<%@ LANGUAGE="VBSCRIPT" %> <% if Session("login") = "" then Response.Redirect "formReportage.asp" else end if %> Eno WorldWine - Magazin
 

Homepage
Basiswissen
Editorial
EWW-News
Das Dokument

Gewinnspiel
Lexikon K&K

Modern Cooking
Neue Produkte

Portraits
Reportagen

Veranstaltungen
Verkostungen
Weinhighlights
Weinreisen
Weinwissen
Weltstatistik

Service/Archiv
EWW mobile
Fotoarchiv
Kartensuche EU

Kartensuche NAm
Kartensuche Oze
Kartensuche SAm

Leserbriefe
Linkpartner
Magazinarchiv
Newsarchiv
RSS Feeds
Terminplaner
Verkostungsarchiv
Volltextsuche
Weingutsdaten

Verlag
Anzeigenpreise
Mediastatistik

ENO-Bücher
Eno-Verlag

© 1997 - 2008 by
ENO-Verlag
GmbH

Postadresse:
Perckentinweg 27a

D - 22455 Hamburg
Tel: +49-40-47193475
Fax:+49-40-47193556 

info@enobooks.de
 

Geschäftsführer + 
verantw gem.§ 6 MDSV
Dr. Eckhard Supp
Firmensitz:
D - 63069 Offenbach
Amtsgericht OF
H-Reg. 5 HRB 842
U-ID: DE 114377683

Der ENO-Verlag hat auf die Gestaltung und den Inhalt der auf seinen Seiten verlinkten Fremdangebote keinen Einfluss und distanziert sich ausdrücklich von ihnen. Sobald uns rechts- bzw. sittenwidrige Elemente zur Kenntnis gelangen, werden die betreffenden Links entfernt.

PageRank Checker

e-mail-Brief.gif (300 Byte)

WorldWine Reportage

Die bisherigen Portraits und Reportagen     
   

Die besten Weinerzeuger in Südtirol 
(Adressen und Detailinformationen finden Sie in unserer Weingutsdatenbank)

KG Erste & Neue

KG Girlan

KG Gries

KG Kaltern

KG Kurtatsch

Alois Lageder & Cason Hirsprunn

Gutsverwaltung Laimburg

KG Nals Margreid Entiklar

Ignaz Niedrist

Heinrich Plattner

Heinrich Rottensteiner

J.Hofstätter

Josef Niedermayr 

Schloss Sallegg - Graf Kuenburg

KG Sankt Magdalena

KG St.Michael Eppan

Kellerei Schreckbichl

Schloßkellerei Turmhof 

KG Terlan

KG Tramin

Marketing-Frühling

in Südtirol

 von André Liebe

  

Zur Apfelblüte zeigt Südtirol, Italiens nördlichste und nach wechselvoller Geschichte einzige deutschsprachige Provinz, am besten seine Reize. Während die Berge unter dem Schnee des Winters liegen, hat sich das Etschtal bei Bozen, das so genannte Unterland, in ein einziges Blütenmeer verwandelt - so wie in jedem Frühjahr, und doch ist heuer Einiges ganz anders. 

  
Sighard Rainer, dem Präsidenten des Kalterer Tourismusvereins, steht der Stolz über sein neues Konzept ins Gesicht geschrieben, wenn er über Erlebnisprofile, Besucher-Analysen, Image, Positionierung und veränderte Marktgewohnheiten referiert. "wein.kaltern" - Wein-Punkt-Kaltern mit einem dicken, roten Punkt nach Dotcom-Art in der Mitte - heißt sein Baby, von dem schon am Ortseingang ein steinern-stählerner Monolith in dezent-moderner Typographie kündete. "Gäste, die nach Kaltern kommen, sollen den Eindruck haben, dass sie ein ganz besonderes Weindorf besuchen," setzt Rainer, der auch als Obmann von "wein.kaltern" fungiert, die Ziele des neuen Vermarktungskonzepts, das mittlerweile von 53 Kooperationspartnern aus Weinwirtschaft, Gastronomie, Beherbergungsgewerbe und der Gemeindeverwaltung getragen und aktiv vorangetrieben wird.
 

Wo sich das Etschtal hinter Bozen zum sogenannten Unterland weitet, liegt Kaltern: Schauplatz der neuesten Marketing-Initiative Südtirols, in der Weinwirtschaft und Tourismus endlich einmal an einem Strang ziehen. (alle Fotos: Eckhard Supp)


Dass man gerade in Kaltern innovative Wege beschreitet, hat viel mit der Ambivalenz zu tun, die im Namen dieser berühmten Gemeinde mitklingt. "Kalterer See Auslese", der Name des nach Soave, Frascati, Chianti und Asti bekanntesten italienischen Weins, bescherte den Kalterern nämlich zuletzt immer weniger Freude, dafür aber immer mehr Probleme. Mit dem vergleichsweise unkomplizierten Rotwein aus der Vernatsch-(Trollinger)-Traube ließen sich zwar Jahr für Jahr Tausende in schunkelnde Glückseligkeit versetzen, er sorgte aber auch zunehmend dafür, dass dem Ort Kaltern der Stempel eines "Ballermanns" der italienischen Weinszene aufgedrückt wurde.

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass die italienischen Wein-Bibeln "Gambero Rosso" und "Veronelli" mit schöner Regelmäßigkeit unter den am höchsten bewerteten Gewächsen nicht nur die Spitzen aus Piemont und Toskana aufführen, sondern auch - als Nachweis bester Weinqualität - Weine aus Kaltern, dem Ort mit dem berühmten See, der der erwähnten Auslese seinen Namen gab.
 

Schluss mit Lustig
  

Mit der Schunkelei und dem Ballermann-Image soll jetzt Schluss sein. "Wir wollen den Namen Kalterns mit der Idee höchster Qualität verbinden," doziert Tourismus-Chef Rainer und spricht in diesem Zusammenhang von einer "Image-Korrektur". Dass der Wein dabei als Vehikel dient, um die sonstigen Reize des Dorfes, die wunderschöne Landschaft, die versierte Gastronomie und die vielen historischen Gebäude, die von einer langen, bewegten Geschichte zeugen, wieder ins rechte Licht zu rücken, wird gerne in Kauf genommen. "Der Gast identifiziert Kaltern nun einmal zuallererst mit Wein. Allerdings ist das nur die halbe Formel. Denn hinter dem roten Punkt steht Kaltern, das Dorf in seiner Gesamtheit." 

Diese Gesamtheit, die Geschlossenheit des Auftritts, ist das eigentlich Verblüffende am Konzept von "wein.kaltern". Wer die Südtiroler Weinszene kennt, weiß, wie gegensätzlich die Interessen der großen Genossenschaften und der kleineren, selbst vermarktenden Winzer oft sind. "Das Faszinierende in Kaltern ist, dass hier wirklich alle an einem Tisch sitzen und alle an einem Strang ziehen", bestätigt Graf Georg Kuenburg, dessen Schloss Sallegg schon seit langem hohes Ansehen genießt. Kleinstwinzer mit zwei Hektar Rebfläche und ein paar Fremdenzimmern auf dem Weingut sind deshalb in das Konzept "wein.kaltern" ebenso integriert, wie das Luxus-Hotel mit Wellness-Oase, die Frühstückspension, das Sterne-Restaurant und die Jausenstation.
 

Wie kaum eine andere Region Europas zieht Südtirol unterschiedlichste Besucherströme an: Wandern im Frühling, Kultur im Sommer, Wein im Herbst und Skifahren im Winter - für jeden ist etwas dabei. Für Wein-Wanderer ist in Kaltern mit dem "wein.weg" bestens gesorgt. Hoffentlich interpretieren die Besucher den Namen des Wanderwegs nicht als Aufforderung "Weg mit dem Wein!"

   
Entstanden ist das Projekt "wein.kaltern" aus einer vor drei Jahren gegründeten Arbeitsgruppe "Weindorf Kaltern", in dem sich Vertreter aus Weinwirtschaft, Gastronomie und Beherbergungsgewerbe trafen. Die ersten Schritte zur Umsetzung der neuen Ideen wurden nach langer Vorbereitung in diesen Tagen getan. "An 57 historischen Gebäuden haben wir Hinweistafeln angebracht, die die Geschichte des jweiligen Hauses erklären." Werner Zanotti, Geschäftsführer von "wein.kaltern" weist darauf hin, dass natürlich auf jeder Tafel der markante Schriftzug mit dem roten Punkt prangt. Auch die Arbeiten an einem "wein.weg" sind fast abgeschlossen. Der Rundwanderweg, der sich wie eine Achterschleife durch den Ort zieht, wurde gänzlich umgestaltet und bietet dem Besucher jetzt jede Menge Informationen über Weingeschichte und Weine Kalterns. Auch auf die richtige Kennzeichnung der Riegel - so heißen Weinbergslagen hier - wurde geachtet, und deren Grenzen durch Bodenschwellen mit eingraviertem Namenszug markiert.

"Passend dazu gibt es einen Kurzführer mit Wanderkarte. Außerdem geben wir regelmäßig das "wein.kaltern"-Brevier heraus, das auf rund hundert Seiten umfassende Informationen über den Ort enthält," betont Zanotti. Ein "wein.kaltern"-Magazin, das zwei Mal pro Jahr erscheint, ergänzt das Maßnahmen-Paket, das in den nächsten Jahren noch durch ein spezielles Kulturprogramm komplettiert werden soll. Dass all dies erst der Anfang ist, weiß auch Graf Kuenburg. "Es war höchste Zeit, dass wir zeigen, was Kaltern alles zu bieten hat. Dazu muss jetzt aber auch die Bevölkerung aufgerüttelt werden. Wir müssen erreichen, dass die Menschen in Kaltern dem Besucher vermitteln, in einem Weindorf mit Niveau zu Gast zu sein."
 

Der allgegenwärtige Weinbau prägt nicht nur die Landschaft Südtirols, seine Produkte und seine Protagonisten gelten auch als die wichtigsten Botschafter für das neue Konzept von "wein.kaltern". 

  
Information und Identifikation

Um diese geforderte Identifikation der Menschen mit ihrem Ort zu erreichen, wurde ein umfangreiches Schulungsprogramm für die Mitarbeiter der Partnerbetriebe aufgelegt. "Nur so können wir unserem Qualitätsanspruch wirklich gerecht werden," ist Sighard Rainer überzeugt. Bei diesen kostenlosen Seminaren handelt es sich zwar nicht um spezialisierte Sommelier-Kurse, aber es werden dennoch fundierte Kenntnisse über den Wein und den Ort Kaltern vermittelt. "Für alle Service-Mitarbeiter in "wein.kaltern"-Betrieben ist die Teilnahme übrigens Pflicht, betont Rainer. In Zusammenarbeit mit Josef Sölva, dem Obmann der Kalterer Weintage, und den Kellermeistern der örtlichen Genossenschaften, erläutert er dabei auch die verschiedenen Weinlinien der 14 Partner-Betriebe im Weinbereich, gibt Verkostungs-Tipps und weist auf die häufigsten Fehler beim Weinservice hin. Dass bei den Gastronomie-Partnern von "wein.kaltern" mindestens fünf Rote und fünf Weiße der Wein-Partner glasweise ausgeschenkt werden müssen, macht das neue Angebot auch den Besuchern der Gemeinde buchstäblich schmackhaft.

"Kaltern hat mit diesem Programm einen neuen Qualitätsanspruch formuliert. Der rote Punkt dient als sichtbarster Beweis dafür, dass hier eine besondere Identifikation mit dem Wein, mit der Kultur und dem Ort als Ganzem gelebt wird." Dass bei diesen Anstrengungen auch die Qualität des berühmtesten Weins von Kaltern, der Kalterer See Auslese nicht außen vor bleiben kann, versteht sich von selbst. Als Beweis für die Neu-Orientierung im Weinbereich sieht Graf Kuenburg die Tatsache, dass man den Kufsteiner Glas-Hersteller Riedel als Kooperationspartner gewinnen konnte. Der kreierte ein spezielles "wein.kaltern"-Glas, das die geschmacklichen Eigenschaften der Vernatsch-Weine zur Geltung bringen soll und in den Partnerbetrieben Vorschrift ist.
   

Tourismus-Präsident Rainer sieht sich mit "wein.kaltern" von der Marktforschung bestätigt. "Vor allem der Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sucht in den Ferien eine attraktive Genusslandschaft", merkt er an, "und deshalb glaube ich auch, dass wir mit unserem Projekt im Trend liegen." Zumindest in Kaltern gibt es niemanden, der ihm hier widersprechen würde.
 

Die bisherigen Reportagen und Portraits

Ein Teil der älteren Artikel ist nur zu mit Acrobat Reader zu öffnen. Sie können hier ihn kostenlos herunter laden.

Get Acrobat Reader 

Verzeichnis nach Ländern

Allgemeines Bio allein macht keinen guten Wein (2003)
Die Gesundheitsdebatte (2003)
Verkannte Neuzüchtungen (2002)
Kork - Die unendliche Geschichte (2002)
 
Australien Neue Welt mit Charme - Hunter Valley (2003)
Weinbau in den Roaring Fourties - Tasmanien (2002)
Edle Tropfen in down under - Südaustralien (2001)
 
Chile Die Erben der Konquistatoren (2002)
  
Deutschland Weingut direkt ... aus dem Internet (2004)
Der Bioprofessor vom Mittelrhein (2004)
Weinberg in Not - Homburger Kallmuth (2002)
Aufbruch in der Südpfalz (2002)

Weine von der Hütt' - St. Antony (2002)
Frankreich Klein und begehrt - Les-Baux-de-Provence (2003)
Champagne-sur-Loire - Bouvet Ladubay (2003)

Charles Philipponnat (2003)

Elsass von gestern? (2003)
Chablis - Der andere Chardonnay (2002)

Bordeaux-Connection (2002)

Ein Württemberger im Bordelais (2002)

Monsieur BiB - Bernard Ducourt (2002)

Achterbahn am Rhein - Das Elsass (2002)

Dom Pérignon und die Witwe - Champagne-Story (2000)

Tannat kommt von Tannin - Weine der Gascogne (2000)
Päpste, Händler, Genossen - Das Rhônetal (1999)
Süße, wilde Orchidee - Vanille auf Réunion (1999)
Kleiner Bruder mit Pfiff - Unbekannter Armagnac (1999)
Scharfes Handwerk - Das schönste Messer der Welt (1998)
Neuer Anlauf für Villages - Côtes-du Rhône auf dem deutschen Markt (1998)
Abschied vom deutschen Markt? - Das Elsaß übt sich im freien Fall (1998)
Der schüchterne Superstar - Syrah-Weine an der Rhône (1998)
Das Salz des Lebens - Guérande und seine Salzgärten (1998)
Großbritannien:  Whisky trails - Auf den Spuren der Schnapsbrenner in Schottland (1997)
 
Italien Ureinwohner - Südtirol (2003)
Neuer Wind - La Stoppa (2002)

Mode und Wein - Vittorio Giulini (2002)

Krieg der Stile - Barolo (2002)

Der Kämpfer von La Morra - Elio Altare (2002)

Marketing-Frühling in Südtirol - wein.kaltern (2002)

Im Schatten der Toskana - Die mittelitalienischen Regionen (2000)

Weinkarriere am Brenner - Das Trentino (1999)
Der Erfolg geht weiter - Italiens Prosecco sucht Identität (1998)
Die Revolution auf samtenen Füßen - Das Piemont auf dem Weg in die Moderne (1998)
Karriere mit Grenzen - Franciacorta - Italiens kleine Champagne (1998)
Der schlafende Riese - Das Piave-Gebiet (1998)
Die ideale Weinreise - Portrait des toskanischen Lebensgefühls (1997)
 
Kanada Okanagan - Kanadas Napa Valley (2006) 
Österreich Ambitionierte Genossen - Zantho (2002)
Gestörter Dornröschenschlaf - Stefan Köstenbauer (2002)

Viel Glück gehabt - Willi Bründlmayer (2002)

Miniatur-Toskana - Die Steiermark (1999)
 
Portugal Der Portwein, der keiner ist (2003)
 
Schweiz Energie pur: Marie-Thérèse Chappaz (2002)
 
Spanien Fino, Amontillado oder Oloroso - Jerez sucht seine Zukunft (2002)
Rioja 2002 - zwischen Tradition und Moderne (2002)
Das Jahrzehnt nach der Krise - Rioja wieder im Aufwind (1998)
 
Südafrika Der Visionär vom Kap - Alexander von Essen (2005)
Künstler am Kap - Christoph Dornier (2002)

Ein Land hat Hoffnung - Südafrika Teil 1 (2002)
, Teil 2 (2002)
Ästhet mit Mantra - Hamilton Russel (2002)
  
USA Der alte Mann und der Wein - Mondavi 90 (2003)
Verwöhnter Nordwesten - Washington (2002)

Burgunder-Träume in Carneros (2002)

Gallo - Ein Gigant macht sich schön (2002)

Großes Kalifornien-Dossier - Trends, Betriebe, Sorten, Export (1999)

It never rains in Southern California (1998)

Nicht nur Napa und Sonoma - Weinbau außerhalb Kaliforniens (1998)

© 2001 by Eno-Verlag, Offenbach/Germany