Der ENO-Verlag hat auf die Gestaltung und
den Inhalt der auf seinen Seiten verlinkten Fremdangebote keinen
Einfluss und distanziert sich ausdrücklich von ihnen. Sobald uns rechts-
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Noch
genießen sie Seltenheitswert, die Weine aus den gar nicht mehr so
neuen Bundesländern. Sachsen und Sachsen-Anhalt, die beiden nördlichsten
und die kleinsten deutschen Anbaugebiete, produzieren kaum mehr,
als die Bevölkerung im engeren Umkreis der Anbaugebiete
konsumiert. Aber auch in qualitativer Hinsicht taten sich die
ostdeutschen Gewächse lange schwer, gegenüber der Konkurrenz von
Mosel, Rhein und Main zu bestehen. Die Weinmesse Forum Vini in
Hamburg bot im vergangenen November Gelegenheit, einige der Gewächse
von Elbe und Saale unter die Lupe zu nehmen. Hier sind die besten
unter ihnen:
Schloß
Proschwitz - Prinz zur Lippe,
D - 01665 Meißen - Sachsen Riesling 1999 Spätlese tr.:
helles Strohgrün, saubere Aromen, im Mund fruchtige
Konsistenz und angenehme Säure
****
Schloß
Proschwitz - Prinz zur Lippe,
D - 01665 Meißen - Sachsen Weißburgunder 1999 Spätlese
tr.: leuchtendes Gelb, blumig-fruchtige Nase, Pflaumen
und Banane, im Mund weich und saftig, aber wenig Struktur
***
WG
Freyburg / Unstrut eG,
D - 06632 Freyburg - Saale-Unstrut Weißburgunder 2000
QbA tr.: helles Strohgrün, saubere, aber verhaltene
Aromen, am Gaumen schöne, saftige Frucht, geradliniger und
angenehmer Wein
***
Schloß
Proschwitz - Prinz zur Lippe,
D - 01665 Meißen - Sachsen Scheurebe 1999 Kabinett tr.:
strohgrün, Nase sehr breit, wenig Finesse, am Gaumen Frucht
und Säure, zu kurz
***
Hartmut
Zahn, D - 99518
Grossheringen - Naumburger Göttersitz Silvaner 2000 QbA
tr.: sehr hell, Nase ohne viel Ausdruck, am Gaumen recht
schöne, fruchtige Säure, anständiger, geradliniger Wein
***
Hartmut
Zahn, D - 99518
Grossheringen - Freyburger Schweigenberg Spätburgunder
2000 QbA tr.: etwas käsig, am Gaumen recht harmonisch,
weich und süffig
**
WG
Freyburg / Unstrut eG,
D - 06632 Freyburg - Saale-Unstrut Dornfelder Barriques
1999 QbA tr.: dichtes, brillantes Rot, Kirsche und
vegetalen Aromen, am Gaumen zu säurebetont, Geschmack von
unreifen Sauerkirschen
offen fehlerhafter oder nicht
zu beurteilender Wein (Flaschenproblem)
*
zu einfacher, evtl.
auch leicht fehlerhafter Wein, nicht empfehlenswert
**
Wein mit einem Minimum
an Qualitäten, akzeptabel wenn im unteren Preisbereich
***
befriedigender,
ansatzweise typischer Wein, angenehm zu trinken
****
guter bis sehr guter Vertreter
seiner Art und seines Jahrgangs
*****
Spitzenwein
von internationalem Format
*****
Traumweine,
die kleine Elite 1)
*
- **** ?
nicht
eindeutig zu bewertender Wein
Weinproben von Eno WorldWine werden
soweit wie möglich unter optimalen Bedingungen, wenn es geht blind
durchgeführt, um eine eventuelle Verfälschung der Resultate,
Voreingenommenheit und Irrtümer auszuschalten. Auch dann aber sind
Verkostungs-Urteile immer nur subjektive Momentaufnahmen und hängen
nicht zuletzt von der Authentizität der Proben ab, die uns präsentiert
werden. Die Redaktion lehnt deshalb jede Haftung für Weine ab, deren
geschmackliche Qualitäten nicht den hier geschilderten Eindrücken
entsprechen. Unsere Bewertungen stellen eine Synthese aus aromatischem
und geschmacklichem Volumen, Typizität, Alterungsfähigkeit und
Trinkgenuss dar. Eno-Verlag distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt
aller evtl. in diesen Reports verlinkten Seiten und übernimmt keinerlei
Verantwortung für die Verfügbarkeit der Weine sowie
für den Geschäftsverkehr mit den jeweiligen Firmen wird keine Haftung
übernommen.
1) Die
Unterscheidung zwischen Spitzen- und Traumweinen wird erst in unseren
Verkostungsreports ab Januar 2003 getroffen. Im Datenbank-Archiv sind
diese Traumweine mit *****+ gekennzeichnet.
Unser Punktesystem:
Weingüter
Die große Zahl von Verkostungen, die wir
in den letzten Jahren durchführen konnten, erlaubt es uns, auf dieser Basis jetzt auch die
Erzeugerbetriebe insgesamt zu bewerten. Um
diese Wertung deutlich gegenüber der Weinbewertung abzusetzen, vergeben
wir für Erzeuger maximal drei Sterne (@,
in älteren Reports auch P),
allerdings mit Zwischenstufen. Diese Weingutsbewertungen sind natürlich nur dort möglich, wo
wir eine gewisse Mindestanzahl Weine bzw. Jahrgänge verkosten konnten und
stellen eine Langzeitbewertung auf Basis der letzten 10 - 15 Jahrgänge dar, die vom Eindruck eines
bestimmten Tastingreports, d. h. einer Momentaufnahme, abweichen kann. Um die aktuelle Leistungsfähigkeit
eines Erzeugers korrekt einschätzen zu können, sollten daher immer
sowohl die Langzeitbewertung als auch die konkreten
Verkostungsergebnisse berücksichtigt werden.
@@@
Die kleine
Elite der Region und des Landes, gehört zu den Spitzenweingütern
der Welt
@@
Sehr gute
Erzeuger mit stabiler Qualität
@
Erzeuger mit
meist guten Weinqualitäten
@
halbe Sterne
EWW-Weinkategorien:
Um unseren Lesern jenseits aller
Herkunftsbezeichnungen und Geschmacksangaben auf den Etiketten einen
Hinweis zu geben, zu welchem Geschmackstyp die verkosteten Weine
gehören, haben wir das Weinspektrum in 14 Kategorien
eingeteilt, die ab 2006 hin und wieder zusätzlich zu den Bewertungen angeführt werden:
1
Leichte,
trockene Weißweine
2
Kräftige,
trockene Weißweine
3
Roséweine
4
Leichte,
fruchtbetonte Rotweine
5
Fruchtbetonte,
kräftige Rotweine
6
Tanninbetonte,
kräftige Rotweine
7
Schwere,
alkoholreiche Rotweine
8
Deutlich
restsüße bzw. süße Weißweine
9
Liebliche
bzw. süße Rotweine
10
Edelsüße
und Eis-/Strohweine
11
Trockene Likörweine
12
Süße Likörweine
13
Perlweine
14
Schaumweine
Natürlich ist eine solche, grobe
Kategorisierung zwangsläufig immer unvollkommen. Innerhalb jeder
einzelnen Gruppe wären beispielsweise Untergruppen vorstellbar. Man
könnte bei den leichten, trockenen Weißen zwischen den aromatisch
neutraleren und den Bukettweinen mit ausgeprägtem Sortenduft
unterscheiden. Bei den Edelsüßen könnte man darüber streiten, ob
nicht eine Unterteilung in alkoholschwache und alkoholreiche Weine
sinnvoll wäre, und bei den alkoholreichen Roten darüber, ob ihr nur
spezielle Weintypen wie der italienische Amarone angehören oder
generell alle Rotweine aus heißen Anbaugebieten bzw. heißen Jahren,
wenn sie ebenfalls hohe Gradationen erreichen. Aber eine solche,
weitergehende Untergliederung würde dem wichtigsten Nutzen dieser
Einteilung zuwider laufen – dem nämlich, dem Verbraucher eine erste
Orientierung im Ozean der Weintypen zu bieten.