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April
2008
Bordeaux
Primeurs 2007 -
Teil 2
von Jean-Marc
Quarin Allgemeine
Einschätzung
des Jahrgangs,
Weißweine
vom 2. April, Süßweine
vom 4. April,
Pessac-Léognan
und Graves vom
7. April, Médoc
und
Haut-Médoc
vom 9. April,
Saint-Estèphe
vom 11. April,
Saint-Julien
vom 14. April, Margaux
vom 16. April, Pauillac
vom 18. April,
Saint-Émilion
(1. Teil) vom 21. April,
Saint-Émilion
(2. Teil) vom
24. April,
Pomerol
vom 25. April
Das
Bewertungsschema
von Jean-Marc
Quarin
<
10 Punkte.
Fehlerhafte
oder besonders
scheußlich
schmeckende
Weine
10
- 13 Punkte.
Unbedeutende
und
unbefriedigende
Weine
14
- 15 Punkte: Gute
Weine.
Auf diesem
Niveau heben
sich die Weine
langsam von
der Masse
anonymer
Produkte ab.
Kleinere
Gewächse mit
dieser
Punktzahl sind
sehr begehrt,
große
Gewächse
dagegen nicht
in
Höchstform:
Das kann
natürliche
oder
menschliche
Ursachen
haben.
15,25
- 16,25 Punkte:
Sehr gute
Weine.
Körper,
Geschmack und
die Eleganz
der
Proportionen
verleihen
diesen Weinen
Charakter. Sie
genügen auch
hohen
Ansprüchen
und können
zwischen 5 und
10 Jahre nach
der Lese
getrunken
werden.
16,5
- 18 Punkte:
Exzellente
Weine.
Kraftvolle und
gleichzeitig
raffinierte
Weine, die
Komplexität
und Tiefe des
Geschmacks
bieten. Sie
benötigen
mindestens 10
Jahre
Flaschenreife,
um ihre
geschmacklichen
Qualitäten
voll zu
entfalten. Da
aber auch wahr
ist, dass es
keine guten
reifen Weine
ohne gute
junge Weine
gibt, möchte
ich Sie
ermutigen,
diese Weine
ohne falsche
Scham auch
schon jung zu
öffnen. So
lernen Sie
ihre
geschmacklichen
Trümpfe in
jedem
Lebensalter
kennen.
18,5
- 20 Punkte: Außergewöhnliche
Weine.
Das
Nonplusultra.
Kraftvolle,
reiche,
komplexe,
zugleich aber
auch subtile
und
raffinierte
Weine, die
größtmöglichen
Ausdruck
entfalten
können und
ein immenses
Alterungspotenzial
(50 bis 100
Jahre)
besitzen. Diese
seltenen Weine
können
mehrere
Generationen
von
Weinfreunden
beeindrucken.
Sie sind Maßstäbe
für das
Welterbe des
Weingeschmacks.
Die
Verkostungs-Highlights von Eno WorldWine stellen
eine Auswahl aus umfangreicheren Proben dar, die
jedoch nicht immer den repräsentativen Charakter
besitzen, um Thema unserer großen (Profi-)Verkostungsreports
werden zu können. Die Weine sind - auch bei
gleicher Punkte(Sterne)zahl - in der Reihenfolge
ihrer Beurteilung (absteigend) aufgeführt. Weine
aus diesen Proben, die hier nicht aufgeführt
werden, können Sie mit einer gewissen zeitlichen
Verzögerung in unserem
Verkostungs-Archiv
finden.

14.
April
2008:
Rotweine
Saint-Julien
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| Château
Ducru
Beaucaillou,
Saint-Julien:
Intensive,
schöne,
brillante
Farbe.
Im
Moment
erscheint
die Nase
noch
verhalten,
aber
beim
Schwenken
zeigt
sie
Tiefe,
Frucht,
eine
Rauchnote
und,
wieder
einmal,
Kirscharomen.
Schöner
Eindruck
am
vorderen
Gaumen.
Der Wein
wird
anschließend
süffig,
seidig,
saftig.
Er zeigt
Frucht,
ist
weniger
fleischig
als der
2005er
und
endet
mit
einem
langen,
von
feinem
Tannin
markiertem
Finish.
Die
Struktur
ist
recht
klassisch
mit
ihrer
schönen
Balance
und
ihrer
Geradlinigkeit,
die auf
einen
hohen
Anteil
Cabernet
hinweisen.
Ein
Erfolg
des
Jahrgangs.
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16,75 |
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| Château
Léoville
Las
Cases,
Saint-Julien:
Schönes
Purpur.
Aromatische,
feine
und
tiefe
Nase.
Sehr
schön
am
vorderen
Gaumen,
mit
Zusammenhalt
und
Fleisch.
Anschließend
entfaltet
der Wein
einen
komplexen
Geschmack.
Vom
mittleren
Gaumen
an
lässt
die
Kraft
etwas
nach.
Die
Tannine
sind
stark
eingebettet.
Normale
Länge.
Das
Finish
muss
sich
noch im
Verlauf
der
Flaschenreife
ausprägen.
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16,75 |
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|
| Château
Léoville
Barton,
Saint-Julien:
Wenn
ich die
schönste
Nase des
Jahrgangs
wählen
müsste,
käme
diese
Auszeichnung
Léoville
Barton
zu. Bei
zwei
Proben
fand ich
sie
edel,
floral,
lakritzig,
reintönig
und
aromatisch.
Der Wein
ist am
vorderen
Gaumen
subtil,
mit
einer
zarten,
fast
zerbrechlichen
Textur.
Er wird
rund,
samtig
und
zeigt
normale
Dichte.
Ein
wenig
Kraft
fehlt,
aber der
Charme
ist
überwältigend.
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16,5 |
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|
| Château
Léoville
Poyferré,
Saint-Julien:
Dunkelrote,
intensive
Farbe.
Die Nase
ist
fein,
fruchtig,
reif und
zeigt
Kirschnoten.
Sehr
reintönig.
Am
vorderen
Gaumen
reintönig
und
recht
großzügig.
Der Wein
wird
dann
fruchtig,
saftig
und
geschmacksintensiv.
Er
besitzt
für den
Jahrgang
viel
Körper
und
Schmelz.
Feinsaftig
und lang
im
Abgang.
Sehr gut
gemacht
und sehr
gut.
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16,5 |
| |
|
| Château
Lagrange,
Saint-Julien:
Wieder
einmal
ein sehr
guter
Wein des
Gutes.
Sehr
dunkle
Farbe.
Fruchtige,
reife
und
frische
Nase.
Samtig
am
vorderen
Gaumen,
entwickelt
sich der
Wein
sehr
fruchtig
und für
den
Jahrgang
recht
großzügig.
Er zeigt
Kraft
und
Energie.
Sehr
schöner,
geschmacksintensiver
und
runder
Abgang
mit
Lakritznoten.
Die
Frische
und
Dichte
sind
für den
Jahrgang
beispielhaft.
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16,5 |
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|
| La
Croix de
Beaucaillou,
Saint-Julien:
Intensives
Purpur.
Die Nase
duftet
nach
Früchten,
Kirschen,
Vanille.
Am
vorderen
Eindruck
lecker,
seidig.
Der Wein
wird
dann
saftig,
aromatisch
und sehr
edel in
seiner
allgemeinen
Struktur.
Samten
am
mittleren
Gaumen,
sanft
und lang
im
Abgang.
Ein
Erfolg!
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16 |
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|
| Château
Langoa
Barton,
Saint-Julien:
Dunkle
Farbe.
Die Nase
zeichnet
sich
durch
ihre
Frische
und
aromatische
Raffinesse
aus. Am
Gaumen
ist der
Wein
sanft,
zeigt
Fruchtfleisch
und
schmilzt
mit viel
Eleganz,
bietet
einen
fülligen
Körper,
schöne
Aromen
und
feine
Tannine
im
Abgang.
Er endet
außergewöhnlich
lecker
und ist
fast
nicht
auszuspucken.
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16 |
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| Château
Gruaud
Larose,
Saint-Julien:
Aufgrund
des
neuen
önologischen
Beraters
und
veränderter
Kellerarbeit
deutlich
eleganter
als
gewohnt.
Dunkelrote
Farbe,
von
normaler
Intensität.
Mittelmäßig
aromatische
Nase.
Sanft am
Gaumen,
sehr
fruchtig
und mit
einer
Entwicklung
hin zu
Gewürznoten,
Früchten
und
Pfeffer.
Im
Finish
sind die
Tannine
eine
Spur
hart,
aber
dennoch
fein.
|
15,75 |
| |
|
| Clos
du
Marquis,
Saint-Julien:
Purpurfarben.
Sehr
aromatische
Nase,
sehr
frisch,
reif und
floral.
Am
Gaumen
zart,
füllig,
runder
als
gewöhnlich.
Nach dem
mittleren
Gaumen
fehlt es
dem Wein
noch an
Definition;
da
braucht
es noch
Flaschenreife.
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15,75 |
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|
| Château
Du Glana,
Saint-Julien:
Schwarz
und
purpurfarben.
Fruchtige,
reife
und
frische
Nase. Am
vorderen
Gaumen
für den
Jahrgang
recht
präsent,
entwickelt
sich der
Wein
saftig,
geschmacksintensiv
und mit
Tanninen,
die noch
etwas
eckig
wirken
und die
mit der
Flaschenreife
seidiger
werden
müssten.
Normale
Länge
im
Abgang.
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15 |
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16.
April
2008:
Rotweine
Margaux
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|
| Château
Margaux,
Margaux:
Dunkle
Farbe.
Nase im
Moment
noch
etwas
verhalten,
aber
fruchtig.
Am
Gaumen
spürt
man gut
das
Fruchtfleisch
von
Margaux.
Der Wein
wird
samtig,
seidig,
nobel
und
schmelzig.
Vor
allem
aber
zeigt er
seinen
besonderen
Geschmack
nach
reifen
und
frischen
roten
Früchten.
Am
hinteren
Gaumen
ist der
Wein
rund und
schmelzig,
mit
einer
schönen
Rückkehr
der
Aromen
im
Abgang
und
einer
raffinierten
Tanninstruktur.
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17
- 17,25 |
| |
|
| Château
Cantenac
Brown,
Margaux:
Purpurfarbe.
Verhaltene
Nase mit
sehr
reinsortiger
Frucht.
Sehr
schön
am
vorderen
Gaumen,
reich.
Der Wein
zeigt
dann
Fruchtfleisch,
Geschmack
und
einen
reichen,
schmelzigen
Körper.
Er
entfaltet
sich
sehr
langsam,
wird
saftig
und
zeigt
noble,
gut
eingebettete
Tannine.
Sehr
schöne
Struktur,
gute
Länge
im
Abgang.
Für den
Jahrgang
spektakulär.
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16,5 |
| |
|
| Château
Palmer,
Margaux:
Dunkle
Farbe.
Mittelmäßig
aromatische
Nase,
fein,
fruchtig,
vom sehr
reifen
Typ.
Schöner
vorderer
Gaumen,
feines
Fruchtfleisch.
Der Wein
wird
dann
sehr
fruchtig,
schmelzig,
aromatisch
mit
einem
leicht
lebendigen
Charakter
und
einem
Finish,
das von
gut
eingebetteten
Tanninen
bestimmt
ist.
Gute
saftige
Länge
mit
feinen
und
reifen
Tanninen.
Sehr gut
ohne
übermäßig
kraftvoll
zu sein.
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16,5 |
| |
|
| Château
Brane
Cantenac,
Margaux:
Dunkelrote
Farbe.
Frische,
fruchtige
und
subtil
aromatische
Nase. Im
Mund
zeichnet
sich der
Wein
durch
einen
für den
Jahrgang
reichen
vorderen
Ga8umen
aus,
enfaltet
dann
Frucht,
mit
einer
fast
magischen
Note.
Zum Ende
hin
schmilzt
er und
zeigt
feines
Tannin.
Endlich
einmal
ein
Wein,
der sich
durch
die
Qualität
seiner
Aromen
auszeichnet,
gleichzeitig
aber
auch gut
strukturiert
ist.
Schwierig
ihn
wieder
auszuspucken.
Ähnelt
dem Stil
eines
Burgunders.
|
16,25 |
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|
| Château
Rauzan
Ségla,
Margaux:
Dunkelrote
Farbe.
Nase von
mittlerer
Intensität,
fruchtig
und ein
wenig
pfeffrig.
Der Wein
ist auch
floral
und
duftet
nach
Kirschen.
Am
vorderen
Gaumen
zart,
sehr
fruchtig.
Dann
entwickelt
er sich
zu
schmeichelnder
Textur,
immer
zart,
aber
auch mit
einer
angenehmen
Fruchtdichte.
Normale
Länge.
Der Wein
endet
mit
Noten
von
Lakritz
und
Pflaumen.
Er wird
schon
jung gut
trinkbar
sein.
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16
- 16,25 |
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| Château
Lascombes,
Margaux:
Sehr
schöne,
dunkle
Farbe.
Fein in
der
Nase,
fruchtig
und
floral.
Am
vorderen
Gaumen
weich,
dann
saftig,
und der
Wein
entwickelt
eine
raffinierte
Textur.
Geschmacksintensiv.
Viel
Frucht
und
saftiger
Geschmack.
Eingebaute
Tannine.
Sehr
gute
Länge
im
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