Der ENO-Verlag hat auf die Gestaltung und
den Inhalt der auf seinen Seiten verlinkten Fremdangebote keinen
Einfluss und distanziert sich ausdrücklich von ihnen. Sobald uns rechts-
bzw. sittenwidrige Elemente zur Kenntnis gelangen, werden die betreffenden Links entfernt.
Mit einer 20 Jahrgänge
umfassenden Vertikalprobe führten Österreichs
Cabernet-Pioniere, Anton und Andi Kollwentz aus dem
Burgenland in Wiens pompösen neuen Luxusresort
Palais Coburg kürzlich den Beweis, dass österreichischer
Cabernet Sauvignon reifen kann ... und wie. Der Star
der Verkostung war für fast alle Teilnehmer der
Jungfernjahrgang 1983. Mit Ausnahme des 1997ers, den
wir aus Termingründen verpassten, und des 2002ers,
der in unseren normalen Verkostungsreports
aufscheinen wird, bringen wir in der Folge die
Verkostungsnotizen sämtlicher Weine in absteigender
Reihung unserer Bewertung.
Die Verkostungs-Highlights von Eno WorldWine
stellen eine Auswahl aus umfangreicheren Proben dar, die jedoch nicht immer den
repräsentativen Charakter besitzen, um Thema unserer großen (Profi-)Verkostungsreports
werden zu können. Die Weine sind - auch bei gleicher Punkte(Sterne)zahl - in
der Reihenfolge ihrer Beurteilung (absteigend) aufgeführt. Weine aus diesen
Proben, die hier nicht aufgeführt werden, können Sie mit einer gewissen
zeitlichen Verzögerung in unserem Verkostungs-Archiv
finden.
Neusiedlersee-Hügelland
Cabernet Sauvignon 1983:
warmes, dichtes Rot, sehr feine, tiefe Frucht mit Hagebutte und Rosen, enorme Fruchtdichte, Länge, lebendiger, sehr schöner Wein, der beste der Serie aus 20 Jahren
*****
2001:
dickes Rubin, Lakriz und Frucht, etwas minzig, dichter, saftiger Körper, gute Länge, sehr schöner Wein mit Zukunft
*****
1986:
sehr dichtes, herrliches Rubin-Granat, feine Frucht, Aprikosen und Leder, großes Extgraktpaket am Gaumen, noch feste, entwicklungsfähige
Tannine, sehr schöner Wein, aber zwei sehr unterschiediche Flaschen, eine zehrt bereits aus
*****?
1987:
enorme Farbdichte, großes Bukett mit Rauch, Tabak, Würze, am Gaumen frisch und saftig, nicht besonders kräftig, aber von schöner Eleganz und perfekter Balance, ungewöhnlicher Wein für sonst eher schwächeren Jahrgang
*****?
2000:
intensives, noch frisches Rubin, Cassis, Vanille und Würze, noch sehr festes, fast hartes Tannin, Tiefe und Länge, sehr klassisch wirkender Wein, wirkt besser als 2002
****
1998:
dichtes, noch sehr frisches Rubin, großer Körper, sehr schönes reifes Tannin, Länge im Abgang
****
1990:
warmes, dichtes Rot, tiefe Aromen, Finesse, Frucht mit Ledertönen, sehr kompakter Körper, noch frisches Tannin, schöne Fülle und Textur, kann noch weiter reifen
****
1993:
dichte, reife Frabe, schon weit entfaltetes, leicht animalisches Bukett, Gerberei und Tabak, am Gaumen Saft und Stoff, schöne Länge, lebendiger, gut gereifter Wein, Bewertung wie vor neun Jahren
****
1992:
sehr heißes, reifes Jahr, noch recht frische Farbe, sehr würzige Frucht mit etwas Liebstöckl in der Nase, Lakritz, auch am Gaumen noch frisch, lebendige Säure, trinkreifer Wein
****
1985:
erster Jahrgang mit Barriqueausbau, reifes Granat, sehr offener Duft, viel Leder, am Gaumen noch viel herbes
Tannine, nicht mehr genügend Saft dahinter, eine zweite Flasche ist besser, zeigt mehr Leben und Dichte
****?
1995:
gute Farbe, verhaltene, saubere Frucht in der Nase,
zimtiger, feiner Extrakt, schon trinkreifer, harmonischer Wein
****
1989:
sehr reife, warme Farbe, in der Nase noch frisch, Leder, Tabak, Fülle am Gaumen, strenge, eine Spur bittere
Tannine, hat aber auch noch genug Leben, um sich weiter zu entwickeln
****?
1994:
noch sehr frische, dichte Farbe, feine Tabaknoten, Himbeere und Zimt, sehr tiefe Frucht, Tannine etwas zu hart für die Frucht, fraglich, ob sich Harmonie noch einstellen wird, deutlich schwächer, als bei Verkostung im Jahr 1997
****
1988:
reifes Granat, sehr schöne Lederaromen, am Gaumen schlank, harmonisch und trinkreich, noch eine leichte Schicht Tannine spürbar, sollte aber getrunken werden
****
1999:
intensive, frische Farbe, Naes mit feiner
Cassisfrucht, Eleganz, Tannin etwas zu trocken, evtl. nicht optimale Flasche,
die anderen Flaschen scheinen besser
***?
1991:
warmes Rot, verhaltene
Frucht, am Gaumen säurebetont, noch sehr lebendiger, aber nicht sehr reicher und komplexer Wein
***
1984:
schon zu reifes, nicht mehr sehr dichtes Rot, merkwürdig süßliche Nase,
Madeiratöne, am Gaumen wirkt der Wein bereits leer und über den Punkt
offen fehlerhafter oder nicht
zu beurteilender Wein (Flaschenproblem)
*
zu einfacher, evtl.
auch leicht fehlerhafter Wein, nicht empfehlenswert
**
Wein mit einem Minimum
an Qualitäten, akzeptabel wenn im unteren Preisbereich
***
befriedigender,
ansatzweise typischer Wein, angenehm zu trinken
****
guter bis sehr guter Vertreter
seiner Art und seines Jahrgangs
*****
Spitzenwein
von internationalem Format
*****
Traumweine,
die kleine Elite 1)
*
- **** ?
nicht
eindeutig zu bewertender Wein
Weinproben von Eno WorldWine werden
soweit wie möglich unter optimalen Bedingungen, wenn es geht blind
durchgeführt, um eine eventuelle Verfälschung der Resultate,
Voreingenommenheit und Irrtümer auszuschalten. Auch dann aber sind
Verkostungs-Urteile immer nur subjektive Momentaufnahmen und hängen
nicht zuletzt von der Authentizität der Proben ab, die uns präsentiert
werden. Die Redaktion lehnt deshalb jede Haftung für Weine ab, deren
geschmackliche Qualitäten nicht den hier geschilderten Eindrücken
entsprechen. Unsere Bewertungen stellen eine Synthese aus aromatischem
und geschmacklichem Volumen, Typizität, Alterungsfähigkeit und
Trinkgenuss dar. Eno-Verlag distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt
aller evtl. in diesen Reports verlinkten Seiten und übernimmt keinerlei
Verantwortung für die Verfügbarkeit der Weine sowie
für den Geschäftsverkehr mit den jeweiligen Firmen wird keine Haftung
übernommen.
1) Die
Unterscheidung zwischen Spitzen- und Traumweinen wird erst in unseren
Verkostungsreports ab Januar 2003 getroffen. Im Datenbank-Archiv sind
diese Traumweine mit *****+ gekennzeichnet.
Unser Punktesystem:
Weingüter
Die große Zahl von Verkostungen, die wir
in den letzten Jahren durchführen konnten, erlaubt es uns, auf dieser Basis jetzt auch die
Erzeugerbetriebe insgesamt zu bewerten. Um
diese Wertung deutlich gegenüber der Weinbewertung abzusetzen, vergeben
wir für Erzeuger maximal drei Sterne (@,
in älteren Reports auch P),
allerdings mit Zwischenstufen. Diese Weingutsbewertungen sind natürlich nur dort möglich, wo
wir eine gewisse Mindestanzahl Weine bzw. Jahrgänge verkosten konnten und
stellen eine Langzeitbewertung auf Basis der letzten 10 - 15 Jahrgänge dar, die vom Eindruck eines
bestimmten Tastingreports, d. h. einer Momentaufnahme, abweichen kann. Um die aktuelle Leistungsfähigkeit
eines Erzeugers korrekt einschätzen zu können, sollten daher immer
sowohl die Langzeitbewertung als auch die konkreten
Verkostungsergebnisse berücksichtigt werden.
@@@
Die kleine
Elite der Region und des Landes, gehört zu den Spitzenweingütern
der Welt
@@
Sehr gute
Erzeuger mit stabiler Qualität
@
Erzeuger mit
meist guten Weinqualitäten
@
halbe Sterne
EWW-Weinkategorien:
Um unseren Lesern jenseits aller
Herkunftsbezeichnungen und Geschmacksangaben auf den Etiketten einen
Hinweis zu geben, zu welchem Geschmackstyp die verkosteten Weine
gehören, haben wir das Weinspektrum in 14 Kategorien
eingeteilt, die ab 2006 hin und wieder zusätzlich zu den Bewertungen angeführt werden:
1
Leichte,
trockene Weißweine
2
Kräftige,
trockene Weißweine
3
Roséweine
4
Leichte,
fruchtbetonte Rotweine
5
Fruchtbetonte,
kräftige Rotweine
6
Tanninbetonte,
kräftige Rotweine
7
Schwere,
alkoholreiche Rotweine
8
Deutlich
restsüße bzw. süße Weißweine
9
Liebliche
bzw. süße Rotweine
10
Edelsüße
und Eis-/Strohweine
11
Trockene Likörweine
12
Süße Likörweine
13
Perlweine
14
Schaumweine
Natürlich ist eine solche, grobe
Kategorisierung zwangsläufig immer unvollkommen. Innerhalb jeder
einzelnen Gruppe wären beispielsweise Untergruppen vorstellbar. Man
könnte bei den leichten, trockenen Weißen zwischen den aromatisch
neutraleren und den Bukettweinen mit ausgeprägtem Sortenduft
unterscheiden. Bei den Edelsüßen könnte man darüber streiten, ob
nicht eine Unterteilung in alkoholschwache und alkoholreiche Weine
sinnvoll wäre, und bei den alkoholreichen Roten darüber, ob ihr nur
spezielle Weintypen wie der italienische Amarone angehören oder
generell alle Rotweine aus heißen Anbaugebieten bzw. heißen Jahren,
wenn sie ebenfalls hohe Gradationen erreichen. Aber eine solche,
weitergehende Untergliederung würde dem wichtigsten Nutzen dieser
Einteilung zuwider laufen – dem nämlich, dem Verbraucher eine erste
Orientierung im Ozean der Weintypen zu bieten.