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Zu den bisherigen Portraits und Reportagen     

 

2002 

"Ich habe einfach viel Glück gehabt!"

von Erich Grasdorf

   

Ende der achtziger Jahre - der Glykol-Skandal war noch frisch in Erinnerung - gab es unter den Weinfreunden der Welt nur wenige, die ihr Geld auf eine Zukunft für den österreichischen Wein verwettet hätten. Mitten in die sich vorsichtig breit machende Aufbruchstimmung hinein, schlug die Nachricht wie eine Bombe ein: Ein Wein aus dem österreichischen Kamptal hatte die versammelte nicht-französische Chardonnay-Elite Europas in blinder Vergleichsprobe deklassiert . Der Winzer, dem diese Meldung zu verdanken war, hieß Bründlmayer, Willy Bründlmayer, seither einer der berühmtesten seiner Zunft. Sein Licht aber stellt der ruhige, sympathische Winzerstar gerne unter den Scheffel, die vollmundige Art vieler Kollegen ist ihm fremd. Seine Weine braucht er ohnehin nicht mehr anzupreisen, denn sie gehören zum Besten, was das Land zu bieten hat.

 

"Goût de terroir", hat ein nicht genannt sein sollender Weinmacher aus der Neuen Welt einmal gesagt, "ist die europäische Ausrede für unsaubere Weine". Es ist einer jener Sprüche, die so sinnvoll klingen und doch nur Unsinn verbreiten. Es stimmt, dass kellertechnische Missetaten zuweilen dem Terroir angelastet und als Gott-gegeben geschluckt werden. Es stimmt aber ebenso, dass nur das Terroir für unverwechselbare, eigenständige Weine sorgt.
  

Ins Rampenlicht stellt sich Willi Bründlmayer selbst nur ungern, obwohl der Star aus dem Kamptal dort eigentlich hin gehört. Vor allem mit seinen Grünen Veltlinern Lamm und Käfertal gehört er derzeit zu den besten Erzeugern Österreichs. (Firmenfotos)

  
Wer erfahren möchte, was selbst kleinste Unterschiede im Terroir ausmachen können, sollte sich einmal durch das Angebot eines guten österreichischen Weinguts probieren. Wie dem von Willy Bründlmayer, dem ruhigen Winzerstar aus Langenlois am Kamp - gut eine Autostunde westlich von Wien - , dessen Karriere für den Aufstieg des Weinbaus in Österreich schlechthin steht.

Wohlüberlegte Investition

"Meine Vorfahren haben Ackerbau und Viehwirtschaft betrieben, Weinbau nur im Nebenerwerb, und das seit mindestens Mitte des 16. Jahrhunderts. Unser Name sagt es: Wir waren Meier, also Bauern, wahrscheinlich mit einem ergiebigen Brunnen auf dem Hof." Den Schritt vom Nebenerwerb zum Vollwinzer haben Willis Eltern vollzogen. Sie kauften schwer zu bearbeitende Hanglangen, die günstig zu haben waren. Gut 60 Hektar erwarben sie in Langenlois und Umgebung, was man aus heutiger Sicht eine wohlüberlegte Investition nennen könnte. Der eigentliche Grund aber war, dass Mutter Bründlmayer auch mal Urlaub machen wollte, und mit dem Vieh im Stall war das nicht möglich. Sagt der Sohn heute: "Das war eine - im Nachhinein gesehen - goldrichtige Entscheidung. Doch meine Eltern haben 20 Jahre dafür gebüßt, bevor sich Qualitätsdenken auch im hiesigen Weinbau durchsetzte."
  

Zu den Dingen, die der junge Bründlmayer sofort änderte, als er das Gut vom Vater übernahm, gehörten die Etiketten. Das Verhältnis zwischen "Grüner Veltliner" samt Lage - ganz groß geschrieben - und dem Namen Bründlmayer, der ganz klein gehalten war, kehrte er um. "Ich habe mir gesagt: Grünen Veltliner hat bei uns jeder. Aber ein Bründlmayer ist nicht jeder." 

 
Der Junior überlegte lange, ob er in den Betrieb einsteigen und unter der Regie des Vaters arbeiten sollte. "Es gab ja in der Nachbarschaft genügend abschreckende Beispiele so genannter ewiger Erben." So schloss er zunächst einmal sein Volkswirtschaftsstudium ab, schaute sich in den Walliser Steillagen um und arbeitete im Burgund. Die Entscheidung wurde ihm dann 1976 abgenommen. Der Vater erkrankte schwer, Mutter und Schwester - damals mitten im Medizinstudium - konnten das Weingut nicht führen, und so blieb ihm nichts übrig, als Hals über Kopf das Gut zu übernehmen.

Organischer Weinbau

Fast zeitgleich entstand in den siebziger Jahren die Diskussion um ökologischen oder biologischen Weinbau. Bründlmayer diskutierte wenig und handelte lieber. Mehrer Jahre lang probierte er alles Mögliche, und "eigentlich bin ich damit bis heute nicht fertig. Inzwischen sind wir so weit, dass wir sogar mit Backpulver statt mit Pestiziden und Herbiziden spritzen. Dennoch habe ich nie "Bio-Wein" auf meine Etiketten geschrieben. Diese Art Weinbau zu treiben war für mich nur eine der Möglichkeiten, die Qualität meiner Weine zu verbessern." Und das gelang gründlich: Immerhin konnte der Grüne Veltliner von der Ried Lamm in einer umfangreichen Blinddegustation schon gegen eine ganze Phalanx großer, weißer Burgunder gewinnen.

Es gibt kaum eine andere Rebsorte, aus der so schlechte und so hervorragende Weine gekeltert werden können, wie den Grünen Veltliner. Zwischen dem heurigen Säuerling, der die Geschmacksknospen welken läßt, und einem großen Veltliner, wie ihn Bründlmayer, Knoll, Loimer, Prager, Hiedler oder Alzinger keltern, liegen Weinwelten. Das Geheimnis von Bründlmayers opulentem, alkohol- wie extraktreichem Wein wird im Weinberg deutlicher als im Keller. Bründlmayer ist ein Verfechter der Lyra-Erziehung - die Rebstöcke werden so geteilt, dass sich das Fruchtholz in zwei Richtungen schräg nach oben entwickelt -, wodurch er die Blattoberfläche verdoppelt und die Mehlttau-Gefahr senkt: Die Traubenqualität wird dadurch deutlich gehoben.

Im Keller dagegen gibt es nichts, was man in ähnlicher Form nicht auch andernorts sieht. Am auffälligsten ist noch die als besonders schonend geltende Grand-Cru-Presse, und wenn man genau hinschaut, sieht man, dass die Barriques nicht aus französischer oder amerikanischer, sondern aus österreichischer Eiche sind.
 

In den alten Kellern des Bründlmayer'schen Gutes reifen neben Veltlinern und Rieslingen auch Rotweine im Fass neben flaschenvergorenen Sekten.

 


Den wertvollsten Teil des Kellers bildet das Pilz- und Spinnweben-überzogene Weinarchiv - eine Sammlung Bründlmayer'scher Weine seit 1947. Sie wird bewacht von eine Statue des Franz von Assisi, die früher in einem der Weinberge stand. Nicht mit den Franziskanern, sondern mit Zisterziensern hatte es Brüdlmayer 1996 zu tun, als er gemeinsam mit Michael Moosbrugger das nahe Schloss Gobelsburg, das Weingut des Stifts Zwettl, langfristig pachtete und beträchtliche Summen in den betagten Betrieb investierte.

Gobelsburg, das über Weinbergsbesitz in ähnlichen Lagen verfügt, wie Bründlmayer selbst, hat seither zur Kamptaler Spitze aufgeschlossen - auch dies eine Leistung, die eindeutig Bründlmayers Handschrift trägt, obwohl der nicht müde wird, zu betonen, dass sein Engagement rein finanzieller Natur und nur Moosbrugger für die Weine von Gobelsburg verantwortlich sei. Offensichtliches Understatement ist eben immer noch der Stil Willi Bründlmayers. "Ich habe einfach viel Glück gehabt", spielt er seine Leistungen herab. "Praktisch zum gleichen Zeitpunkt, als ich den Betrieb übernahm, kam in Österreich die Diskussion um Qualität im Weinbau auf. Es gab eine so starke Resonanz in den Medien, dass ich selbst wenig tun musste. Immerhin bin ich froh, zu denen gehört zu haben, die den Grünen Veltliner aus seinem Aschenputtel-Dasein erlösten."

Warum Bründlmayer im Weinbau arbeitet? "Ich finde das einen feinen Beruf, obwohl ich in einem anderen besser verdienen könnte. Aber mehr Geld brauche ich nicht: Ich lebe gut, in einer schönen Gegend, und kann meinen Kindern zeigen, wie aus einem Steckling Wein wird - auch wenn sie den (noch) nicht mögen. Außerdem ist jedes Jahr wieder anders und spannend."

Unser Punktesystem: Weine
 
-- / ?? offen fehlerhafter oder nicht zu beurteilender Wein (Flaschenproblem)
* zu einfacher, evtl. auch leicht fehlerhafter Wein, nicht empfehlenswert
** Wein mit einem Minimum an Qualitäten, akzeptabel wenn im unteren Preisbereich 
*** befriedigender, ansatzweise typischer Wein, angenehm zu trinken
**** guter bis sehr guter Vertreter seiner Art und seines Jahrgangs
***** Spitzenwein von internationalem Format
***** Traumweine, die kleine Elite 1)
* - **** ? nicht eindeutig zu bewertender Wein

Weinproben von Eno WorldWine werden soweit wie möglich unter optimalen Bedingungen, wenn es geht blind durchgeführt, um eine eventuelle Verfälschung der Resultate, Voreingenommenheit und Irrtümer auszuschalten. Auch dann aber sind Verkostungs-Urteile immer nur subjektive Momentaufnahmen und hängen nicht zuletzt von der Authentizität der Proben ab, die uns präsentiert werden. Die Redaktion lehnt deshalb jede Haftung für Weine ab, deren geschmackliche Qualitäten nicht den hier geschilderten Eindrücken entsprechen. Unsere Bewertungen stellen eine Synthese aus aromatischem und geschmacklichem Volumen, Typizität, Alterungsfähigkeit und Trinkgenuss dar. Eno-Verlag distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt aller evtl. in diesen Reports verlinkten Seiten und übernimmt keinerlei Verantwortung für die Verfügbarkeit der Weine sowie für den Geschäftsverkehr mit den jeweiligen Firmen wird keine Haftung übernommen.

1) Die Unterscheidung zwischen Spitzen- und Traumweinen wird erst in unseren Verkostungsreports ab Januar 2003 getroffen. Im Datenbank-Archiv sind diese Traumweine mit *****+ gekennzeichnet.

Unser Punktesystem: Weingüter

Die große Zahl von Verkostungen, die wir in den letzten Jahren durchführen konnten, erlaubt es uns, auf dieser Basis jetzt auch die Erzeugerbetriebe insgesamt zu bewerten. Um diese Wertung deutlich gegenüber der Weinbewertung abzusetzen, vergeben wir für Erzeuger maximal drei Sterne (@, in älteren Reports auch P), allerdings mit Zwischenstufen. Diese Weingutsbewertungen sind natürlich nur dort möglich, wo wir eine gewisse Mindestanzahl Weine bzw. Jahrgänge verkosten konnten und stellen eine Langzeitbewertung auf Basis der letzten 10 - 15 Jahrgänge dar, die vom Eindruck eines bestimmten Tastingreports, d. h. einer Momentaufnahme, abweichen kann. Um die aktuelle Leistungsfähigkeit eines Erzeugers korrekt einschätzen zu können, sollten daher immer sowohl die Langzeitbewertung als auch die konkreten Verkostungsergebnisse berücksichtigt werden.

@@@ Die kleine Elite der Region und des Landes, gehört zu den Spitzenweingütern der Welt
@@ Sehr gute Erzeuger mit stabiler Qualität
@ Erzeuger mit meist guten Weinqualitäten 
@ halbe Sterne 

EWW-Weinkategorien:

Um unseren Lesern jenseits aller Herkunftsbezeichnungen und Geschmacksangaben auf den Etiketten einen Hinweis zu geben, zu welchem Geschmackstyp die verkosteten Weine gehören, haben wir das Weinspektrum in 14 Kategorien eingeteilt, die ab 2006 hin und wieder zusätzlich zu den Bewertungen angeführt werden:

1 Leichte, trockene Weißweine 
2 Kräftige, trockene Weißweine
3 Roséweine
4 Leichte, fruchtbetonte Rotweine
5 Fruchtbetonte, kräftige Rotweine
6 Tanninbetonte, kräftige Rotweine
7 Schwere, alkoholreiche Rotweine
8 Deutlich restsüße bzw. süße Weißweine
9 Liebliche bzw. süße Rotweine
10 Edelsüße und Eis-/Strohweine
11 Trockene Likörweine
12 Süße Likörweine
13 Perlweine
14 Schaumweine

Natürlich ist eine solche, grobe Kategorisierung zwangsläufig immer unvollkommen. Innerhalb jeder einzelnen Gruppe wären beispielsweise Untergruppen vorstellbar. Man könnte bei den leichten, trockenen Weißen zwischen den aromatisch neutraleren und den Bukettweinen mit ausgeprägtem Sortenduft unterscheiden. Bei den Edelsüßen könnte man darüber streiten, ob nicht eine Unterteilung in alkoholschwache und alkoholreiche Weine sinnvoll wäre, und bei den alkoholreichen Roten darüber, ob ihr nur spezielle Weintypen wie der italienische Amarone angehören oder generell alle Rotweine aus heißen Anbaugebieten bzw. heißen Jahren, wenn sie ebenfalls hohe Gradationen erreichen. Aber eine solche, weitergehende Untergliederung würde dem wichtigsten Nutzen dieser Einteilung zuwider laufen – dem nämlich, dem Verbraucher eine erste Orientierung im Ozean der Weintypen zu bieten.

Die bisherigen Reportagen und Portraits

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Verzeichnis nach Ländern

Allgemeines Bio allein macht keinen guten Wein (2003)
Die Gesundheitsdebatte (2003)
Verkannte Neuzüchtungen (2002)
Kork - Die unendliche Geschichte (2002)
 
Australien Neue Welt mit Charme - Hunter Valley (2003)
Weinbau in den Roaring Fourties - Tasmanien (2002)
Edle Tropfen in down under - Südaustralien (2001)
 
Chile Die Erben der Konquistatoren (2002)
  
Deutschland Weingut direkt ... aus dem Internet (2004)
Der Bioprofessor vom Mittelrhein (2004)
Weinberg in Not - Homburger Kallmuth (2002)
Aufbruch in der Südpfalz (2002)

Weine von der Hütt' - St. Antony (2002)
Frankreich Klein und begehrt - Les-Baux-de-Provence (2003)
Champagne-sur-Loire - Bouvet Ladubay (2003)

Charles Philipponnat (2003)

Elsass von gestern? (2003)
Chablis - Der andere Chardonnay (2002)

Bordeaux-Connection (2002)

Ein Württemberger im Bordelais (2002)

Monsieur BiB - Bernard Ducourt (2002)

Achterbahn am Rhein - Das Elsass (2002)

Dom Pérignon und die Witwe - Champagne-Story (2000)

Tannat kommt von Tannin - Weine der Gascogne (2000)
Päpste, Händler, Genossen - Das Rhônetal (1999)
Süße, wilde Orchidee - Vanille auf Réunion (1999)
Kleiner Bruder mit Pfiff - Unbekannter Armagnac (1999)
Scharfes Handwerk - Das schönste Messer der Welt (1998)
Neuer Anlauf für Villages - Côtes-du Rhône auf dem deutschen Markt (1998)
Abschied vom deutschen Markt? - Das Elsaß übt sich im freien Fall (1998)
Der schüchterne Superstar - Syrah-Weine an der Rhône (1998)
Das Salz des Lebens - Guérande und seine Salzgärten (1998)
Großbritannien:  Whisky trails - Auf den Spuren der Schnapsbrenner in Schottland (1997)
 
Italien Ureinwohner - Südtirol (2003)
Neuer Wind - La Stoppa (2002)

Mode und Wein - Vittorio Giulini (2002)

Krieg der Stile - Barolo (2002)

Der Kämpfer von La Morra - Elio Altare (2002)

Marketing-Frühling in Südtirol - wein.kaltern (2002)

Im Schatten der Toskana - Die mittelitalienischen Regionen (2000)

Weinkarriere am Brenner - Das Trentino (1999)
Der Erfolg geht weiter - Italiens Prosecco sucht Identität (1998)
Die Revolution auf samtenen Füßen - Das Piemont auf dem Weg in die Moderne (1998)
Karriere mit Grenzen - Franciacorta - Italiens kleine Champagne (1998)
Der schlafende Riese - Das Piave-Gebiet (1998)
Die ideale Weinreise - Portrait des toskanischen Lebensgefühls (1997)
 
Kanada Okanagan - Kanadas Napa Valley (2006) 
Österreich Ambitionierte Genossen - Zantho (2002)
Gestörter Dornröschenschlaf - Stefan Köstenbauer (2002)

Viel Glück gehabt - Willi Bründlmayer (2002)

Miniatur-Toskana - Die Steiermark (1999)
 
Portugal Der Portwein, der keiner ist (2003)
 
Schweiz Energie pur: Marie-Thérèse Chappaz (2002)
 
Spanien Fino, Amontillado oder Oloroso - Jerez sucht seine Zukunft (2002)
Rioja 2002 - zwischen Tradition und Moderne (2002)
Das Jahrzehnt nach der Krise - Rioja wieder im Aufwind (1998)
 
Südafrika Der Visionär vom Kap - Alexander von Essen (2005)
Künstler am Kap - Christoph Dornier (2002)

Ein Land hat Hoffnung - Südafrika Teil 1 (2002)
, Teil 2 (2002)
Ästhet mit Mantra - Hamilton Russel (2002)
  
USA Der alte Mann und der Wein - Mondavi 90 (2003)
Verwöhnter Nordwesten - Washington (2002)

Burgunder-Träume in Carneros (2002)

Gallo - Ein Gigant macht sich schön (2002)

Großes Kalifornien-Dossier - Trends, Betriebe, Sorten, Export (1999)

It never rains in Southern California (1998)

Nicht nur Napa und Sonoma - Weinbau außerhalb Kaliforniens (1998)

 

 

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Einige der größten Weine Willi Bründlmayers der vergangenen Jahrzehnte:

***** Zöbinger Heiligenstein; Kamptal Riesling Beerenauslese 1983 (verkostet 1990): dichtes Bernsteingelb, Honig, exotische Früchte, dicht und mit guter Balance des Zuckers und der Fülle, volle retronasale Aromen, große Länge

***** Kamptal Grüner Veltliner Auslese 1969 (verkostet 1997): leuchtendes Gelb, tolle, frische Nase mit finessenreichem Bukett, Honig, trägt sehr lang

***** Kamptal Chardonnay 1985 (verkostet 1990): schönes Grüngold, dichte Farbe, zarter Zimt, Backwerk, leichter Petrolton, am Anfang dichter Körper, fleischig, reife Süße und gute Länge im Abgang

***** Kamptal Grüner Veltliner Beerenauslese 1969 (verkostet 1997): dichtes Goldgelb, feine, sehr frische Nase, wirkt noch jugendlich, süßes Paket

***** Zöbinger Heiligenstein; Kamptal Riesling 1985 (verkostet 1990): Petrolton leicht, große Geschmacksfülle, sehr gute Länge, kann noch weiter altern

***** Käferberg; Kamptal Grüner Veltliner 2000 (verkostet 2001): dichtes Zitrusgelb, Backwerk und üppige, reife Frucht in der Nase, enormer Schmelz, Dichte und Länge, großer Wein

***** Spiegel; Kamptal Pinot blanc Trockenbeerenauslese 1969 (verkostet 1990): rotgold, balsamische Nase, Waldhonig, rundes Bukett, am Gaumen strenger, etwas medizinalisch, gute Länge

***** Berg Vogelsang; Kamptal Grüner Veltliner 1966 (verkostet 1997): linearer, harmonischer, schmelziger, noch frischer Wein

***** Kamptal Chardonnay 1988 (verkostet 1990): helles Grüngelb, fleischig, warme Aromen, Blumen, Pfirsisch, sehr groß im Mun, gute Länge, langer Nachgeschmach nach gebrannten Mandeln

***** Zöbinger Heiligenstein; Kamptal Riesling 1969 (verkostet 1990): ganz leichter, frischer Petrolton, in der Nase sehr frisch, am Gaumen großer Körper, Geschmacksfülle, Länge sehr gut

***** Zöbinger Heiligenstein; Kamptal Riesling Alte Reben 1999 (verkostet 2000): sehr schöne Farbe, Aromen tief und fein, am Gaumen feste, große Struktur, großer Riesling mit Potenzial

***** Zöbinger Heiligenstein; Kamptal Riesling 1956 (verkostet 1990): Sauvignon-artige Nase, frisches, grasiges Aroma, pfeffrig, dichter und fülliger Körper, noch sehr gute Struktur