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Geschäftsführer +
verantw gem.§ 6 MDSV
Dr. Eckhard Supp
Firmensitz:
D - 63069 Offenbach
Amtsgericht
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H-Reg. 5
HRB 842
U-ID: DE 114377683
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Der ENO-Verlag hat auf die Gestaltung und
den Inhalt der auf seinen Seiten verlinkten Fremdangebote keinen
Einfluss und distanziert sich ausdrücklich von ihnen. Sobald uns rechts-
bzw. sittenwidrige Elemente zur Kenntnis gelangen, werden die betreffenden Links entfernt.
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Zu
den bisherigen Portraits und Reportagen
2003
Der Portwein, der
keiner ist
von Erich
Grasdorf
Das Tal des Douro: Trotz der Terrassierung der
bis zu 600 Meter aufragenden Wände eine der wildesten
Weinlandschaften der Welt. Im Keller der Quinta da Napòles
zieht Dirk van der Niepoort eine Fassprobe, schnüffelt, dreht
den Wein im Mund und spuckt ihn auf den mit feinen Kieseln
bedeckten Kellerboden. "Etwas viel Tannin. Genau
richtig!"

Dirk Nieport beim
Verkosten der Weine seiner Quinta Quinta do Napoles (Fotos:
Eckhard Supp)
Der Wein ist eine von vielen Partien, aus
denen später der Batuta komponiert wird, ein Wein, den die
internationale Fachpresse zum besten portugiesischen Rotwein
ernannt hat. Niepoort gilt als Meister im Blending, im
Verschnitt. Obwohl seine Kellerei, die Niepoort Vinhos SA zu
den renommiertesten Portweinhäusern gehört, ist das, was
bei seinen Bemühungen herauskommt kein Port.
Tafelweine Bereits
seit 1987 bestimmt Dirk van der Niepoort in der Firma, die
er von den Eltern übernommen hat, wo es lang geht: Steil
nach oben! Seine Portweine werden schon seit langem mit
Höchstnoten bedacht und seine Late Bottled Vintages oder
auch die Vintage Port seiner Quinta do Passadouro sind
Pflicht für jeden Portweinfreund. Und jetzt? Kein Port
mehr?

Quinta do Napoles im Herbst
So weit geht Niepoort natürlich nicht, aber neben seinen
nach wie vor herausragenden Ports produziert er eben seit
einigen Jahren auch weiße und rote Tafelweine, die unter
dem Namen Redoma vermarktet werden. Und eben den Batuta!
Natürlich
wurden am Douro schon früher Tafelweine gekeltert. Aber die
waren aus dem gemacht, was bei der Portweinproduktion übrig
blieb und für den Eigengebrauch gedacht. Ansonsten gab es
Port und sonst gar nichts. Susana Esteban von der Quinta da
Casa Amarela dazu: "Unsere Eltern wären nie auf die
Idee gekommen, an diesem Zustand etwas zu ändern."
Uralte Rebsorten
Niepoort
selbst begann vor etwa zwölf Jahren mit seinem Redoma und
andere Jungwinzer folgten. Sie alle machten Weine eines
Typs, den es sonst nirgendwo gibt. Denn auch bei trockenem
Ausbau bleibt im Abgang immer der typische Geschmack der
klassischen Portweintrauben spürbar. Das sind über
zwanzig, zum Teil uralte Sorten, von denen seit jeher immer
mehrere zusammen im gleichen Weinberg stehen.
Das ergibt Mischungen, die für absolute
geschmackliche Eigenständigkeit nicht nur der Portweine,
sondern auch der trockenen Tafelweine sorgen. Gerade die
unterschiedliche Sortenzusammensetzung in den verschiedenen
Lagen bewirken dabei, dass sich die trockenen Douroweine bei
gleich bleibendem Grundcharakter deutlich voneinander
unterscheiden. Niepoort verzichtet beispielsweise bei seinem
Redoma ganz auf die Malvasia Fina, andere setzen sie bewusst
ein.
Verschiedene
Weintypen Dasselbe gilt für
Dichte und Kraft der Weine: Während der Três Bagos von João
Brito mittlere Konzentration erinnern andere Weine schon von
der Farbe her an australischen Shiraz. João Roseira von der
Quinta do Infantado meint dazu: "Jeder macht das Beste
aus dem, was er hat. Jeder will zeigen, dass hinter der
Portweinsüße ein großer Wein steckt."

Charakteristische Häuserzeilen am Douroufer
in Porto.
Eigentlich machen die Jungen ja nichts anderes als ihre
Vorvorfahren, bevor die Engländer den Wein vom Douro
entdeckten und ihn mit zugesetztem Alkohol seetüchtig und
transportfähig machten. Klar ist, dass hinter der neuen
Bewegung auch ökonomische Überlegungen stecken. Tafelwein
kann schneller auf den Markt gebracht werden als Port,
bindet weniger Kapital.
Doch Dirk Niepoort lässt auch seinem Batuta Zeit.
Kürzlich erst kam er mit dem Jahrgang 1999 auf den Markt.
Gerade 3.000 Flaschen, die er en bloc hätte verkaufen
können. Aber Niepoort entschied sich für die
Feinverteilung in mehrere Länder.
Die Chance, eine der kostbaren Flaschen zu ergattern?
Fehlanzeige!
Unser Punktesystem:
Weine
| -- / ??
|
offen fehlerhafter oder nicht
zu beurteilender Wein (Flaschenproblem) |
| * |
zu einfacher, evtl.
auch leicht fehlerhafter Wein, nicht empfehlenswert |
| ** |
Wein mit einem Minimum
an Qualitäten, akzeptabel wenn im unteren Preisbereich |
| *** |
befriedigender,
ansatzweise typischer Wein, angenehm zu trinken |
| **** |
guter bis sehr guter Vertreter
seiner Art und seines Jahrgangs |
| *****
|
Spitzenwein
von internationalem Format |
| *****
|
Traumweine,
die kleine Elite 1) |
| *
- **** ?
|
nicht
eindeutig zu bewertender Wein |
Weinproben von Eno WorldWine werden
soweit wie möglich unter optimalen Bedingungen, wenn es geht blind
durchgeführt, um eine eventuelle Verfälschung der Resultate,
Voreingenommenheit und Irrtümer auszuschalten. Auch dann aber sind
Verkostungs-Urteile immer nur subjektive Momentaufnahmen und hängen
nicht zuletzt von der Authentizität der Proben ab, die uns präsentiert
werden. Die Redaktion lehnt deshalb jede Haftung für Weine ab, deren
geschmackliche Qualitäten nicht den hier geschilderten Eindrücken
entsprechen. Unsere Bewertungen stellen eine Synthese aus aromatischem
und geschmacklichem Volumen, Typizität, Alterungsfähigkeit und
Trinkgenuss dar. Eno-Verlag distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt
aller evtl. in diesen Reports verlinkten Seiten und übernimmt keinerlei
Verantwortung für die Verfügbarkeit der Weine sowie
für den Geschäftsverkehr mit den jeweiligen Firmen wird keine Haftung
übernommen.
1) Die
Unterscheidung zwischen Spitzen- und Traumweinen wird erst in unseren
Verkostungsreports ab Januar 2003 getroffen. Im Datenbank-Archiv sind
diese Traumweine mit *****+ gekennzeichnet.
Unser Punktesystem:
Weingüter
Die große Zahl von Verkostungen, die wir
in den letzten Jahren durchführen konnten, erlaubt es uns, auf dieser Basis jetzt auch die
Erzeugerbetriebe insgesamt zu bewerten. Um
diese Wertung deutlich gegenüber der Weinbewertung abzusetzen, vergeben
wir für Erzeuger maximal drei Sterne (@,
in älteren Reports auch P),
allerdings mit Zwischenstufen. Diese Weingutsbewertungen sind natürlich nur dort möglich, wo
wir eine gewisse Mindestanzahl Weine bzw. Jahrgänge verkosten konnten und
stellen eine Langzeitbewertung auf Basis der letzten 10 - 15 Jahrgänge dar, die vom Eindruck eines
bestimmten Tastingreports, d. h. einer Momentaufnahme, abweichen kann. Um die aktuelle Leistungsfähigkeit
eines Erzeugers korrekt einschätzen zu können, sollten daher immer
sowohl die Langzeitbewertung als auch die konkreten
Verkostungsergebnisse berücksichtigt werden.
| @@@ |
Die kleine
Elite der Region und des Landes, gehört zu den Spitzenweingütern
der Welt |
| @@ |
Sehr gute
Erzeuger mit stabiler Qualität |
| @ |
Erzeuger mit
meist guten Weinqualitäten |
| @ |
halbe Sterne |
EWW-Weinkategorien:
Um unseren Lesern jenseits aller
Herkunftsbezeichnungen und Geschmacksangaben auf den Etiketten einen
Hinweis zu geben, zu welchem Geschmackstyp die verkosteten Weine
gehören, haben wir das Weinspektrum in 14 Kategorien
eingeteilt, die ab 2006 hin und wieder zusätzlich zu den Bewertungen angeführt werden:
| 1 |
Leichte,
trockene Weißweine |
| 2 |
Kräftige,
trockene Weißweine |
| 3 |
Roséweine |
| 4 |
Leichte,
fruchtbetonte Rotweine |
| 5 |
Fruchtbetonte,
kräftige Rotweine |
| 6 |
Tanninbetonte,
kräftige Rotweine |
| 7 |
Schwere,
alkoholreiche Rotweine |
| 8 |
Deutlich
restsüße bzw. süße Weißweine |
| 9 |
Liebliche
bzw. süße Rotweine |
| 10 |
Edelsüße
und Eis-/Strohweine |
| 11 |
Trockene Likörweine |
| 12 |
Süße Likörweine |
| 13 |
Perlweine |
| 14 |
Schaumweine |
Natürlich ist eine solche, grobe
Kategorisierung zwangsläufig immer unvollkommen. Innerhalb jeder
einzelnen Gruppe wären beispielsweise Untergruppen vorstellbar. Man
könnte bei den leichten, trockenen Weißen zwischen den aromatisch
neutraleren und den Bukettweinen mit ausgeprägtem Sortenduft
unterscheiden. Bei den Edelsüßen könnte man darüber streiten, ob
nicht eine Unterteilung in alkoholschwache und alkoholreiche Weine
sinnvoll wäre, und bei den alkoholreichen Roten darüber, ob ihr nur
spezielle Weintypen wie der italienische Amarone angehören oder
generell alle Rotweine aus heißen Anbaugebieten bzw. heißen Jahren,
wenn sie ebenfalls hohe Gradationen erreichen. Aber eine solche,
weitergehende Untergliederung würde dem wichtigsten Nutzen dieser
Einteilung zuwider laufen – dem nämlich, dem Verbraucher eine erste
Orientierung im Ozean der Weintypen zu bieten.
Die bisherigen Reportagen
und Portraits
| Ein Teil der älteren Artikel
ist nur zu mit Acrobat Reader zu öffnen. Sie können hier ihn
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So haben wir die Weine Niepoorts
verkostet:
*****
Porto, Vintage 1997:
leuchtendes Rubin, schwarzes Herz, sehr saubere, tiefgründige
Aromen, reife und feinziselierte Tannine, Alkohol noch aggressiv,
enorme Länge im Abgang.
*****
Porto, Vintage 1992 Jubilee:
dickes Farbpaket, etwas verschlossene Nase, Riesen Frucht und Tanninpaket
*****
Porto, Colheita 1950: sehr lebendige, dichte Farbe, Karamell, Kastanien, Beeren, Bananen, weich und harmonisch in Nase und am Gaumen, sehr langer Abgang, noch ungemein frisch im Mund, großer Portwein
*****
Porto, Quinta do Passadouro
Vintage 1997: dickes, marmeladige Rubin, tiefe Aromen mit viel
Schokolade und Gewürzen, große Frucht am Gaumen.
*****
Douro, Battuta 1999: (Fass)
dickes Rubin, sehr tiefe, feine Nase, Eleganz in der Struktur, Länge,
sehr guter Wein.
****
Porto, 20 y o Tawny:
helles Braun, sehr elegante Nase, weiche und warme Aromen, tolle
Expansion am Gaumen ,sehr langer Abgang.
****
Douro, Redoma Vinho Branco 1999:
dichtes Gelb, vegetal-würzige Aromen, Zitrusfrucht, saftig und kräftig am Gaumen, süßer Abgang, sehr schöner Wein.
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