das Trentino (1999)
Der Erfolg geht weiter - Italiens Prosecco sucht Identität (1998)
Die Revolution auf samtenen Füßen - Das Piemont auf dem Weg in die Moderne (1998)
Karriere mit Grenzen - Franciacorta - Italiens kleine Champagne (1998)
Der schlafende Riese - Das Piave-Gebiet (1998)
Die ideale Weinreise - Portrait des toskanischen Lebensgefühls (1997)
 
Kanada Okanagan - Kanadas Napa Valley (2006) 
Österreich Ambitionierte Genossen - Zantho (2002)
Gestörter Dornröschenschlaf - Stefan Köstenbauer (2002)

Viel Glück gehabt - Willi Bründlmayer (2002)

Miniatur-Toskana - Die Steiermark (1999)
 
Portugal Der Portwein, der keiner ist (2003)
 
Schweiz Energie pur: Marie-Thérèse Chappaz (2002)
 
Spanien Fino, Amontillado oder Oloroso - Jerez sucht seine Zukunft (2002)
Rioja 2002 - zwischen Tradition und Moderne (2002)
Das Jahrzehnt nach der Krise - Rioja wieder im Aufwind (1998)
 
Südafrika Der Visionär vom Kap - Alexander von Essen (2005)
Künstler am Kap - Christoph Dornier (2002)

Ein Land hat Hoffnung - Südafrika Teil 1 (2002)
, Teil 2 (2002)
Ästhet mit Mantra - Hamilton Russel (2002)
  
USA Der alte Mann und der Wein - Mondavi 90 (2003)
Verwöhnter Nordwesten - Washington (2002)

Burgunder-Träume in Carneros (2002)

Gallo - Ein Gigant macht sich schön (2002)

Großes Kalifornien-Dossier - Trends, Betriebe, Sorten, Export (1999)

It never rains in Southern California (1998)

Nicht nur Napa und Sonoma - Weinbau außerhalb Kaliforniens (1998)

© 2001 by Eno-Verlag, Offenbach/Germany